Vier Beine, zwei große Ohren und ein riesengroßes Hundeherz: Willkommen Ella!

In der Hoffnung, niemanden zu langweilen, präsentieren wir schon wieder eine kleine Erfolgsgeschichte. Diesmal geht es um Ella, die als Welpe auf einer Straße in Bulgarien ausgesetzt, bzw. dort am Straßenrand einsam und verlassen gefunden wurde. Glücklicherweise sah sie eine engagierte Tierschützerin, die die Kleine einfing und erst einmal geduldig aufpäppelte. Als klar war, dass dieser Einsatz erfolgreich werden würde, sah man sich nach einem wirklichen und dauerhaften Zuhause für den kleinen Vierbeiner um.

Ella wurde nach Deutschland gebracht und dort Anfang Juli mitten in der Nacht um 2.00 Uhr von ihrer neuen Familie in Empfang genommen. Und trotz dieser ganzen aufregenden Umstände hat sie sich ohne Umwege und nahtlos in die Vierbeiner-Fraktion der Familie, bisher bestehend aus zwei Katern und einer Katze, eingelebt. Möglicherweise liegt das an ihrer „angeborenen Variabiltät“, die sich ja auch in ihrem Äußerem ein wenig niederschlägt? Die großen Ohren, die ja durchaus häufiger bei anderen Spezies zu finden sind (im Notfall hätten wir auch noch auf Fledermaus getestet!), dazu das schön gezeichnete, schmale Gesicht mit diesen riesigen Augen, mit denen Sie einem glatt jedes Essen vom Teller gucken könnte….

Kein Wunder, dass sie von den Katzen als Bereicherung angesehen wird, möglicherweise fällt dann für diese einmal etwas mehr ab. Zusätzlich ist es für echte Katzen sicherlich auch interessant, zu sehen, wie Ella fleißig all das lernt, was Hund heutzutage so wissen muss und sollte…

Die genetische Untersuchung erbrachte aber tatsächlich keine Überraschungen. Ella ist ein waschechter Schäferhundmix mit Labrador (die Ohren!) und einem Schuss Husky! Langweilig wird es wohl in der tierischen Großfamilie jetzt nicht mehr. Allenfalls wird das ein oder andere Familienmitglied bald über verlorene Kilos und zunehmende Kondition „klagen“ dürfen. Ella wird das mit ihrer Energie schon richten. Wir sind gespannt, wie es weitergeht und freuen uns immer über Nachrichten von „unseren“ Hunden.

das ForGen-Team

Und wieder ein paar hübsche Urkunden mehr….: nächster Ringversuch bestanden!

Um ehrlich zu sein, bestehen schon die meisten Forensiker diesen Abstammungsringversuch und wir haben ihn auch noch nie nicht erfolgreich absolviert. Aber dennoch freuen wir uns jedes Mal sehr, wenn der vertraute Briefumschlag bei uns eintrudelt. Ganz abgesehen davon, dass wir diese Nachweise für unsere Akkreditierung benötigen.

Und dann ist das Ganze auch nicht immer so einfach, wie viele glauben. Besonders die vielen Fernsehserien und Filme mit forensischer Thematik haben in der Öffentlichkeit dazu beigetragen, dass zum einen die Leute denken, wir könnten einfach alles (hoppla: Identitätsfeststellung in 5 min oder mal eben eine vollständige 3D-Projektion einer unbekannten Person anhand von 47 meist kaputten Knochenfragmenten, der natürlich sofort die Recherche in der weltweiten Datenbank folgt, auf dass man nach 3,5 min weiß, dass es Lieschen Müller war)…..die Pest, wie unser alter Chef zu sagen pflegte.

Zum anderen kommen diese riesigen Genetik-Firmen hinzu, die feststellen, dass man asiatische oder afrikanische (ha ha) Wurzeln hat oder aber, dass die beste Freundin tatsächlich eine Großcousine 27. Grades ist. Ein Wunder kann man da aus forensischer Sicht nur sagen! (Oder gerade nicht….).

