Ciao Imma!

Heute haben wir eine kleine Italienerin für Euch: Imma lebte fünf Jahre lang in verschiedenen Tierheimen in der Nähe von Rom, bis sie im Sommer 2020 in ihrer neuen Familie landete. War sie anfangs noch sehr ängstlich und schreckhaft, ist sie nun voller Lebensfreude und Tatendrang.

Sie spielt liebend gerne, tollt herum und verträgt sich wunderbar mit anderen Hunden.

Normalerweise ist sie auch sehr gut erzogen und kommt mehr oder weniger schnell zurück, sobald man sie ruft. (Prinzipiell kommt sie immer freudig zurück, nur ist der Rückweg gerne mal dreimal so lang, weil sie dringend der ein oder anderen Spur noch nachgehen muss, bevor sie sich langsam weiter Richtung Herrchen und Frauchen bewegt….).

Auch liebt sie andere Tiere, insbesondere Vögel und Eichhörnchen und verschwindet ratzfatz ins Gebüsch, um sie zu jagen – wohlwissend, dass sie das eigentlich nicht sollte.

Dafür hat sie ihre Menschen schon sehr gut erzogen und beinahe darin perfektioniert, potenziell weitere, jagdbare Tiere, wie Rehe, Hasen oder Fasane vor ihr zu sehen, um so zu vermeiden, dass sie denen hinterher rast. Was kann die arme Imma dafür, wenn die Zweibeiner nicht ausreichend aufpassen oder mal wieder zu langsam sind?

Wohl aufgrund ihrer Vergangenheit ist Imma ständig hungrig und stets auf der Suche nach möglicherweise essbaren Dingen, was sich allerdings nicht auf ihre zarte Figur auswirkt, da sie den Bewegungsbedarf eines Hummel-Duracell-Häschen-Mischlings hat.

Ansonsten ist sie ein menschenbezogener, liebenswürdiger und wunderbar verschmuster Hund, der überall mit hingenommen werden aber auch einmal allein gelassen werden kann. Kurz: der absolute Traumhund für unsere Familie. Und damit verabschieden wir uns mal wieder sehr gerührt und mit den besten Wünschen für viele weitere, schöne Jahre mit diesem Energiebündel.

Euer ForGen-Team

ForGen auf Fortbildung

Als Wissenschaftler lernt man nie aus und ist ständig bemüht, sich weiterzubilden und immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Selbstverständlich schreibt uns auch die Akkreditierung vor, dass wir  dies tun und auch nachweisen.

Und endlich fand wieder ein „echter“ Kongress statt, wo wir über drei Tage neue, spannende, skurrile Dinge hören und besprechen konnten bzw. noch können. Der 17. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Abstammungsbegutachtung in Halle ist bisher sehr spannend und lehrreich und wir freuen uns sehr, dass wir nicht zu zuhören, sondern auch aktiv mit einem eigenen Vortrag teilnehmen können. Und besonders begeistert sind wir darüber, dass wir diesmal den allerersten Vortrag gleich nach den Grußworten des Dekans präsentieren durften.

Am Samstag geht es weiter mit Vorträgen zur Opferidentifizierung nach der Hochwasserkatastrophe 2021, Aufklärung von Zwangsadoptionen in der DDR und Methodenoptimierungen und -entwicklungen.

Wir freuen uns und werden zusehen, die Begeisterung und natürlich jedes neue Wissen in unsere weitere Arbeit einfließen lassen zu können.

Euer begeistertes, aber jetzt etwas erschöpftes ForGen-Team

 

Wenn der Dackel einen Freund braucht: Hallo Ava!

Und auch heute haben wir wieder einen wunderbaren Hund für Euch:

Der Dackel unserer Familie sollte tierische Gesellschaft bekommen; ein Zweithund musste her. Aus dem Tierheim sollte er kommen und eigentlich gab es schon einen ganz bestimmten Kandidaten, der noch einmal genau angeguckt und möglichst schnell mitgenommen werden sollte. So war die Idee, aber man hatte nicht mit Ava gerechnet. Diese hübsche Junghündin mit den markanten Ohren schaffte es nämlich äußerst geschickt unter all den vielen, erwartungsvollen Hunden aufzufallen und so richtig positiv hervorzustechen. Sie war schlicht die einzige, die sich nicht aufgeregt oder nervös bellend den menschlichen Besuchern vorstellte. Nein, sie begrüßte ihre offensichtlich von ihr auserkorenen Menschen hochgradig begeistert, stürmisch und mit der auffälligen Rute wild wedelnd.

Das war es. Liebe auf den ersten Blick. Der andere Hund? Welcher andere? Gibt es hier noch mehr? Eine Woche später zog Ava dann schon in ihr Für-immer-zuhause.

Dort geht es Ihr nun bestens; sie hat sich perfekt eingelebt, liebt „Ihre“ Kinder in der Familie, ist unsagbar verfressen und wenn sie spielt, spielt sie mit allem, was ihr Körper hergibt. Möglicherweise kommt da der Labrador in ihr heraus, den wir gefunden haben, den aber niemand wirklich vermutet hatte. Tatsächlich war vor der Analyse aufgrund ihrer Rute und des Fells eine nordische Rasse in der engeren Wahl und auch der belgische Schäferhund kam nicht so überraschend. Hier passt sowohl einiges am Äußeren als auch im Verhalten.  Ihre extrem ausgeprägte Wachsamkeit und der leichte Hang zur Dominanz und Hyperaktivität waren dabei ein wenig verräterisch… Da braucht Madame noch ein wenig Training und geduldige Erziehung.

Auf jeden Fall ist klar, dass Ava ihre Familie auf Trab hält, sie zu langen und noch längeren Spaziergängen „überredet“ und mit allen Mitgliedern, egal ob zwei- oder vierbeinig stundenlang im Garten herumtobt.

Da wird keine Langeweile aufkommen und wir bedanken uns einmal wieder für diesen schönen Auftrag und dass wir ein bisschen an Avas Geschichte teilhaben durften.

Euer ForGen-Team

ForGen trifft Alrik!

Heute haben wir -wie immer – einen absolut bezaubernden Hund für Euch, aber diesmal keine mehr oder weniger schwierige Mischlingsanalyse zum mitraten.

Vor einiger Zeit durften wir den hübschen Husky Alrik untersuchen, der im besten Teenager-Alter von 7 Monaten satte 25 kg auf mehr als beeindruckenden 68 cm Höhe verteilte. Damit fiel er glasklar durch jegliche Durchschnittsangaben für einen Husky.

Zuerst war uns nahezu klar, dass der junge Herr einen „Schuss Bär“ in sich haben musste, was auch perfekt zu seinem Lifestyle gepasst hätte. Getreu dem bärigen Motto „probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und als perfektes „Pubertier“ auf vier Beinen hat Alrik nämlich einen äußerst gesunden Schlaf und mag es so gar nicht, vor 9:30 Uhr zum Gassi-gehen geweckt zu werden. Und wenn er dann mal raus muss, hat er für diese Zwecke die Sinnhaftigkeit des fahrbaren Untersatzes entdeckt und liebt es, stundenlang im Trecker mitzufahren.

Hin und wieder allerdings kann er sich auch bewegen und widmet sich dann ausgiebig dem Jagen der Hauseigenen Hühner oder aber er versucht sich als Hütehund und versucht, die Kühe und Pferde von Bekannten zu dirigieren.

Ansonsten ist er ein absolut liebenswerter, fröhlicher und freundlicher Hund; verträgt sich mit allen anderen -egal ob Mensch oder Tier- und ist nur auf den Kater des Hauses, Jackson, sehr eifersüchtig, wenn dieser mit seinen Menschen zu sehr kuschelt.

Und was hat nun die Analyse erbracht? Alrik zeigt in seinem genetischen Merkmalsmuster mehr als 85 % Ähnlichkeit zu den Huskies in unserer Datenbank und gilt damit offiziell als reinrassig, was er auch sein sollte. Dennoch gibt es noch Ähnlichkeiten zum Alaskan Malamute und dem Laika. Hier wird es dann etwas schwierig, weil diese Rassen sowieso hohe Ähnlichkeiten haben. Dennoch kann natürlich vor kürzerer Zeit ein Malamute eingekreuzt worden sein, um einige Eigenschaften zu optimieren. ODER aber unsere Familie muss sich einmal Gedanken machen, was Alrik so zu fressen bekommt, sollte dies schleunigst patentieren lassen und für Mensch und Tier damit in Serie gehen. Könnte eine Marktlücke füllen….

Aber egal, wir sind sehr gespannt, wo der junge Herr noch hinwächst und wünschen ihm und seiner Familie weiterhin viel Spaß und Freude.

Euer ForGen-Team

 

ForGen und Zola!

Und auch heute haben wir wieder so einen leicht zwiegespaltenen, aber irre tollen Charakterhund für Euch.

Zola war etwa 6 Monate alt, als sie mit Mutter und Schwester auf der Straße eingesammelt wurde. Bei Ihrer ersten Anlaufstelle lief es nicht so gut und so kam sie dann in „unsere“ bunte Familie.

