Von wegen Wolf: Hier kommt Igor, der hübsche, schlaue, schmusige Superhund (der noch ein Zuhause sucht)

Wir haben es bei ForGen oft nicht leicht. So viele tolle Hunde, die wir untersuchen dürfen. Da beten
wir häufig unser Mantra herunter „keine Zeit für Hunde, Keine Zeit, mitten in der Stadt, keine Zeit“,
seufzen tief und sind im Geheimen froh, dass diese Vierbeiner alle in tollen Familien leben, in denen
sie rundum glücklich sind.
Manchmal aber wird es einem besonders schwer gemacht und daher möchten wir heute unbedingt
Igor vorstellen. Schwarz wie die Nacht, riesige Ohren, treue braune Augen und spanisches Blut im
Herzen!
Igor war ein spanischer Straßenhund; einer von vielen, ohne Zuhause und auf sich allein gestellt. Er
wurde von einer Tierschutzorganisation recht schnell nach Deutschland vermittelt, was ja auch kein
Wunder ist, wenn man ihn sich ansieht oder ihn erlebt hat. Leider erkrankte hier der Mann der
Familie und damit ergab sich zu viel Arbeit und Verantwortung für die Frau. Igor kam auf eine
Pflegestelle. Und auch hier ging es bereits nach kurzer Zeit in seine nächste Familie. Aber auch dort
waren ihm nur drei Wochen vergönnt. Dabei hat er nichts falsch gemacht, war kein böser, unwilliger
Hund. Ganz im Gegenteil. Igor hatte das Problem, dass er nun so gar nicht mehr allein bleiben
mochte. Wer kann ihm das nach der Erfahrung verdenken? Und – kaum zu glauben – aber die
Geschichte wiederholte sich. Der nächste Hundefreund war sicher, er würde Igors Liebesbedürftigkeit
in den Griff kriegen, aber auch das schien nicht zu klappen. Vielleicht führte auch die Bemerkung von
„Fachleuten“, in Igor schlummere ein riesig hoher Wolfsanteil zu der erneuten Abgabe des Hundes.
Wer nimmt schon einen Wolf, wenn er eigentlich einen normalen Hund haben wollte….
Bei all diesen traurigen und unglücklichen Begebenheiten muss man auch das Gute sehen. Und das
ist der Verein, der nichts unversucht lassen möchte, für Igor das Zuhause zu finden, das dieser tolle
Hund verdient hat. So wurde kurzerhand beschlossen, Igor einfach typisieren zu lassen, um den
Wolfsverdacht zu überprüfen. Also haben wir diesen schönen Auftrag erhalten und konnten
feststellen, dass es sich bei Igor um einen Border Collie-Schäferhund Mix mit Slovensky Cuvac-Anteil
handelt. Die Ähnlichkeit im genetischen Muster zum Wolf ist sehr niedrig und entspricht völlig dem,
was wir sonst bei vielen Collies und Schäferhunden finden. Zur Sicherheit haben wir sogar die
mitochondriale DNA sequenziert, die eindeutig von Hunden stammt.
Der Verein freut sich nun; Igor ist absolut sicher so gar kein Wolfsmischling und der neue Besitzer
weiß sogar, was für Rassen in dem Hund schlummern.
Sicher ist Igor ein herausfordernder Hund, wobei das aber so gar nicht negativ gemeint ist. Wer kann
es ihm übelnehmen, wenn er sich an seine neuen Besitzer klammert und nicht allein bleiben
möchte….
Vielleicht findet sich auf diesem Weg ein neues endgültiges und schönes Zuhause für diesen
großartigen Hund? Wir würden uns sehr freuen und stellen gerne Kontakt her. Lasst uns für Igor ein
Happy End finden!
Euer optimistisches
ForGen-Team

COVID-19: Aktuelles zu Corona!

Corona betrifft uns alle. Dennoch werden wir bei ForGen auch weiterhin für Sie da sein und auch weiterhin Proben und Gutachten bearbeiten und neue Aufträge annehmen.

Gerne können Sie uns telefonisch erreichen und wenn Sie einmal nicht durchkommen, rufen wir Sie schnellstmöglich zurück (040 524 72 36-600). Auch unsere Computer bleiben besetzt, so dass wir für alle am einfachsten per Email zu kontaktieren sind (office@forensik-hh.de).