Prinzipiell haben wir natürlich nichts dagegen, wenn uns viel zugetraut wird, aber es ist schon anstrengend, immer wieder erklären zu müssen, dass man z.B. eine Verwandtschaft nicht zu 100 % feststellt. Beim simplen Vaterschaftstest z.B. muss der Gutachter wissen, ob tatsächlich nur der untersuchte Mann als Vater oder ein anderer UNVERWANDTER Mann in Frage kommt oder aber vielleicht der Bruder oder der Vater. Das muss in sogenannten Hypothesen bei der Berechnung bedacht werden und kann zu sehr großen Unterschieden in der Befundung führen. Und genauso sicher muss man sich sein, dass Mutter und möglicher Vater nicht miteinander verwandt sind. Daher sind solche Untersuchungen ja auch sehr schwierig, wenn keinerlei Hintergrundinformationen vorliegen, wie z.B. bei Wildtieren. Oder wer kann sicher ausschließen, dass der kleine Feldhase nicht ein Techtelmechtel mit seiner Kusine hatte, die wiederum den Bruder auch nicht so unattraktiv fand…? Und dann stelle man sich einmal kompliziertere Fragestellungen vor, wie Geschwisterschaften, Vaterschaftstests ohne den Vater u.s.w..

Auf jeden Fall aber werden wir also zweimal jährlich abgefragt und müssen unsere Fähigkeiten beweisen. Hat geklappt, daher freuen wir uns und darauf stoßen virtuell mit allen an!

 

das gut gelaunte ForGen-Team

Schakale bei ForGen

In der Regel fahren wir zu Kongressen bzw. Tagungen, um eigene Forschungsarbeiten zu präsentieren und natürlich, um neueste Erkenntnisse zu unseren Forschungsgebieten von den anderen Teilnehmern zu erfahren. Dafür bekommen wir unsere Fortbildungsnachweise und Punkte, die wir regelmäßig im Rahmen unserer Akkreditierung nachweisen müssen.

Tatsächlich aber sind die berühmten „Kaffeegespräche“ viel wichtiger. D.h., man trifft sich in den Pausen und unterhält sich über aktuelle oder angedachte Projekte, erörtert Ideen, fragt Experten zu bestimmten Teilbereichen und fachsimpelt fröhlich vor sich hin. Und wenn die Vorträge zu langweilig oder zu bekannt erscheinen (nach über 20 Jahren kommt das schon einmal vor), verlängert man die Kaffeepausen ein wenig…

So auch vor einigen Monaten, wo wir ein sehr interessantes Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Anatoliy Volokh von der Tavria State Agrotechnolical University in Melitopol (Ukraine) führten. Abgesehen davon, dass Herr Volokh unglaublich nett und sympathisch war, ergab sich tatsächlich ein gemeinsames, wissenschaftliches Projekt; die Untersuchung von Schakalen.

Immer häufiger haben wir die Fragestellung bekommen, ob vielleicht eine bestimmte Spur auch von einem Schakal stammen konnte und leider hatten wir nur sehr wenige Proben. Nun verfügen wir, Professor Volokh sei Dank, über Proben von 30 Schakalen und werden diese in Kürze analysieren und die Ergebnisse in unsere Datenbank eingeben. Zusätzlich führen wir noch einige weitere Untersuchungen durch, aber davon dann demnächst einmal mehr.

Wichtig für´s erste ist, dass ForGen bald statistisch gesichert Schakale erkennen kann und wir sind schon sehr gespannt, ob wir tatsächlich einmal einen finden. Zumindest gesehen hat man ja den ein oder anderen schon in freier Wildbahn, wo er eigentlich nicht zu erwarten wäre, wie im letzten Jahr in unserer alten Heimat Schleswig-Holstein.

In diesem Sinne, abwarten und DNA analysieren….

das ForGen-Team

 

Kontakt mit ForGen

Der Sommer ist fast vorbei und wir senden allen noch einmal ein paar herzliche und sonnige Grüße mit den besten Wünschen für einen schönen, erholsamen und friedlichen Spätsommer.