Dort traf sie als absoluter Angsthund ein, der aber in kürzester Zeit eine unglaubliche Wandlung durchmachte.

Ratzfatz hat sie sich eingelebt und liebt ihre Zwei- und Vierbeiner über alles. Diese beschützt sie dann auch entsprechend und ist neuen Bekanntschaften gegenüber meist erst einmal sehr kritisch. Unbekannte Menschen? Geht gar nicht und es braucht eine gewisse, geduldige Überzeugung, um Zola klarzumachen, dass nicht jeder ein Feind ist, nur weil sie ihn nicht kennt.

Dazu kommt ein exorbitant gut ausgeprägter Sturkopf, der sich u.a. darin zeigt, dass jedes, längst erlerntes (und ihr entsprechend sehr wohl bekanntes) Kommando prinzipiell erst einmal hinterfragt werden muss. Dabei ist es ihr dann auch recht egal, ob sie gut rüberkommt oder aber es Stress gibt; sie muss nicht gefallen – wenn sie nicht will.

Außerdem ist sie sowieso meist viel zu sehr damit beschäftigt, ihre Umwelt zu checken und zu prüfen, ob alles ok ist und ja keine – wo auch immer versteckte- Gefahr für Ihr Rudel droht.

Dennoch ist klar, dass Zola ein wirklich schlaues Kerlchen ist. Sie lernt tatsächlich sehr gut und superschnell Tricks und Kommandos (wenn sie will, diese für gut befindet etc….) und sie tobt und spielt gerne mit ihren felligen Freunden. Da ist sie auch überhaupt nicht wählerisch und verteilt ihre Zuneigung über jede Artgrenze hinweg, egal ob Hundekumpel, Huftier oder gar Katze. Wenn Zola liebt, dann liebt sie – natürlich auch ihre Menschen.

Denen wünschen wir weiterhin so viel Freude und Erfolg mit diesem www (wahnsinnig-wuscheligen-Wundertütenhund), der sicherlich noch einiges an Entwicklung vor sich hat.

Vielen Dank für diesen weiteren tollen Auftrag,

Euer ForGen-Team

Dobby, der Wirbelwind!

Unsere Hundeanalysen sind immer wieder anders, lustig und absolut jedes Mal interessant und spannend. So auch diesmal. Die genetischen Rohdaten sehen gut aus. D.h. sie dürfen so in den Computer zur Assoziationsanalyse. Das Programm gleicht nun die genetischen Merkmale mit allen Rassen in unserer Datenbank ab und spuckt diese dann nacheinander aus.

Am meisten Ähnlichkeit zum Parson Russel Terrier, also wohl kein langweiliger Hund. Dann kommt der Foxterrier, sicherlich kein langweiliger Hund. Als nächstes mit fast genauso viel Prozentpunkten folgt der Airedale Terrier und dann kommt noch ein Klecks Border Terrier. Das wäre es dann wohl mit jeglicher Langeweile und wir gucken uns das Kerlchen mal an und sehen in zwei dunkle, sooo unschuldig guckende Augen. Hallo Dobby!

Nachforschungen bei seiner Familie präsentieren uns einen, trotz seiner Straßenhundevergangenheit,  lebensfrohen Hund mit unbändigem Temperament. Wie sagt man so schön? Dobby ist nicht tot zu kriegen. Er ist ein Leistungssportler auf vier Beinen und hat sich hier insbesondere dem Hochsprung und dem Klettern gewidmet. Kein Hindernis ist zu hoch, um bezwungen zu werden. Absolut unerschrocken und rotzfrech, dabei clever wie nix Gutes, sportelt er durch sein Leben. Trotz der Masse an Terriergenen liebt er die Frettchen in seiner Familie heiß und innig und zeigt so gar keinen Jagdtrieb. Aber warum auch? Gibt ja genug andere Dinge, um sich fit, beweglich und beschäftigt zu halten….

Tja, liebe Familie, weiterhin so viel Spaß und Unterhaltung mit diesem Vollpaket an Temperament und Charme. Wir sind uns sicher, dass Dobby noch für viele, viele wunderbare, lustige und schöne Momente sorgen wird.

Euer ForGen-Team

Moin Alan!

Dass uns die Mischlingsanalysen bei ForGen super viel Spaß machen, haben wir nun schon oft genug erwähnt und selbstverständlich ist es das Größte, wenn man vor den genetischen Rohdaten sitzt, diese für gut befundet sich dann ansieht, was nun der Computer damit macht, dann die genannten Rassen bei Google eingibt, sie ansieht und nach bestimmten Mischlingen sucht, und einige Bilder von Hunden aufpoppen, die genauso aussehen, wie unser gerade frisch typisierter.

Immer mal wieder aber kommt das optisch so gar nicht hin oder trifft sich überhaupt nicht mit den Vorstellungen der Besitzer. Aber das ist nun mal Statistik und wenn statistisch gesehen 99 % aller Leute unversehrt und trocken über eine schmale Brücke balancieren können, wundert es keinen, wenn ich als 100. mit Pauken und Trompeten ins kalte Nass stürze….

Heute haben wir Alan „mitgebracht“, wo zumindest der nicht so hundeversierte Teil der Mitarbeiter bei ForGen ganz sicher war, dass ein normaler Pudel in ihm steckt.

Kommt Alan doch aus Griechenland, genauer gesagt aus Athen, wo er als Straßenhund aufgesammelt wurde. Und obwohl man sich leicht vorstellen kann, dass diese Tiere es sicher nicht leicht und oft schon viel Unschönes erlebt haben, ist Alan einfach ein rundum toller Hund.

Seine (Menschen)Familie sah ihn und hat sich sofort, Hals über Kopf in dieses wuschelige Hundeetwas verliebt. Und man weiß ja, spontane Herzensentscheidungen bzw. -gefühle sind oft die Besten und man sollte sie nicht ignorieren, sondern sich tunlichst an ihnen orientieren.

Alan kam also nach Deutschland in sein für-immer-Zuhause und entpuppte sich dort nahezu sofort als unfassbar lieber und zu allen freundlicher Hund. Eines seiner Lieblingshobbies besteht im ausgiebigen Schlafen, das er sehr intensiv und langwierig zelebrieren kann. Wenn er aber wach ist, kann er auch ganz anders und stellt seine entzückenden Ohren gerne einmal auf totalen Durchzug, um sich dem ausdauernden Buddeln im Feld zu widmen. Wer also Dutzende von Pflanzlöchern benötigt oder aber vielleicht gerade eine 45 Jahre alte Eiche umpflanzen möchte: Alan macht das schon, einfach loslassen und abwarten….

Das einzige, wo er seine gute Laute und die Freundlichkeit verliert, ist, wenn es um sein Futter geht. Er mag es überhaupt nicht, sein Fressen möglicherweise teilen zu müssen und war hier sehr unentspannt. Daher musste er anfangs allein und ohne möglicherweise konkurrierende Mitfamilienhunde gefüttert werden. Aber hey, mal unter uns: Wenn wir wo auch immer etwas unfassbar Leckeres essen und sich dann ein unvorsichtiger Mitmensch in unsere Nähe wagt und gar auf die Idee kommt, einmal probieren zu wollen (ha ha, probieren), dann würden wir am liebsten auch gerne mal einfach Knurren und oder in dessen Richtung schnappen. Einzig unsere „humane Abstammung“ und die Tatsache, dass heute aber auch wirklich alles auf YouTube landen kann, hält uns von solchen Aktionen ab. Also, Alan, du knuffiger Wuschel, alles ok. Bereichere weiterhin deine Familie und halte sie noch lange auf Trab.

Euer ForGen Team

ForGen trifft …Aika!

Heute müssen wir Euch unbedingt einen Hund vorstellen, der typisierungstechnisch noch nicht ganz trocken ist, da wir ihn heute erst fertig analysiert haben. Wir freuen uns aber so über das Ergebnis und haben gerade so viel unfassbar langweilige, andere Dinge zu tun, dass wir unbedingt eine kleine, positive Abwechslung brauchten.

Hier ist sie also, brauner Pelz auf 68 cm und fast 30 kg.

Aika landete als kleiner Welpe in einem Müllcontainer und würde glücklicherweise von Tierfreunden gefunden, so dass sie in einer Tierschutzorganisation landete. Parallel dazu erfuhr „unsere“ Familie durch Zufall von einer Kollegin mit einem Hund aus dem Tierschutz. Ob das auch etwas für sie wäre? Lange Jahre lang hatte sie ihren Yorkshire Terrier und als dieser dann mit 12 leider verstarb, war man sich sicher, dass der nächste Hund aus dem Tierschutz kommen solle. Nach kurzer Kontaktaufnahme landeten dann zu Ostern 2020 einige Fotos bei unserer Familie, auf denen u.a. ein kleiner, schwarzer entzückender Welpe zu sehen war. Aika! Der Hund musste es sein!