Zusätzlich müssen wir einiges bedenken, um uns der aktuellen Situation anzupassen und bitten Sie daher um Folgendes:

Kommen Sie nicht unangemeldet in unser Institut, um z.B. ein Gutachten abzuholen oder Zahlungen zu leisten oder zur Probenentnahme im Falle eines Abstammungsgutachtens. Gutachten verschicken wir immer per Post und Zahlungen können auch bei den Banken oder online geleistet werden.

Wir haben unseren Publikumsverkehr streng limitiert und achten selbstverständlich auf die Sicherheit aller Beteiligten, wenn Sie zu uns kommen müssen.

Daher: Kontaktieren Sie uns, wenn nötig und wir werden Ihre Fragen beantworten und alle Probleme lösen können. Auch weiterhin wird es unsere große Priorität sein, Ihnen so gut wie möglich zu helfen und Sie zu unterstützen.

Bleiben Sie gesund und lassen Sie uns gemeinsam diese schwierige Zeit gut durchstehen.

 

Ihr ForGen-Team

 

 

 

ForGen und Katinka

Da durften wir doch vor einiger Zeit Khaleesi untersuchen. Die sanfte Herdenschutzhund-Riesin von Gudrun Derlin. Und viele wissen, dass es da ja nicht nur einen Hund gibt. Nein, Katinka ist auch mit von der Partie. Katinka, die Kleine. DAS sagt natürlich nur diejenige, die diesen „Bären von Hund“ schon als kleinen Welpen um sich hatte. Dann bleiben sie einfach immer die Kleinen. Wie bei uns Menschen: Da hat man seine Doktorarbeit geschrieben und erfolgreich verteidigt, darf also von jetzt an einen Titel im Pass stehen haben, bekommt eine Anstellung als Laborleitung für ein ganzes Bundesland und was macht der Papa? Er fummelt einem einen Krümel von der Jacke. Vor versammelter, bis gerade eben beeindruckter Menschenmenge…..!!!!

Für Außenstehende aber sieht die Sache oft (und hoffentlich) anders aus. Im Fall von Katinka blickt man auf unfassbar viel Hund auf einen Haufen. (Im zugehörigen Bild auf der linken Seite, nicht, dass es hier Verwechslungen gibt…). Riesig, dabei aber freundlich und zurückhaltend und scheinbar dem Menschen gegenüber tiefenentspannt. Da kennt man zahlreiche Furcht-einflößendere Pekinesen oder Dackel.

Katinka stammt von einem Schäfer, natürliche dessen Hunden ab und zeigt tatsächlich die gleiche mitochondriale DNA-Sequenz wie viele andere Hunde aus diesem „Rudel“ auch: A17, ein sogenannter Haplotyp, den man häufig bei Hunden aus dem Ost-europäischen Raum (besonders gute Beschreibungen aus Bulgarien) kennt. Damit ist Katinka ihrer Mitbewohnerin Khaleesi recht ähnlich, aber zeigt im untersuchten Bereich der mitochondrialen DNA einen einzigen Unterschied. Damit hat man einen Hinweis darauf, dass die beiden nicht derselben mütterlichen Linie entspringen. Forensisch- gesichert darf man dies allerdings erst behaupten, wenn drei solcher Unterschiede gefunden werden, da ein oder zwei auch recht schnell durch einfache Mutationen entstehen können. Wieder einer der Gründe, warum wir Forensiker oft keine 100 %-Aussagen geben, was uns ja manch einer gerne vorwirft. Aber wir machen das nicht aus Langeweile, sondern nur, wenn es gute Gründe dafür gibt.

Hier also würden wir schlussfolgern, dass die beiden gut möglich aus zwei verschiedenen Linien stammen. Wenn nun jemand den Beweis hat, dass dem nicht so ist, würden wir die Mutationshäufigkeit erwähnen und sagen, dass tatsächlich auch echte Schwestern mal einen solchen Unterschied haben dürfen. Alles nicht so einfach, aber wir reden hier ja auch von lebenden Systemen bzw. Hunden.

Was gibt es noch zu Katinka zu sagen (abgesehen von diesen tollen großen Augen und dem wunderbar plüschigen Fell?). Guckt man sich die Assoziationsanalyse an, zeigt Katinka die höchste Ähnlichkeit zur Gruppe der Sarplaninac und dann zum Kangal. Hier unterscheidet sie sich dann doch tatsächlich von Khaleesi, bei der wir u.a. auf Owtscharka und Berhardiner kamen. Ein weiterer Unterschied ist die Ähnlichkeit ihres Merkmalsmusters zu Wölfen. Das von Katinka ist fast 10 % dem Wolf ähnlicher als das von Khaleesi. Dabei bleibt es aber unauffällig und würde uns bei keiner Untersuchung dazu bringen, an einen echten Wolf oder einen Mischling zu denken. Fast identisch war dieser Vergleich übrigens bei ihrem Vater.