Wir möchten alle bitten, die uns Aufträge zusenden, IMMER ihre Emailadresse mit anzugeben. Zu unserem Standard gehört, dass wir, nachdem wir sowieso in unseren eigenen Akten und der Datenbank eintragen, wann welche Proben in was für einem Zustand bei uns eingetroffen sind, uns zusätzlich auch bei unseren Auftraggebern melden. Wenn wir allerdings keine Email-Adresse haben, fällt das etwas schwer. Auch für diejenigen, die die Proben geschickt haben, ist es unbefriedigend, wenn sie nicht wissen, ob die Proben angekommen sind, es eventuell Probleme gab oder Ähnliches. Zusätzlich geben wir ungern per Telefon Auskunft, ob Proben eingetroffen sind und schon gar nicht erzählen wir, wer uns wann beauftragt hat. Dies betrifft natürlich insbesondere neue Fälle, bei denen wir die Auftraggeber nicht bereits kennen. Und dann gibt es ja auch Themen, die besonders im Fokus sind, von der Presse geteilt werden und zu denen viele Leute viele Meinungen haben. Hier ist es uns besonders wichtig, dass wir keine privaten Informationen fälschlich herausgeben. Sollte also jemand länger auf Nachrichten von uns warten oder aber keine vollständige Auskunft am Telefon erhalten haben, bitten wir um Entschuldigung und Verständnis. Wir sind (nahezu) immer direkt per Email, Facebook, Messenger, Textnachrichten oder auch telefonisch erreichbar und freuen uns, wenn wir helfen können.

In diesem Sinne, freuen wir uns auf weitere Nachrichten und natürlich auch neue Aufträge.

ein erholtes

ForGen-Team

 

Ein Hoch auf die Forensische Genetik….und einen Sekt!

Neben den mittlerweile doch recht vielen tiergenetischen Analysen (breit gefächert von diversen Vierbeinern, wie Hunde, Katzen, Luchse, Marderhunde, Kaninchen zu „Gar-kein-Beinern“) ist unser Hauptgeschäft eigentlich ja die humane forensische Genetik. Neben Spurengutachten bearbeiten wir viele Abstammungsfälle für Familiengerichte, zum Zwecke von Familienzusammenführungen aber auch einfach für „private Leute“. Da gibt es unzählige Gründe, warum sich manchmal die Frage nach der Vaterschaft stellt.

Als Sachverständige führen wir oft die Probenentnahmen selber durch und haben auch im Vorfeld häufig viel persönlichen Kontakt mit unseren Auftraggebern. Das ist ja eines unser Qualitätskriterien: bei uns gibt es kein Formblatt, was schnell ausgefüllt wird und dann geht es los mit der Abstammungsanalyse. Nein, die Leute müssen sich bei uns melden, damit wir abklären, um was es genau geht und welche Untersuchungen für den speziellen Fall nötig sind. Wir freuen uns immer, wenn wir alles erklären können und natürlich noch mehr, wenn wir tatsächlich auch den Auftrag erhalten.

Und getoppt wird das Ganze dann, wenn nach Abschluss eines Falles auf einmal eine Nachricht wie die abgebildete bei uns eintrudelt. Das freut uns und macht uns sehr stolz und motiviert für viele weitere, manchmal sehr anstrengende Tage und Zeiten. Und wenn sich dann die Fälle als derart positiv für die Beteiligten herausstellen, ist es umso schöner. Manch einer mag das kitschig finden, aber wir sitzen hier und grinsen wie die berühmten Honigkuchenpferde. Unsere Arbeit kann so toll sein.

das ForGen-Team (mit leichtem Muskelkater in der Grinsemuskulatur-aber das war´s wert)

So muss das sein, hallo Toni!

Und wieder ist ForGen auf den Hund gekommen. Diesmal besonders schön für uns, da wir über Toni schon auf Facebook gelesen hatten. Ein geretteter Fundhund, über die Hundehilfe „Menschen für Notfelle“ an seine neue Familie vermittelt. Diese veröffentlichten eine kleine Geschichte darüber, dass sie sich neben ihrem schon vorhandenen Hund für die Aufnahme eines zweiten Vierbeiners entschieden hatten. Sie berichteten über die Arbeit aber auch die Freude, die man mit solch einem Hund haben konnte. Auch natürlich, um zu zeigen, was für tolle Hunde auf eine neue Familie warten. Und das ist Toni ganz sicherlich:  Mit ihm kam ein Hunde-Teenager mit gewissem „Erziehungspotential“ und einem sehr eigenen Kopf ins Haus und besonders interessant war die Bemerkung der Familie, dass der neue Hund tatsächlich (ungewollt) bei der Erziehung der Töchter helfen würde. Alles, was unbemerkt auf den Böden herumliegt, wird kurzerhand zerkaut. Das scheint Wunder zu wirken bei erziehungsresistenten oder ordnungs-allergisierenden Kindern bzw. Teenagern. Ob das eine neue Möglichkeit zum pädagogisch wertvollen Geldverdienen war? „Ihr Kind räumt nie die Schuhe weg? Sie stolpern regelmäßig über die Schultaschen? Sie haben schon wieder eine blutende Wunde mitten unterm Fuß, wo sich ein Legostein hineingefressen hat? – Dann holen Sie sich Toni ins Haus! Toni, der Wegräumflüsterer! Alles, was länger als 10 min auf dem Boden herum liegt, wird zerkaut oder zumindest hundefreundlich umdekoriert. Ein Tag mit Toni und Ihr Kind lässt nie wieder etwas herum liegen….“