Prinzipiell völlig verständlich, doch wir bei ForGen wunderten uns dann schon ein bisschen über die Gratwandlung vom Yorkshire Terrier zu einem Mischling, der sicherlich die Maße des Vorhundes um einiges übertreffen würde. Andererseits ist das Ganze ja simple Mathematik. Ein Yorkshire Terrier brachte mit seinen 3 kg Lebendgewicht jahrelang Spaß und Freude in die Familie. Je größer der Hund, desto mehr Spaß und Unterhaltung und und und. Klingt logisch. Heißt also für Aika, dass unsere Familie jetzt einen 10 x so tollen Hund hat….mindestens. Mathe lügt nicht.

Im Juli zog die (noch) Kleine dann ein. Sofort zutraulich und gar nicht schreckhaft und dann der totale Angeberhund in der Hundeschule. Aika konnte einfach nahezu alles in Rekordzeit und dabei hat sie nicht einmal mit den anderen Streit angefangen, sondern sich vornehm zurückgehalten, wenn in der Klasse rumgezankt wurde.

Zuhause allerdings pflegt sie ihren hübschen Sturkopf und braucht definitiv eine konsequente Erziehung. Gerne nämlich versucht Aika, ihre Menschen zu erziehen und wenn es sein muss, rührt sie auch mal ein paar Tage ihr Futter nicht an, um klarzumachen, was sie will. Langweilig wird es diesbezüglich so gar nicht mit ihr…

Der große Kuschelmeister ist sie nicht; wenn es sie überkommt, legt sie sich zu ihren Zweibeinern, bis es zu warm wird oder sie warum auch immer genug hat. Wichtig ist, dass sie das bestimmt.

Bei Spaziergängen ist Aika sehr wachsam und bringt ihre fast 30 kg gut zur Geltung, gerne auch ausgiebig bellend.

Zusammengefasst liebt sie ihre beiden großen und die beiden kleinen Menschen sehr und die sie, was natürlich auch kein Wunder ist…

Finden zumindest wir und dazu ist sie auch genetisch eine spannende und herausfordernde Mischung, die den perfekten Platz gefunden hat.

Vielen Dank an die Familie für diesen schönen Auftrag (der ein bisschen wackelte…) und alles Gute für die Zukunft.

Euer ForGen-Team

Wenn der Kopf denkt, aber das Herz lenkt…..hey, Cosmo!

Unser heutiger , „kleiner“ Star kam im letzten Jahr aus Rumänien nach Deutschland in eine Pflegestelle, wo er auf sein neues Zuhause vorbereitet wurde. Im Januar war es, als unsere menschliche Protagonistin mal wieder in die Pflegestelle kam „nur zum Gucken“.

Viele von uns kennen das und wissen, dass „nur zum Gucken“ meist nicht lange hält, da kommen doch gerne diese komischen Gefühle dazwischen. Auch hier war es schlagartig so weit und die Liebe fiel mal wieder dahin, wo sie eigentlich nicht hinsoll. Der (damals noch) Kleine war nämlich schon reserviert und nur wenige Tage später zog er in seine neue, offizielle Familie. Außerdem, mal ehrlich und mit Logik betrachtet, war es auch besser so, weil die eigene Hündin unserer „nur-mal-Guckerin“ krank war. Da muss man sich ja nicht einen Jungspund aufhalsen.

Tja, aber was passierte? Cosmo kam zurück in die Pflegestelle, weil seine angedachte Familie mit ihm nicht zurechtkam. Ehrlich gesagt, war sie mehr als überfordert mit ihm. Und da war es das Herz und es kämpfte ordentlich gegen den Kopf, der da sagte, dass schon ein einfacher Hund möglicherweise nicht die beste Idee ist, aber einer, der zurückgegeben wird? Natürlich gewann hier das Herz und Cosmo kam in seine neue Familie.

Tatsächlich war das nicht einfach und er brauchte eine Weile, bis er dort wirklich ankam und natürlich hat er seine Teenagerzeit dazu genutzt, ordentlich seine Grenzen auszutesten.

Er hat einen großen Sturkopf mit einem recht eigenwilligen Charakter und ist wahnsinnig neugierig. Dabei möchte er gefordert werden und liebt Dummytraining und Nasenarbeit, wo er seine sehr gute Spürnase so richtig einsetzen kann.

Mittlerweile ist es eine ganze Weile her, dass wir den „Kleinen“ typisiert haben und wir sind gespannt, wie es ihm jetzt geht und wo er noch so „hingewachsen“ ist, ob er weiterhin so freundlich zu allen Zwei- und Vierbeinern ist (wovon wir ausgehen) und was das pelzige Rudel so treibt. Schließlich ist er ja nicht der Einzige aus dieser Familie, den wir untersuchen durften und dafür bedanken wir uns ganz besonders. Selbstverständlich freuen wir uns über jeden einzelnen Auftrag, aber noch viel mehr über Folgeaufträge und Empfehlungen. Das bestätigt uns in unserer Arbeit und dafür bedanken wir uns bei der „Cosmo-Familie“ und freuen uns mit über dieses gelungene Hundegrüppchen.

Euer ForGen-Team

Girls day bei ForGen

Diese Woche war Girls day und wir haben uns bei ForGen entschieden, einer Schülerin aus Hamburg Einblicke in das Leben eines Forensischen Genetikers zu geben.

Also haben ihr unsere beiden Studentinnen, Milena (links) und Kristina (rechts) einen Tag lang gezeigt, wie Telefondienst funktioniert, Aufträge angenommen, Proben bearbeitet und Analysen durchgeführt werden.

Auch konnte sie ihren eigenen genetischen Fingerabdruck auswerten und berechnen, wie häufig ihr Merkmalsmuster ist und überprüfen, ob sie mit einem von uns verwandt ist…(Überraschung: nein).

Dann hat sie noch ein paar Abstammungsgutachten ausgewertet und sich angesehen, was unsere Studentinnen für Forschungsprojekte im Rahmen ihrer Bachelorarbeit durchführen.

Dabei hat sie viel Neugierde und Begeisterung bewiesen und genau das braucht man in diesem Job!

Allerdings, eines müssen wir hier bemerken: ForGen braucht so langsam einen Boys day. In den letzten 5 Jahren hatten wir durchgängig und fast immer zwei Praktikanten und nur  zwei von diesen waren männlich!

Also brauchen wir für die Gleichberechtigung dringend ein paar Jungs!

Unserer Schülerin aber wünschen wir alles Gute für die Zukunft und dass sie sich weiterhin dieses große Interesse, das sie bei uns gezeigt hat, bewahrt!

 

Probier´s mal mit…Balu!

Heute haben wir einmal einen Bremer für Euch. Ursprünglich kam Balu aus Griechenland und wurde als Hellenikos Polmenikos Mischling vermittelt. Er war ein knappes Jahr alt, als er in seine Für-immer-Familie kam. Dass in ihm ein Herdenschutzhund schlummerte, war schnell klar und Balu machte schnell klar, wer hier den größten Dickkopf hat! Er ist unfassbar wachsam, hat alles im Blick und ihm entgeht wirklich gar nichts. Dabei ist er sehr eigensinnig und wäre er ein Kind, würden die Erzieher den Eltern sagen, er sei halt sehr individuell und selbständig….

Es gibt nur wenige Dinge, die Balu einfach so mitmacht. Sein größtes Hobby ist es definitiv, nahezu alles zu hinterfragen und sich zu überlegen, ob das denn nun tatsächlich Not tut, was man von ihm möchte. Eine kleine Schwäche allerdings hat unser Sturkopf: Dem Gassigehen kann er einfach nicht widerstehen! Und auch die 14 jährige Malinois-Mix-Hündin liebt er heiß und innig und tobt mit ihr so dermaßen durch die Gegend, dass niemand auf das Alter seiner Freundin tippen würde.

Wenn er allerdings seine Ruhe haben will, will er seine Ruhe haben und da kann auch schon mal geknurrt und der ein oder andere Zahn gezeigt werden.

Abgemildert aber wird das absolut durch den endlosen Charme, den Balu entwickelt hat. Dabei ist er auch noch sehr schlau und weiß genau, wie er seine Menschen um die Pfote wickeln kann.

Vielleicht liegt das ja an dem ausgeprägten Mix, den wir gefunden haben. Der griechische Schäferhund konnte von uns bestätigt werden und steht ganz vorne. Dazu aber zeigt Balu Ähnlichkeit zum Labrador (was viele Mischlinge haben) und zum Berger Blanc Suisse, sowie dem Springer Spaniel. Letzteren hatten wir bisher entweder noch gar nicht oder aber extrem selten. Möglicherweise erklärt das aber, dass Balu sich wachstumstechnisch etwas zurückgehalten hat, weshalb seine Familie sich u.a. ja für diesen Mischlingstest entschieden hat.

So oder so, langweilig wird es mit dem (kleinen) Fast-Bären sicher nicht und wir bedanken uns einmal wieder für eine spannende Analyse und wünschen Menschen und Hunden weiterhin so viel Freude!

Euer ForGen-Team

ForGen freut sich!