Damit bedanken wir uns einmal wieder für eine tolle Untersuchung und die Möglichkeit, unsere Analysen zu testen. Die Frage der Plausibilität ist immer wieder wichtig. Wenn wir Fälle mit unbekannten Proben haben, aus denen auf einmal z.B. Wolf aus Russland herauskommt, ist es sehr beruhigend, wenn andere mitlaufende Proben absolut logische Ergebnisse bringen oder anderweitig erklärbar sind bzw. erklärt werden. So freut es uns auch immer, wenn wir z.B. bei Mischlingsanalysen im Anschluss von den Besitzern erfahren, dass der genetisch dem Border Collie ähnliche Hund zwar überhaupt nicht so aussieht, aber sein Umfeld mit den typischen Verhaltensweisen in den Wahnsinn treibt. Man stelle sich nur einmal vor, wir hätten bei Katinka mitochondriale DNA vom mexikanischen Nackthund gefunden….

Danke liebe Gudrun Derlin!

Euer zufriedenes ForGen-Team

 

ForGen und die Wissenschaft!

Das Internet ist oft schon was Feines. So bekommen wir immer wieder Emails herein, die zeigen, dass
Wissenschaftler überall auf der Welt die von uns durchgeführten Studien lesen und Erkenntnisse,
Tipps, Ideen hieraus in ihre heutige Forschung mit einbauen. Aktuell erreichte uns diese Information,
dass unsere Veröffentlichung aus dem Jahr 2010 in einer anderen Studie zitiert wird. Damals haben
wir mit Wissenschaftlerin aus zwei weiteren, sehr, sehr, sehr guten Arbeitsgruppen dieses Projekt
durchgeführt und veröffentlicht und eine unfassbar nette und sympathische Studentin von uns hat
dafür ihren Doktor der Medizin bekommen.
Das waren großartige Zeiten an der Universität und wir hatten das Glück, dass wir neben dem
Forschungsauftrag, den man an der Uni hat, auch „richtig arbeiten“ durften. D.h., wir haben u.a.
Aufträge für die Polizei und Gerichte untersucht und bei vielen spannenden und oft auch aufregenden
oder unfassbar traurigen und kaum zu verstehenden Fällen mitarbeiten dürfen. Dies hat uns gezeigt,
wo die Probleme liegen, was tatsächlich benötigt wird und wo die forensische Genetik ausgebaut
bzw. optimiert werden muss. Wir saßen nie in einem Elfenbeinturm, sondern immer dicht dran an der
so oft grausigen Realität. Dabei sind Veröffentlichungen entstanden, die zeigen, wie aus völlig
verbrannten Knochen, aus absoluten Minimalspuren von Hautabrieben, aus einzelnen Haaren aber
auch aus mehrere tausend Jahre alten Skelettfunden z.B. aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) noch
brauchbare genetische Daten erhoben werden können; wie man herausfindet, ob der Blutfleck von
einer Person mit blauen oder braunen Augen stammt oder wie leicht es ist, bei
Abstammungsgutachten Fragestellungen falsch zu beantworten, obwohl man eigentlich alles richtig
gemacht hat.
Jetzt sind wir in einem privaten Labor tätig und haben einfach nicht mehr die Zeit für derartige,
intensive Forschungsaktivitäten. Vom Geld mal ganz zu schweigen. Von der Miete, über die
Akkreditierung, dem Druckerpapier und die Briefmarke bis hin zu lauter unfassbar nötigen
Versicherungen müssen wir nun alles selbst bezahlen. Niemand fängt uns am Ende des Jahres auf; es
gibt keinen Kostenzuschuss der Universität oder gar des Landes und keine Querfinanzierung mit
anderen Bereichen. Macht uns das angreifbar? Sind wir dadurch abhängig und beeinflussbar? Nein!
Es gibt nicht den großen Geldgeber, der uns finanziert sind und der mit dem Damoklesschwert über
uns wedelt. Von dem wir wissen, dass er unser Gehalt zahlt und der dafür sorgen kann, dass das
Labor ratzfatz umgestaltet, umgesetzt oder- wie es oft so schön heißt- neu ausgerichtet wird. Nein,
jeder einzelne Auftrag sorgt dafür, dass wir am Ende des Jahres noch existieren; jeder einzelne
Auftrag ist wichtig und damit sind wir jedem einzelnen Auftraggeber verpflichtet. Womit? Damit, das
bestmögliche Ergebnis zu erarbeiten, das leider nicht immer zwangsläufig das ist, was derjenige gerne
hätte. Aber es ist das richtige und das vertretbare.
Bei all dem finanziellen Druck ist das eine Freiheit, die man in der Selbstständigkeit hat und deshalb
sind wir da, wo wir jetzt sind, freiwillig und uns und dem Auftrag verpflichtet und sonst niemandem.
Und langsam zweigen wir auch ein wenig Zeit und etwas Geld ab und führen Forschungsprojekte
durch. Jedes einzelne wird dabei so ausgesucht, dass es unseren aktuellen Bedürfnissen entspricht
und uns damit bei neuen Untersuchungen weiterhilft. So bleiben wir nicht auf dem Status Quo
stehen, sondern erreichen nach und nach Verbesserungen. Dafür nutzen wir unser in mittlerweile
Jahrzehnten aufgebautes Wissen und freuen uns daher unglaublich darüber, wenn wir-wie heute-
wieder einmal sehen, dass unsere Forschung immer noch gefragt ist und tatsächlich noch immer
andere Forscher unsere Arbeiten lesen.
Das ist einfach klasse und damit verabschieden wir uns mit den allerbesten Grüßen an alle
Euer ForGen-Team