Wäre eine Idee, aber Toni hat noch viele andere Qualitäten. Er versteht sich bestens mit seinem Hundekumpel, Eddie, mit den beiden (neuerdings erstaunlich ordentlichen) Töchtern der Familie und hat prinzipiell nur Unsinn im Kopf. Dabei aber ist er lieb und versprüht ordentlich Charme.

Aber das mag auch an seiner Genetik liegen. Wir bekamen nämlich tatsächlich wenige Tage nach Lesen seiner Geschichte den Auftrag, eine Mischlingsanalyse bei ihm durchzuführen. Das hat uns natürlich besonders gefreut und heraus kam viel Labrador mit Hovawart, was wohl die „Charakterfestigkeit“ von Toni erklärt und dazu ein Schuss Dogge. Mal sehen, wie er sich weiter entwickelt. Wir behalten dich im Auge, Toni. Alles Gute.

Das ForGen-Team

ForGen bei der steirischen Landesjägerschaft

Und wieder wurde es tierisch bei uns. In der letzten Woche waren wir in Bruck an der Mur in der schönen Steiermark und temporären Wahlheimat unserer Laborleitung. Einen Vortrag gab es zur forensisch-genetischen Rissanalyse und insbesondere zum Thema der Probenentnahme. Hierzu haben wir uns ja schon häufiger geäußert. Die Entnahme ist grundsätzlich der wichtigste Schritt für eine erfolgreiche, genetische Analyse. Fehler, die hier passieren, kann kein noch so gutes Labor und keine noch so tolle oder moderne Methode wettmachen. Fast 30 Zuhörer waren dabei, darunter natürlich viele Jäger und auch einige Wolfsexperten. Weit über drei Stunden hat die Veranstaltung gedauert, weil so viel gefragt und äußerst produktiv diskutiert wurde. Das Ganze hat sehr viel Spaß gemacht und viele neue, nette Leute konnte man so kennenlernen.

Ein großes Dankeschön u.a. an die Geschäftsführerin, Frau Sarkleti-König, die das Ganze mit organisiert hat und an das unglaublich interessierte Publikum. So machen Fortbildungen einfach nur unfassbar viel Spaß!!!

ein sehr zufriedenes ForGen-Team

 

„Erster Treffer versenkt“ Herzlichen Glückwunsch, Nick! Willkommen Fabienne!

Wir sind ja so stolz. Unser erster Bachelorabsolvent hat diese Woche erfolgreich seine wissenschaftliche Arbeit verteidigt, die er bei uns durchgeführt hat. Und das mit bestem Erfolg; Note 1,3. Dafür hat er sich unsere offizielle ForGen-Jacke als Geschenk mehr als verdient!

Nick hat bei uns als Praktikant angefangen und sich dabei so gut angestellt und interessiert gezeigt, dass wir ihn gerne als Bachelorstudenten bei uns betreut haben. Er hat im Rahmen seiner Arbeit Versuche zur Haltbarkeit von Speichelspuren (mit der darin enthaltenen DNA) an toten Tieren durchgeführt und wir sind gerade dabei, alles für uns vernünftig auszuwerten und zusammenzufassen und dann auch so bald wie möglich wissenschaftlich vorzustellen.

Wir freuen uns alle, dass das so hervorragend geklappt hat, die Ergebnisse auch entsprechend gut und nutzbar sind und wir mit „unserem“ Studenten so viel Glück und eine schöne Zeit hatten.