Endlich! Nach zwei Jahren Zwangspause findet wieder normaler Studentenunterricht statt und heute ging es los in Berlin mit den Polizeischülern und -schülerinnen an der dortigen Fachhochschule für Wirtschaft und Recht. Die Studierenden lernen alles über Rechtsmedizin; von der Feststellung des Todes (sichere Todeszeichen) über Unterscheidung von Fremd- und Selbstverletzungen, Fakten zu und Erkennen von stumpfer und scharfer Gewalt, Definition natürlicher Tod und nicht-natürlicher Tod, späte Leichenerscheinungen wie z.B. Mumifizierung, Spurenbearbeitung und Bestimmung von Körperflüssigkeiten und natürlich DNA-Analytik mit der forensischen Genetik. Lauter wunderbare und spannende Themen und natürlich immer präsentiert mit den diversen Fallbeispielen aus dem wahren (Rechtsmedizin) Leben.

Das macht unglaublich viel Spaß und wir freuen uns riesig, wieder dabei zu sein!

Das haben wir wirklich vermisst!

 

Ciao Malou!

Und wieder mal haben wir einen sanften Riesen, oder besser gesagt eine Riesin für Euch. Diesmal ist es Malou, die seit einiger Zeit in ihrer neuen Familie in Deutschland lebt. Ursprünglich ist sie eine echte Italienerin und verbrachte vor ihrer Adoption insgesamt 1,5 Jahre in zwei verschiedenen Tierheimen. Von Anfang an ging man davon aus, dass ein Herdenschutzhund in ihr schlummert und das hätte beinahe dazu geführt, dass sie eben nicht in ihr neues Zuhause gekommen wäre.

Die Liste der Eigenschaften und Besonderheiten von Herdenschutzhunden ist auf den ersten Blick nämlich nicht immer dazu gemacht, dass man sofort meint, einen solchen Hund haben zu wollen. Man muss schon viel Ahnung haben; das drumherum sollte stimmen und auf keinen Fall darf man einen Disney-Bilderbuchhund erwarten (oder haben wollen), der einen ständig anhimmelt und dessen größtes Glück ist, genau das zu machen, was man als Herrchen (oder Frauchen) möchte. Egal was und wie oft…

In diesem Fall aber, haben wir es mit einer Hunde-erfahrenen, offenen Familie zu tun, die sich ganz genau mit diesen Rassen beschäftigt hat und sich dann ganz bewusst für Malou entschied.

Diese ist definitiv mit vielen typischen Charaktereigenschaften versehen, hat diese aber eher in der light-version ausgeprägt. Sie ist absolut verschmust und sucht ständig die Nähe ihrer Menschen; außerdem liebt sie ihre vierbeinige Mitbewohnerin, die Mini-Aussi-Dame Pepper.

Zusätzlich schlummert möglicherweise noch ein kleiner Nasenbär in ihr; weiß sie doch, ihre hübsche Nase ständig einzusetzen und alles zu prüfen und zu beobachten.

Zusammengefasst ist Malou genau der richtige Zuwachs für diese Familie und eine absolute Ergänzung mit ihren vielen bunten Eigenschaften. Möglicherweise liegt Letzteres auch in ihren Genen und es schlagen zwei Hundeseelen in ihrer Brust? Immerhin muss sie den Pastore Maremmano Abruzzese mit Deutsch-Drahthaar und Setter „unterbringen“.

Aber egal, wir wünschen der nun kompletten Familie weiterhin alles Gute und viele schöne Momenten, Stunden, Tage und Jahre mit ihrem Rudel.

Euer ForGen-Team

ForGen begrüßt seine neue Bachelorstudentin

Und weiter geht es. Kaum ist die Arbeit zur Erstellung eines Assays zur Individualisierung von Pythons fertig und wir mussten unsere Lisa verabschieden, schon haben wir wieder eine Praktikantin.

Wir freuen uns sehr über Melina , eine Forensikstudentin aus Bonn, die bei uns mit Katzen arbeiteten wird. Ziel ist es, weitere Rassen in unsere Datenbank aufzunehmen, um zu prüfen, welche wir bestmöglich mittels STR- und Assoziationsanalysen auseinanderhalten können. Sie wird also Proben verschiedener Rassen sammeln und mit unseren wunderbaren STR-Assay nach John Butler analysieren. Dazu muss sie natürlich, wie all unsere Studenten, am normalen Laborgeschehen teilnehmen und uns in allen anfallenden Arbeiten unterstützen.

Wir freuen uns und werden in einigen Monaten berichten, was sie herausgefunden hat.

ISO17025 Akkreditierung: ForGen hat es mal wieder geschafft.

Auf dem Foto sind zwei erfahrene, langjährige forensische Wissenschaftler zu sehen, denen tiefste Erleichterung, größtes Glück, simple Freude und auch eine große Menge Stolz im -möglicherweise leicht gestressten Gesicht – geschrieben steht.

Acht Stunden voller Konzentration und Überprüfung aller Arbeits- und Verfahrensanweisungen, der Prozedere im Labor und dem Drumherum und natürlich auch die Kontrolle unserer Gutachten durch den DAkkS-Gutachter liegen hinter uns.

Und wir sind durch! Alles ist geschafft, ohne wirkliche problematische Anweichungen und wir sind für die nächsten Jahre weiter akkreditiert.

Dafür gebührt ein riesiger Dank unseren tollen Mitarbeitern und ganz oben heute natürlich unseren beiden Kolleginnen der Qualitätsmanagementabteilung. Ihr wart einfach super und wir können euch gar nicht genug danken!

Jetzt aber ist Feierabend angesagt und der wird entspannend und schön und mit einem (oder auch zwei) Glas Sekt veredelt.

Euer jetzt wirklich fix und fertiges

ForGen-Team

 

ForGen kann auch kleiner: Hallo Esta!

Da hangeln wir uns von einem Hundebrocken zum nächsten, manch einer aufgrund der Größe mehr Bär oder Pferd als Hund und dann kommt der Kollege mit dem nächsten Ergebnis und der Bemerkung „war das jetzt ein Test, oder was?“

Zarte 10 kg auf etwas über 40 cm Höhe verteilt hatte er zum Untersuchen und von den Fotos her waren wir wieder kurz davor, unseren Fledermausassay herauszukramen. Die Ohren, die Ohren!

Und natürlich gibt es hier auch wieder ein dolles Ding von einer Geschichte:

Esta war etwa 2,5 Jahre alt, als sie mitsamt ihrer beiden Welpen auf der Straße gefunden wurde. Ziemlich sicher hatte sie es bis dahin nicht sonderlich gut in ihrem Leben gehabt und so zeigte sich die Kleine als wahrer Angsthund.

Ein Jahr und zwei Pflegestellen später landete sie dann im letzten Frühjahr endlich bei ihrer Für-Immer-Familie. Bis dahin hat sie äußerst vehement und nicht immer sehr ladylike und freundlich alle anderen Adoptionsversuche erfolgreich boykottiert.

„Der Zauberstab sucht sich seinen Zauberer“, bzw. „Der Hund sucht sich seine Familie“! Das weiß doch jeder!

Und Esta hat einfach stur und unbeirrbar so lange gewartet, bis es für sie gepasst hat.

Dass dies eine grundrichtige und großartige Entscheidung von der kleinen Dame war, zeigte sich schnell, da sie sich seitdem von Tag zu Tag besser in ihrem neuen Zuhause einlebte. Männer fand sie anfangs überhaupt nicht toll und war sehr unsicher, mittlerweile aber liebt sie ihre beiden Menschen zutiefst (auch den mit dem Y-Chromosom) und genießt ausgiebe Streicheleinheiten (was bei ihrem unglaublich weichen Fell eine Freude für den Streichler ist). Auch stundenlanges gemeinsames Spielen ist große Klasse; mit den typischen Hundespielsachen allerdings kann sie nix anfangen.

Fremde mag sie noch immer nicht so gerne, aber lernt nach und nach (und Dank ihrer unermesslichen Neugierde), dass es sehr viele wunderbare und freundliche Leute gibt.

Ansonsten gibt sich Esta gerne sehr variabel: Spaziergänge sind einfach super (gerne natürlich auf ihren Lieblingsstrecken) und stundenlang in der Gegend herumschnüffeln ist überhaupt mit das Beste. Dazu gibt sie dann gerne die ein oder andere Tanz- bzw. Trabeinlage und es wird vermutet, dass sie tief im Inneren gerne ein Dressurpferd wäre.

Andere Hunde mag sie in der Regel sehr gerne und rast mit ihnen in der Gegend herum; nur allzu groß dürfen sie nicht sein. Schließlich hat sie gerne das Sagen und spielt begeistert Alphaweibchen…

Dazu gehört auch, dass sie ausgiebig daran arbeitet, ihren Menschen beizubringen, dass diese bei schlechtem Wetter (Regen!!!) durchaus allein rausgehen dürfen, solange sie weiter auf ihrem warmen Kissen sitzen und aus der Ferne zusehen kann. Überhaupt Wasser! Völlig überschätztes Zeugs. Im Napf mag das ja noch gehen, aber von oben gibt es ein deutliches „och nö“.