ForGen und der 5-fach Mörder!

Unsere Kieler Freunde werden diesen Fall noch kennen. Eine junge Anhalterin verschwindet in den 80er Jahren und wird kurze Zeit später vergewaltigt und ermordet aufgefunden. Es wird bis 2012 dauern, dass dieser Fall aufgeklärt werden kann. Solche ungelösten Altfälle bzw. lange nicht gelösten Fälle gibt es leider viele.
Wir durften vor einigen Jahren noch zu Kiel-Zeiten an einem sehr spektakulären Fall mitarbeiten und waren maßgeblich daran beteiligt, dass der Mörder des jungen Mädchens über 20 Jahre später doch noch gefunden wurde. Unfassbar spannend war das. Als wir die „verdächtige“ Probe mit den seltsamen Ergebnissen hatten und Tage überlegten, wie wir mit den Informationen umgehen. Dazu die Zusammenarbeit mit der Kripo, die Tage später losfuhr, um den Tatverdächtigen zu beproben und eines Mittags die Abstriche brachte. Eiluntersuchung in zig Verdünnungen und Ansätzen, damit ja nix schief geht und am frühen Abend hatten wir die Gewissheit, dass wir „Ihn“ gefunden hatten. Anruf bei der Polizei und los ging es….
Und als dann Wochen später herauskam, dass der Herr 5 (!!!) Frauen ermordet hat…..Was für ein Fall! Wir waren damals so stolz auf uns und denken tatsächlich auch jetzt noch sehr gerne an diesen Fall und die wunderbare Zusammenarbeit mit den Kripobeamten zurück.
Und dann bekamen wir letzte Woche diesen link geschickt. Dort also steht ganz offiziell und von völlig unbeteiligter, unvoreingenommener Seite, wie gut wir waren…DAS ist einfach nur großartig und wir freuen uns so sehr darüber, dass wir einfach noch einmal (Jahre später) ein bisschen angeben müssen. DESHALB haben wir den besten Job der Welt!
Wer mag, einfach reingucken, ab Seite 7 wird es spannend!
https://www.bdk.de/…/…/2012/Hessen-Extra_Nr.3_Maerz_2012.pdf

Euer hochgradig begeistertes ForGen-Team

ForGen und die Nachwuchsförderung!