Und schon haben wir eine neue Praktikantin, die sich nahtlos und mit gleichem riesigen Enthusiasmus und Einsatz bei uns eingelebt hat. Fabienne bleibt jetzt noch einige Wochen bei uns, ist schon mitten in den Versuchen angekommen und erträgt auch tapfer alles, nicht so Spannendes, was der Laboralltag mit sich bringt (Qualitätsmanagement, Akkreditierung etc….). Schon wieder ein offensichtlicher Glücksgriff. Und wer weiß, vielleicht betreuen wir bald eine neue Master- oder eine neue Bachelorarbeit….

Ein schönes Wochenende wünscht

das absolut zufriedene ForGen-Team!

ForGen und die Polizei

Als offizielles forensisches und akkreditiertes Labor bearbeiten wir immer wieder mal Fälle für die Polizei; von Einbruch bis Mord ist alles dabei. Als wir alle noch an der Universität beschäftigt waren, haben wir uns auch mit der Lehre für die Polizei beschäftigt und entsprechend Unterricht gegeben. Das hat sehr viel Spaß gemacht und war immer eine nette Abwechslung vom Laboralltag. Auch die vielen Vorlesungen und Seminare für Studenten der Medizin, Biologie und Jura haben wir gerne gegeben. Das ist definitiv etwas, was wir jetzt als privates Labor vermisst haben.

Umso mehr freut es uns, dass wir immer häufiger zu Vorträgen eingeladen werden und zusätzlich unsere Laborleitung dieses Semester in der Fachhochschule in Berlin (HWR) eingesprungen ist, um Veranstaltungen für Schutzpolizisten in Ausbildung abzuhalten. Gerade ist eine ganze Lehrwoche in Berlin vorbei (weshalb wir auch nicht immer alle wie sonst gewohnt leicht zu erreichen waren). Regelmäßige Lehre ist super, weil der Status des Privatdozenten ja die Lehrtätigkeit beinhaltet und man dadurch zum einen die wissenschaftliche Qualifikation und zum anderen auch die Lehrbefähigung nachgewiesen hat. Dafür muss man einiges tun und diesen Status auch bewahren. Und wenn man dann auch noch seine Lehre mit unglaublich motivierten Studenten (und Studentinnen) ableisten darf, freut sich das „Privatdozentenherz“. Soviel nette und wissbegierige Studenten auf einmal, ein Traum, der so viel Spaß gemacht hat, dass wir das unbedingt einmal loswerden wollen….

das begeisterte ForGen-Team

 

Was hat Insektensterben mit Rechtsmedizin zu tun?

In der letzten Zeit wird ja viel über Insektensterben berichtet. Inwiefern das welche Tiere betrifft und entsprechend weitere Konsequenzen für die Umwelt mit sich bringt, können und wollen wir nicht beantworten.

Fakt ist aber, dass manch einer auf die Idee kam, dass das Insektensterben die rechtsmedizinische Analytik beeinträchtigen würde. In der Rechtsmedizin gibt es den Zweig der forensischen Entomologie, der sich mit Insekten beschäftigt, die sich an, in und um eine Leiche herum ansiedeln. Ein Rechtsmediziner weiß, welche Fliegenart als erste vom Leichengeruch angelockt wird und sich gemütlich in zugänglichen Körperöffnungen oder offenen Wunden niederlässt, um ihre Eier abzulegen, wie lange diese zur Entwicklung benötigen. Wann die ersten Maden auf der Leiche herum oder aber von dieser wegkrabbeln, um sich zu verpuppen, wann, welche Käfer auftauchen, wer was am liebsten futtern mag und und und. Mit diesem Faktenwissen und entsprechenden Zeitreihen der Insektenentwicklung können Rechtsmediziner wichtige Rückschlüsse auf die Leichenliegezeit treffen.

Fehlen jetzt bestimmte Insekten, führt das zu Fehlbeurteilungen? Weiß der Rechtsmediziner auf einmal nicht mehr weiter, weil die „Eingangsfliege“ nicht mehr da ist? Das wurde der Rechtsmediziner Thorsten Schwark gefragt, zu hören in einem Beitrag von RTL Luxembourg. Wer mag: Reinhören und das große Krabbeln spüren.

das ForGen-Team

PS: Keine Angst, unser Doktor spricht Deutsch!!!