Um ein wenig zu gefallen, hat sie immerhin mal alle vier Pfoten heldenhaft knapp 5 cm tief in ein stehendes Gewässer getunkt. Das sollte reichen für die Mindest-Hunde-Hygiene.

Gerne können hier Wetten angenommen werden, ob Esta stur bleibt oder aber doch noch zum Wasserhund mutiert.

So oder so, uns ist es wieder klar. Hier die Menschen, die riesigen Spaß mit ihrem kleinen Energiebündel haben und da der Hund, der genau weiß, was er an seiner Familie hat und entsprechend sind beide Seiten glücklich. Das wird sicher noch für viele Jahre so weitergehen und wir wünschen euch alles Gute und viele tolle gemeinsame Momente.

Euer ForGen-Team

 

ForGen und der Glückspilz, ähm Hund: Hey Boon!

Unser heutiges Pelzknäuel kommt aus Rumänien und landete mit zarten, etwa 4 Monaten im September 2013 bei seiner Für-immer-Familie in Deutschland. Diese hat er seitdem nicht mehr verlassen und begleitet sie nahezu auf Schritt und Tritt.

Anfangs schien er ein kleiner Pechvogel und nahm nahezu alles mit, um einem Tierarzt zumindest den nächsten Kleinwagen zu finanzieren. Boon entwickelte verschiedene Allergien, dazu diverse Hautprobleme und dann musste er auch noch an der Hüfte operiert werden.

Er hatte aber riesiges Glück mit seiner engagierten Familie und verabschiedete nach und nach ein Leiden nach dem anderen und packte parallel dazu immer mal wieder ein Kilo auf seine Rippen und ein Zentimeterchen in die Höhe.

Jetzt als ausgewachsener Grandsenior hat er es auf stramme 35 kg auf ordentliche 60 cm gebracht.

Dazu ist er ein wunderbarer Gefährte für seine Familie, die er natürlich heiß und innig liebt und die er mit allergrößter Motivation und special effects bei der Gefahrenabwehr beschützt.

Er liebt es, SEIN Haus und SEINEN Hof zu bewachen und wenn er das mal nicht tut, dann tankt er neue Kraft bei Hobby Nummer zwei: Schlafen oder aber er entspannt bei ausgiebigen Spaziergängen mit SEINEN Menschen.

Trotz des „Erstverdachtes“ seiner Familie konnten wir allerdings keinen Herdenschutzhund in Boon entdecken. Stattdessen zeigt er große, genetische Ähnlichkeit zum Berner Sennenhund und Border Collie und ein kleines bisschen auch zum Schäferhund und Labrador.

Wir glauben einfach, dass Boon ganz genau weiß, in was für einer tollen Familie er gelandet ist. Und da ist ja ganz klar, dass Hund alles tut, um diese zu beschützen und nie wieder zu verlieren. Das hätte er auch als Malteser gemacht, wetten?

Alles Gute, Großer, bleib gesund und Deiner Familie noch lange erhalten!

Euer ForGen-Team

Schon wieder fast ein Bär: Hallo Fjell!

Wir bei ForGen mögen ja all „unsere“ Hunde, aber offensichtlich haben wir ein Faible für „Beinahe-Mischwesen“. Bei manchem würden wir wetten, es steckt Fledermaus mit drin und bei unseren Großen sind wir im Geheimen froh, für den Notfall auch noch Bären typisieren zu können.

Fjell wurde im Alter von etwa 8 Monaten zusammen mit seinem Bruder (glaubt man zumindest, wir bei ForGen glauben aber ja nur, das, was wir typisiert haben…) in Spanien gefunden. Schlappe 20 kg verteilten sich auf einen Hund mit 65 cm Schulterhöhe. Da musste erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes Aufbauarbeit geleistet werden und Fjell wurde nach und nach aufgepäppelt.

Mittlerweile hat er es auf stramme 45 kg bei einer Höhe von 75 cm gebracht und fällt damit schon eher in die Kategorie „kleines Pony“. Manchmal scheint er das selber zu wissen, zeigt vegetarische Tendenzen und grast genüsslich und ausgiebig und sehr Pferdemäßig auf der Wiese.

Bei solch einem stattlichen Hund war es dann äußerst praktisch und wunderbar, dass Fjell sich sofort perfekt in seiner neuen Familie eingelebt hat. Er war von Anfang an sehr herzlich und mochte von Anfang an auch die Katzen, obwohl diese jetzt nicht wirklich sehr angetan von ihm waren und gut auf ihn hätten verzichten können. Aber auch die beiden doch recht zickigen und halt sehr katzigen Katzen hat er nach und nach überredet und mittlerweile ist er fast immer absolut akzeptiert von ihnen.

Nachdem er aus der Pubertät heraus ist, hat Fjell ein wenig mehr Charakter entwickelt und findet nicht mehr alles sofort super, schon gar nicht, wenn es fremd ist. Fremde Menschen werden gerne ignoriert und fremde Rüden sind einfach total unnötig. Bei Kindern allerdings kann er sich sehr gut benehmen und lässt hier gerne den Gentleman-Hund raushängen, während fremde Katzen auch mal verjagt und geärgert werden dürfen.

Heute ist Fjell ein glücklicher, etwas tollpatschiger Hund, der viel von seiner Familie gelernt hat und die ihn mit viel Geduld und dem richtigen Gespür für seine Bedürfnisse genau die Sicherheit gibt, die dieser Hund braucht. Nicht jeder kann mit solch einem anatolischem Hirtenhund umgehen und wieder einmal haben sich hier Topf und Deckel perfekt gefunden.

Wir wünschen diesem tollen, lebendigen Rudel alles Gute und weiterhin so viel Spaß miteinander.

Euer ForGen-Team

ForGen ist endlich wieder bei Gericht!

Was war die Coronazeit lang und wie viele Termine und Anlässe wurden abgesagt.

Heute aber fand der erste Gerichtstermin für uns nach Corona-Lockdown statt. Früh morgens mussten wir los, um pünktlich und hochmotiviert einzutreffen.

Als forensischer Genetiker wird man immer mal wieder zu Gericht als Sachverständiger geladen, wenn man z.B. ein Gutachten für das Gericht erstellt hat und dieses nun erklären soll oder, wenn man ein Aktengutachten für die Verteidigung angefertigt hat, in dem es darum geht, ob die Gutachten der anderen ordentlich durchgeführt wurden.

Und kaum bei uns als neue Praktikantin angekommen, konnte Kristina (die Arme musste um 4:00 Uhr los) miterleben, wie DNA-Befunde erstellt und in Gutachtenform präsentiert und dann interpretiert werden. Sind die Analysen richtig durchgeführt worden? Waren die biostatistischen Berechnungen indiziert und wenn ja, wurden die korrekten Hypothesen formuliert? Ist die DNA-Spur sicher einer bestimmten Person zuzuordnen oder käme vielleicht auch ein Verwandter in Betracht? Von wie vielen Personen wurde die Spur überhaupt verursacht und um welche Art von DNA-Spuren handelte es sich? Und – und das wird immer wichtiger mit zunehmender Verbesserung in der DNA-Analytik und der Nachweisbarkeit- war die DNA-Spur überhaupt tatrelevant oder aber hätte sie auch anderweitig dort hinkommen können, wo sie gefunden wurde? Fand möglicherweise eine Verschleppung in Form eines (primären, sekundären oder tertiären) DNA-Transfers statt?

Fragen über Fragen und ein guter Einstand für unsere neue Studentin.

Jetzt aber haben wir uns das Wochenende so richtig verdient.

Alles Gute, Euer ForGen-Team

 

ForGen trifft…

…eine Hummel?  Nicht ganz…

…ein Känguru? Sehr gut möglich…

…einen unglaublich süßen Wirbelwind auf vier Beinen? Ganz genau! Hallo Lyra!

Und wieder reiht sich etwas knutschig-niedliches nahtlos in die Reihen „unserer“ einmaligen ForGen-Hunde ein. Heute haben wir „Madame active“ für Euch. Lyra ist seit dem letzten Jahr in ihrer neuen Familie und hat sich von um die 30 cm Höhe auf fast 50 cm hochgearbeitet und ihre zarten 7,5 kg bei Ankunft mittlerweile mehr als verdoppelt. Den Spaß, die Bewegung, Freude und diese innige Liebe zu einem Haustier hat sie dabei um ein nicht zu bezifferndes Vielfaches bei ihren neuen Menschen erhöht! Wäre Lyra ein Aktienpaket, gäbe es jetzt also eine Millionärsfamilie mehr….

Lyra mischt auf und hält ihr Umfeld auf Trab. Mit ihrem hochgradig ausgeprägten Jagdtrieb scheucht sie alles auf, was den Fehler macht, vor ihr wegzulaufen oder zu fliegen und auch tiefstes Wasser ist kein Hindernis. Und da lernt so ein Wirbelwind wie Lyra dann schon einmal sehr deutlich, dass Schilf am Uferrand zwar sehr dicht aussehen kann, aber auf gar keinen Fall eine mit Karamba draufspringende Lyra aushält. Was soll es, auch so kann Hund schwimmen lernen….

Und auch ansonsten braucht sie viel Bewegung und unter zwei Stunden pro Tag macht sie eigentlich ungern etwas. Entweder rast sie durch die Gegend oder zieht mit der Nase auf dem Boden endlose Strecken entlang, um herauszufinden, was um alles in der Welt denn nur so gut riecht.

Sie lernt auch sehr schnell und sehr gerne, ist aber geringfügig abgelenkt, weil sie ja genau weiß, dass es bei Erfolg Leckerlis gibt, und die könnte man ja auch schon mal im Vorfeld wegfuttern. Überhaupt ist futtern ein gutes Thema, das könnte sie nämlich ständig und so war neben Hummel-Känguru-Mischling auch ein bisschen Staub- bzw. Futtersauger ein ernster Gedanke, was ihre Genetik angeht. Dann dachte man ein wenig an Schäferhund und Terrier, was wir aber nicht so bestätigen konnten.

Stattdessen bieten wir den Labrador mit Podengo Português und English Pointer. Steht ihr, finden wir.

Und jetzt bedanken wir uns für diesen schönen Auftrag und wünschen der Schmusebacke weiterhin so viel Spaß in ihrer tollen Familie und ganz viele und ganz lebendige Jahre mit tollen Erlebnissen.

Euer ForGen-Team

ForGen hat was für die gute Laune!

Gerade wenn um einen herum nicht alles toll oder nicht einmal gut ist, schadet ein wenig Ablenkung so überhaupt nicht. Und wir sind uns heute sehr sicher, dass niemand sich diese Fotos hier ansehen kann, ohne zumindest ein klitzekleines bisschen die Mundwinkel nach oben zu verziehen und den Gute-Laune-Pegel um mindestens ein paar Pünktchen zu erhöhen. Bei uns auf jeden Fall hat das super geklappt: Hallo Emma!

Emma bereichert seit Sommer letzten Jahres ihre neue Familie, die sich lange schon einen Hund wünschte. Ganz klar war man sich, dass er aus dem Tierschutz kommen musste und da traf es sich doch gut, dass es diesbezüglich in der (entfernteren) Familie eine gewisse Erfahrung gab, so dass nach kurzer Zeit Emma in ihr neues Zuhause ziehen konnte.

Da war sie nun, erst wenige Monate alt und einfach unglaublich ängstlich. Fremde Hunde, besonders, wenn sie sehr wild und aufdringlich sind, sind ihr bis heute nicht geheuer und auch fremde Menschen stehen nicht gerade weit oben auf ihrer Wunschliste.

Aber mit viel Verständnis und Geduld entwickelte Emma sich zu einem zutiefst lieben und anhänglichem Familienmitglied, das seinen beiden Menschen am liebsten auf Schritt und Tritt folgt und natürlich überall und bei jedem Ereignis dabei sein muss. Selbstverständlich hat so eine hübsche und charmante Hündin auch einen vierbeinigen Freund und so verbringt Emma sehr gerne sehr viel Zeit mit ihrem Kumpel Barney (siehe Foto) und kuschelt und spielt noch viel lieber mit ihm. Dazu kommen weitere Verabredungen mit einer Beagle-Dame und den vier (!) Golden Retrievern aus der Nachbarschaft. Emma ist halt beliebt und hat ein aktives Freizeitleben. Ihre Menschen bezaubert sie außerdem mit ihrer Lernfähigkeit und sie sammelt geradezu neue Kommandos und Tricks, um diese in kürzester Zeit zu beherrschen. Ist halt schlau, die Emma.

Und wenn sie das alles noch nicht genug auspowert, muss das gute alte Stöckchen herhalten, mit dem sie sich stundenlang beschäftigen kann (natürlich nur, wenn sie jemanden sehr Ausdauernden gefunden hat, der es für sie wegwirft.. und wirft und wirft …).

Mag dieses Energiebündel so sein, wie es ist, weil die Gene ihr es vorgeben? Jack Russel Terrier mit Whippet? Tja, nach gemütlichem Sofahund klingt das nicht und daher sind wir uns sehr sicher, dass diese kleine, so unglaublich charmante Emma ihre beiden Menschen noch viele gemeinsame, wunderbare Jahre auf Trab halten wird.

Weiter viel Spaß und alles Gute wünscht

Das ForGen-Team

ForGen freut sich über Turco!

Ein Haustier kann das Leben bereichern, schöner oder erträglicher, schlicht glücklich(er) machen.

Manchmal aber kann es so ein Leben auch völlig umkrempeln und viel mehr Einfluss nehmen, als man es vorher jemals für möglich gehalten hätte.

Heute haben wir den wunderschönen Turco für Euch, der 2014 den Sprung vom Patenhund zum „Für-immer-in-der-Familie-Hund“ schaffen sollte. Das ging damals nicht ganz problemfrei und da es schon zwei Hunde zuhause gab, schwebte über Turco die Aussage „keinen weiteren Hund mehr mit nach Hause bringen“.

Nun geht sie aber los, die Geschichte. Wer neben zwei eigenen Hunden noch einen Patenhund hat, ist definitiv ein großer Tierfreund. Und wenn sich solch ein tierlieber Mensch dann in die Auffangstation wagt, um einmal zu sehen, wie es den Hunden dort so geht, ist leicht vorzustellen, was als weiteres passieren wird…“Turco passiert!“ Ganz einfach.

Um die Geschichte ein wenig abzukürzen, deuten wir an dieser Stelle nur kurz an, dass es nicht immer eine gute Idee ist, wenn jemand kategorisch bestimmte Dinge (wie z.B. einen dritten Hund) ausschließt und möglicherweise ein Ultimatum damit verknüpft („Entweder … oder-….“).

Nun gut, so ein Auszug kann auch etwas Befreiendes haben und jetzt war Turco da und damit war alles gut. Mehr muss man an dieser Stelle dazu gar nicht sagen. Turco ist ein Paradebeispiel dafür, wie und was man als Mensch von einem oder durch einen Hund lernen kann. Hier haben sich definitiv zwei Seelenverwandte getroffen, die sich gemeinsam weiter entwickeln konnten und die eine Hund-Mensch-Beziehung haben, die u.a. durch absolutes Vertrauen und tiefste innere Ruhe gekennzeichnet ist.

Wir freuen uns dabei nicht nur über diese wirklich schöne Geschichte, sondern zugegebenermaßen total über unser Ergebnis. Turco wurde als Deutscher-Schäferhund / Husky Mischling vermittelt und wir haben jetzt nicht wirklich Husky finden können. Stattdessen verschickten wir tapfer unser „Gegenangebot“: Tschechoslowakischer Wolfshund mit osteuropäischem und belgischem Schäferhund.

Und jetzt wird es gleich zweimal witzig bzw. interessant. Turcos Frauchen ist mit belgischen Schäferhunden aufgewachsen und hat diese, genauso wie Wolfshunde, immer zutiefst bewundert, hätte sich aber nicht zugetraut, solch einen Hund vernünftig zu erziehen und zu beschäftigen.

Daher also den Schäfi-Husky-Mischling, Turco. Bis dann bei der Physiotherapie jemand mit offensichtlich viel Fachkunde auf die Zähne guckte und bemerkte, dass diese aber doch sehr in die Wolfshundrichtung gehen würden….

Guck mal einer an! Wir sind begeistert über unser Ergebnis und natürlich auch schon wieder über diesen tollen Hintergrund.

In diesem Sinne, viele Grüße an Euch alle, die ihr das Glück habt, Euer Leben mit Tieren zu teilen.

Euer ForGen-Team

 

ForGen heute mit Herz und Schmerz: Hallo Holly!!!

Kaum etwas im Leben ist nur von einer Seite zu betrachten, ist nur wunderschön oder ganz fürchterlich. Und ganz oft kommt etwas Trauriges mit etwas Wunderschönem zusammen.

Heute haben wir Holly für Euch, die im November 2019 als zuckersüßer fünf Monate alter Jung-Teenager in ihre neue Familie kam. Diese hatte sich nach längerer Überlegung wieder für einen Hund entschieden, da der Mann im Haus leider schwer erkrankte und jeder, der schon Haustiere hatte (oder noch hat), weiß, wie positiv sich diese auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen war die Idee. Einen Hund von der Streunerhilfe retten und gleichzeitig sich selber etwas Gutes tun. Win win. Und da unsere Familie bereits sehr hundeerfahren war, stand der ganzen Sache nichts im Wege und dieser war damit frei für Holly.

Holly war von Anfang freundlich, angstfrei, wahnsinnig hungrig und ein Energiepäckchen auf vier Pfoten. Ein Sonnenschein mit unfassbar viel Power, der aber auch genauso gerne ruhig auf dem Sofa (oder gerne auch im Bett) ausruhen kann. Sie freut sich über jeden Hund und jeden Menschen, den sie trifft und auch über Katzen, Vögel, Enten im Wasser etc. Mit ersten wird gespielt und geschmust, mit letzteren ausgiebig Fangen gespielt – der Jagdtrieb ist sehr ausgeprägt in ihr!

Ein weiteres Hobby von Holly stellt das Buddeln dar. Sobald sie irgendwo eine ungesicherte Stelle mit Sand oder Rindenmulch entdeckt, geht es los mit dem Tiefbauarbeiten. Noch ist nicht ganz klar, was sie da in der Tiefe erwartet, aber es muss etwas furchtbar Spannendes sein, da sie einfach nicht aufhören mag und hier eine unglaubliche Ausdauer an den Tag legt.

Aber Holly kann auch „andersherum“ und springt wie eine Gazelle auf einfach jede Mauer, an der sie vorbeikommt. Dort oben ist sie dann die kleine, pelzige Königin der Welt und kann alles beobachten und erschnüffeln.

Ihre täglichen Spaziergänge hat dieser Wildfang selbstverständlich auch gut getaktet und an definierten Punkten hat Holly feste Anlaufstellen etabliert, wo ihr immer mal wieder Leckerchen kredenzt werden. Und sollten diese Stellen einmal „nicht besetzt“ sein, stellt sie sich gerne auf stur und bleibt einfach abwartend (und gern auch länger) stehen….

Wenn man sich jetzt einmal ansieht, was wir in Holly gefunden haben, wundert das ein oder andere sehr viel weniger: Border Collie, Langhaar Dackel und Cocker Spaniel. Wir allerdings müssen gestehen, dass wir sehr verwirrt waren…bis wir die Fotos gesehen hatten und diesmal auch eines der Mutter, dass wir euch auf keinen Fall vorenthalten wollen….

Mittlerweile hat Holly nur noch ihr Frauchen um sich; die Krankheit war dann einfach zu stark und so verlor Holly nach fest genau zwei Jahren ihr Herrchen. Sie vermisst ihn schrecklich und schläft nun nur noch auf seinem Kopfkissen…Selbstverständlich ist sie nicht die einzige, die so sehr trauert und es zerreißt einem immer wieder das Herz, so etwas zu hören, zu sehen oder gar zu erleben.

Wir sind uns aber ganz, ganz sicher, dass diese zwei gemeinsamen Jahre wunderbar waren und dazu beitrugen, dass es allen immer wieder sehr gut ging; dass viel gelacht und ganz oft die eigene Situation vergessen wurde. Holly war da und hat mit ihrem großen Hundeherz Ihre Familie verzaubert. Und sie wird sich auch weiterhin und sicher noch viele Jahre um ihr Frauchen und ihre Menschen kümmern.

Da sind wir uns absolut sicher und zweifeln nicht eine Sekunde!

Vielen Dank für diesen schönen Auftrag und dass wir Holly und ihre Geschichte teilen durften.
Euer jetzt sehr sentimentales

ForGen-Team

 

Ich schau dir in die Augen, Kleines…ForGen trifft: Ava!

Diesmal stellen wir etwas ganz Besonderes vor. Nein, völlig falsch angefangen. Neuer Versuch:

Heute haben wir wieder etwas ganz Besonderes für euch, wie immer, weil tatsächlich bisher jeder „unserer“ Hunde auf die ein oder andere Art oder aber auf alle Arten geballt ganz besonders ist! (viel besser!!!):

Vor einiger Zeit schon durften wir Ava typisieren, eine menschenbegeisterte, nahezu ständig gut gelaunte und extrem fröhliche, wunderhübsche Hündin mit einem Gesprächsrepertoir, das seinesgleichen sucht. Ava beherrscht einfach alles, was so eine Hundekehle rein theoretisch hervorbringen könnte. Da wäre es kaum verwunderlich, wenn sie zur Entstehung des Spruchs „ein Mann – ein Wort ; eine Frau – ein Wörterbuch“ beigetragen hätte…. Wuffen, bellen, johlen, jaulen, fiepsen.. Madam bringt alles in unendlicher Ausdauer. Unter anderem deshalb vermutete ihr Umfeld auch einen Husky in ihr schlummern (den wir aber so gar nicht gefunden haben).

Auch der vorab gedachte „simple Schäferhund“ zeigte sich in unseren Analysen nicht, stattdessen erbrachten wir ein wenig den Grund für den „Spitznamen“ von Ava, die das kleine Wölfchen für ihre Besitzerin ist. Heraus kam bei uns nämlich Mudi, Saarloos Wolfshund und Labrador, was wir jetzt so als Mischung auch noch nicht hatten. Umso mehr haben wir uns daher gefreut, dass einiges in Ava so schön zu erkennen ist.

Und wie immer an dieser Stelle finden wir es schon ein wenig traurig, dass die Hunde nicht zu uns ins Labor zur Probenentnahme kommen müssten. Das wär was, würde uns aber zugegebenermaßen kolossal von unserer Arbeit abhalten. Wir verbringen schon so viel zu viel Zeit damit, uns über die Hunde zu informieren, Geschichten zu schreiben, die Fotos anzuhimmeln und begeistert allen Kollegen zu zeigen, die aus Versehen zu nahe an unserem Büro vorbei kommen….

Vielen Dank für diesen Test und weiterhin so viel Freude und gute, konstruktive Gespräche mit dieser Schönheit wünscht

Das ForGen-Team

Weiterbildung bei ForGen und die Rolle des Sachverständigen

Viel los wieder für uns. Da Corona-bedingt noch immer keine „echten“ Kongresse in Präsenz stattfinden, haben wir diese und die kommende Woche nahezu täglich immer wieder online-Weiterbildungen. Dr. Modrow durfte sich einige Stunden über den Umgang mit DNA-Transfer in der Fallarbeit, vor Gericht und bei der Forschungsplanung (noch) schlauer machen und die Frau Doktor hat sich gerade mehrere Stündchen der Forensischen DNA-Analyse im Strafverfahren und der Rolle des Sachverständigen gewidmet.

Sehr schön und informativ und ganz besonders wichtig ist der immer wiederkehrende Hinweis auf die geforderte Objektivität des Experten. Ergebnisneutraliät ist ja sowieso eines unserer Lieblingswörter. Völlig egal muss es sein, ob der Tatverdächtige die Tat tatsächlich begangen hat und wie schlimm diese war. Wenn der DNA-Befund nicht ausreicht oder aber die DNA-Spur auch anders erklärt werden kann (die Spur also nicht wirklich tatrelevant ist), dann ist es so und möglicherweise wird der Tatverdächtige freigesprochen.

Nur, weil sich eine Spur irgendwo befindet, muss diese nicht zwangsläufig vom Täter kommen. Man kann es nicht oft genug sagen!

Umso wichtiger, dass Sachverständige angehört werden und diese möglichst gut ausgebildet sind.

In diesem Sinne, jetzt ist ein bisschen Erholung angesagt und nächste Woche geht es dann weiter.

Hoffentlich genauso spannend wie heute.

Euer – nach einer Woche Fortbildung – jetzt etwas müdes ForGen-Team

ForGen trifft: Morpheus!

Manchmal kommt es anders, als man es sich denkt und es sich vorgestellt hat. Manchmal ist das gut oder besser, manchmal merkt man es erst später und ganz oft guckt man hinterher zurück und denkt sich, dass alles – obwohl so anders- doch absolut richtig war!

Was kann passieren, wenn man sich überlegt, dass man gerne einen großen, schwarzen, absolut verschmusten, verspielten und zu allem aufgeschlossenen Hund haben möchte? Man träumt ein wenig hier und da von genau diesem Traumhund und dann ist es auf einmal passiert. Man sieht ein Foto von einem drei Monate alten schwarz-weißen Welpen, der mit seinen Geschwistern nur knapp einem Ertränkungsversuch in einem Fluss entkommen ist. Zack, wo die Liebe hinfällt. Da war nix mehr zu machen, dieser kleine Kerl musste es sein.

Also kam das kleine Fellknäuel in seine neue Für-immer-Familie und erhielt den Namen Morpheus (Gott der Träume), weil ein Hund (auch wenn nicht schwarz) immer schon der große Traum seines Frauchens war.

Morpheus machte es seiner Familie nicht wirklich leicht und ist sehr charakterstark (ein Attribut, was man heutzutage gerne bei Kindern nutzt; früher hätte es lapidar „schwierig und dickköpfig“ geheißen). Er war sehr unsicher, spielte ungern und auch das ersehnte Schmusen mit seinen Zweibeinern stand nicht wirklich oben auf seiner Liste. Andere Hunde waren eher furchtbar und  dementsprechend waren auch die Spaziergänge mit ihm nicht immer sehr entspannend.

Mittlerweile aber hat sich Morpheus weiterentwickelt; die Hundepubertät hinter sich gelassen und beginnt immer mehr, sich selbst zu finden. Dabei hilft, wie so oft, eine gute Hundeschule und hier zeigte sich auch, dass er sehr sensibel ist und schon auf kleinste Zeichen in der Körpersprache reagiert. Fremde sind ihm immer noch eher suspekt, aber wenn er einen Menschen erst einmal in sein Herz geschlossen hat, zeigt er überschwängliche Freude und tiefste Hundeliebe, wenn er diese um sich hat.

Trotz seiner genetischen Ähnlichkeiten zu Border Collie, English Pointer und Deutsche Bracke hat er keinen wirklich erkennbaren „will-to-please“ und des Öfteren kann man ihn förmlich nachdenken sehen, ob er denn nun dieses oder jenes Kommando tatsächlich ausführen soll…

Morpheus ist sehr wachsam und hat doch tatsächlich seit einiger Zeit das Jagen für sich entdeckt, (Ok, hat wahrscheinlich unsere Analyse gelesen…), weshalb also nun die Schleppleine ein treuer Gassi-Begleiter geworden ist.

Alles in allem ist er nun tatsächlich der Traumhund geworden und wir sind uns sicher, dass er noch viele Jahre seine Familie auf Trab halten, zum Lachen bringen und vor Stolz fast platzen lassen wird.

Alles Gute, „kleiner“ Morpheus und Dankeschön, dass wir ihn untersuchen durften.

Euer ForGen-Team

ForGen freut sich über unsere neue Bachelorstudentin, Lisa-Marie.

Wie immer wird sie uns bei allem, was anfällt, unterstützen müssen. Dadurch bekommen unsere Studenten gleichzeitig einen Einblick in das normale Arbeitsleben eines Forensikers, zu dem nicht nur spannenden Spurenfälle oder komplizierte Abstammungsanalysen gehören, sondern auch banale Dinge, wie z.B. Spuren sichten bzw. überhaupt finden, Haare mikroskopieren, Fotodokumention von Spurenträgern, Probenentnahmen für Abstammungsgutachten oder Auswertungen von genetischen Daten. Und wenn es passt nehmen wir sie auch gerne mit zum Gerichtstermin, was die meisten Studenten sehr aufregend finden

Für ihre Bachelorarbeit wird Lisa an einem Assay zur Analyse von Pythons und Nattern arbeiten und beginnt mit der Etablierung an dem wunderschönen Probenmaterial, das uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

Wir sind sehr gespannt, wie schnell und gut es gehen wird und wünschen Lisa bis dahin viel Erfolg und – und das ist ganz besonders wichtig- viel Spaß!

ForGen freut sich über Mara!

Heute haben wir eine wunderbare Hündin für Euch, die wir schon vor längerer Zeit typisiert haben. Und endlich ergibt sich die Möglichkeit, diese Hübsche vorzustellen. Also, herzlich willkommen Mara!

Mittlerweile fast drei Jahre alt, kam Mara im August 2019 im Alter von nur wenigen Monaten aus dem Tierschutz aus Rumänien in ihre deutsche Familie. Dort hat sie sich sehr schnell sehr gut eingelebt und ist wahnsinnig verschmust (wobei ihr ihre Größe natürlich völlig egal ist, schmusen geht einfach immer und muss halt sein) und liebevoll zu allen Familienmitgliedern.

Fremde Leute hingegen braucht sie nicht wirklich und nie würde sie auf die Idee kommen, dass man mit denen genauso gut herumknuddeln könnte wie mit „ihren“ Menschen.

In ihrem recht eindrucksvollen Hundekörper steckt ein riesiges Herz so am absolut rechten Fleck und sie ist damit einfach der Traumhund ihres Frauchens. So soll es sein!!!

Wenn Sie nicht mit dem Einsammeln von Streicheleinheiten beschäftigt ist, zeigt Mara den großen Sportler, der in ihr steckt und gibt sich ausdauernd allen Bewegungsmöglichkeiten hin. Und hier meint man dann beinahe, sie wüsste, was wir bei ForGen über sie herausgefunden haben: Ganz viel Kangal mit Osteuropäischen Schäferhund! Und Mara hat sich offensichtlich von beiden Rassen die jeweils besten Eigenschaften herausgesucht, mit denen sie ihre Familie bezaubert.

Zu gern würden wir sie einmal in Aktion erleben…es bleibt uns nur wieder einmal ein herzliches Dankeschön loszuwerden, dass wir sie untersuchen und etwas an diesem tollen Hund teilhaben durften.

Euer ForGen-Team

 

Der hübsche Hund und das Meer…., hey Lotte!

Heute haben wir einmal ein echtes Nordlicht für Euch. Zwar nicht gebürtig, aber mittlerweile absolut „eingenordet“. Lotte wurde zusammen mit ihren Geschwistern nur wenige Tage alt und ohne Mutter in einem Pappkarton vor einem Tierheim gefunden und als sie zarte vier Monate alt war, kam Sie zu ihrer Familie nach Bremerhaven an die Nordsee. Das Vermittlungsbild zeigte ein plüschiges, süßes Fellknäuel, was sie auch war, aber nur zu schnell verschwand ihre anfängliche Scheu und Lotte stellte sich als – wir nennen es pädagogisch wertvoll – seeeehr herausfordernd dar. Auf Frauchen hören? Pfff, heute mal nicht und morgen sicherlich auch nicht. Übermorgen? Och nö… Und in der Hundeschule? Nix mit peer-pressure, Lotte hatte so gar kein Problem damit, wenn alle anderen Hunde brav hörten und zeigten, was sie gelernt hatten. Reichte dann ja auch völlig und sie setzte lieber ihren Kopf durch. Auch am Fahrrad laufen oder beim Joggen helfen ist nicht ihr Ding.

Viel lieber passt sie auf ihr Frauchen und Haus und Grundstück auf und erklärt kurzerhand alle fremden Menschen für extrem unnötig.

Und so knuddelig und plüschig, wie sie als Welpe auch war, schmusig und anhänglich zeigte sie sich auch nicht.

Dafür aber liebt sie mittlerweile den Dummy-Sport, kann auch diverse Tricks und geht supergut an der Leine…. Das ist dann auch hin und wieder nötig, denn sie jagt gnadenlos alles, was zu jagen ist. Hasen/Kaninchen oder Eichhörnchen sollten lieber sehr, sehr schnell das Weite suchen, weil sie dann doch einen Jagdtrieb zeigt, der sich gewaschen hat.

Aber dafür kann die hübsche Lotte so gar nichts und scheint hier ein Opfer ihrer Gene zu sein. Auf gut 20 kg und etwa 50 cm verteilen sich genetische Merkmale, die am meisten Ähnlichkeit zu Border Collie, Großer Münsterländer, English Pointer und etwas Labrador haben.

Langeweile wird es nicht geben im Hause Lotte und wir wünschen ihr und ihrem Seelenmenschen viele weitere spannende, ereignisreiche und einfach schöne Jahre.

Euer ForGen-Team

 

ForGen typisiert Hamburg: Moin Simba!

Endlich haben wir mal wieder einen „Hamburger Jung“, der seit dem letzten Sommer seine neue Familie hier im wunderschönen Hamburg bereichert: Simba ist eine, jetzt nicht mehr ganz so kleine Wundertüte und ein wahrer Hundegenetik-Cocktail, den wir so auch noch nicht hatten.

Er gehört quasi zur Mannschaft des genialen Cafés Due Baristi in Eidelstedt (wo es unfassbar guten Kaffee in vielen Variationen und leckerste Dinge zu essen gibt) und ist in seiner Familie eingeschlagen wie eine (Zucker-)bombe. Schockverliebt nennt man das wohl, wenn man ein Foto sieht und sofort weiß, dass es genau dieser Hund und absolut kein anderer sein muss. Kürzeste Zeit später war dann der befellte Jung-Teenager da und erwies sich als absoluter Familienhund mit tiefster Liebe zum 5-jährigen Nesthäkchen. Und hier geht uns als „schon-immer-Haustier-Besitzer“ mal wieder das Herz auf, weil wir genau wissen, wie großartig es ist, wenn Kinder mit einem besten, pelzigen Freund aufwachsen können. Die beiden werden eine tolle Zeit haben und Simba wird in ewiger Erinnerung bleiben. Dazu passt natürlich auch, dass er sehr verspielt ist und unglaublich gerne schmust.

Mit der Dunkelheit hat es der Jungspund-Dickkopf allerdings nicht so; gibt es doch so viele noch dustere Schatten, die ihm etwas Angst einjagen und allein-sein ist auch nicht die Wucht in Tüten. Umso größer ist die Freude (die er gerne auch lautstark zeigt), wenn er „sein“ gesamtes Rudel um sich hat.

Wir haben gerade heute gehört, dass es ihm immer besser geht, er sich prächtig entwickelt, seinen Charakter ausbaut und er auch weiterhin wächst und gedeiht. Kein Wunder, schließlich weiß er ja jetzt auch, dass er ein paar Gene besitzt, die ihm den ein oder anderen Zentimeter mehr bescheren könnten: Norwegischer Buhund, Beagle, Welsh Corgi Pembroke und Berger Blanc Suisse. Ein echtes Hunde-Potpourri.

Wir wünschen diesem erstaunlichen Mix und seiner Familie ganz viele wunderbare, gemeinsame Jahre.

Tschüss Simba und alles Gute!

Euer ForGen-Team