Kaum ist das neue Jahr so richtig angefangen, haben wir auch schon wieder neues Leben in unseren Laboren: Jonina und Sarah studieren beide in Hamburg und schnuppern für 4 Wochen „forensische Luft“. Es freut uns immer sehr, wenn wir Studenten bei uns haben und wir versuchen, Ihnen so viel wie möglich mitzugeben. Natürlich ist das in vier Wochen nie vollständig, aber es reicht für einen guten Eindruck und Überblick. Neben unseren normalen Abstammungsgutachten haben sie bereits einen wirklich komplizierten Fall erleben dürfen, bei dem verschiedenste Verwandtschaftskonstellationen überprüft werden mussten und bekamen dabei mit, was alles vom Auftragseingang bis zur Gutachtenerstellung gemacht werden muss. Sie durften unsere Flüche zum Qualitätsmanagementsystem erleben (ausfüllen hier und da und dort auch, kürzeln hier, unterschreiben dahinten, Formblatt zum Ausfüllen des nächsten Formblatts, welches benötigt wird, um eine Beschwerde zu formulieren, die man am Ende des Jahres in einem langen Formblatt begutachten und beurteilen muss….) und haben gelernt, wie man humane Haare von tierischen Haaren unterscheidet und wie genetische Speziesbestimmungen funktionieren. Dazu ein paar Mischlingsanalysen mit – wie immer – tollen Hunden und einiges mehr. Gar nicht schlecht für die kurze Zeit. Ach ja, und das Thema Hunde bringt uns noch einmal zu Kalle, unserem neuen Maskottchen. Wer Kalle mag, noch ein Geschenkt sucht oder einfach die Straßenkids in Hamburg unterstützen möchte: KAUFEN! Oder aber auf das Glück vertrauen und eine Mischlingsanalyse bei uns beauftragen und einen von drei Kalles gewinnen….

In diesem Sinne, viele Grüße von Eurem

ForGen-Team

Moin Kalle!

Dürfen wir vorstellen? Das ist Kalle der Straßenköter und das Maskottchen von Straßenkids e.V. in Hamburg!

Und wir finden Kalle einfach klasse. Unwiderstehlich, zuckersüß, kuschelig und erst der Charakter…ein Traum?

Es gibt Kalle 2000 x in Hamburg und jeder, der möchte, kann ihn für eine Schutzgebühr von 15 Euro erwerben. Diese kommt den Straßenkindern in Hamburg zugute. Man gibt also einem supersüßen, wunderbaren Hund ein neues Zuhause und tut noch etwas Gutes. Wenn wir etwas noch besser finden als den kleinen Kalle, ist das diese tolle Idee der unfassbar engagierten Mitarbeiter dort. Deshalb würden wir uns freuen, wenn viele einmal auf die Seite von Kalle gehen und viele sich entscheiden, ihn zu adoptieren. Als Glücksbringer, Geburtstagsgeschenk oder einfach, weil er soooo süß ist? Die Links dazu sind unten zu finden.

Natürlich gibt es auch weitere Möglichkeiten, diese Initiative zu unterstützen. So werden ständig Paten gesucht, die ab 5 Euro monatlich dabei sind und so eine regelmäßige Hilfe darstellen.

Und dann haben wir uns überlegt, wer denn als Unternehmen besser zu Kalle passt als wir, die u.a. Hunde untersuchen und feststellen, was in den vielen tollen Vierbeinern und zum großen Teil auch ehemaligen „Straßenkötern“ drinsteckt? Da fiel uns niemand besseres ein!

Deshalb und weil wir ein echtes Hamburger Unternehmen sind, machen wir auch mit und haben uns als Paten angemeldet. Vielleicht finden wir auf diesem Weg weitere?

Zusätzlich haben wir uns noch etwas Besonderes ausgedacht: Die drei Kerlchen auf den Fotos können gewonnen werden!

Wir verlosen die Jungs an alle, die ab sofort bis Ende März bei uns eine Mischlingsanalyse bestellen.

Also ran an Kalle! Wir freuen uns über rege Teilnahmen und Teilen dieses Beitrages. Lasst uns Kalle in die Welt ziehen und unterstützt die Hamburger Straßenkids.

 

Wir freuen uns und knuddeln jetzt noch eine Runde, solange die drei noch bei uns sind!

Euer motiviertes ForGen-Team!

 

http://www.strassenkids.de/kalle-der-strassenkoeter/

http://www.basisundwoge.de/

 

 

Hier kommt der erste Hund für 2020!

Das letzte Jahr war für uns wirklich toll, da wir u.a. viele wunderbare Hunde untersuchen durften. Glücklicherweise haben auch viele der Besitzer es uns erlaubt, die Ergebnisse mitsamt kleinen Geschichten zu veröffentlichen. Das macht uns fast noch mehr Spaß als das Auswerten der Rohdaten und das Ermitteln der verschiedenen Hunderassen.

Für die erste Geschichte im Neuen Jahr haben wir uns Dama ausgesucht, die über die SALVA-Hundehilfe ihre neue Familie gefunden hat. Die Familie hatte bereits einen Hund über SALVA bei sich aufgenommen und war so begeistert, dass sie auf jeden Fall das neue Familienmitglied auch über diese engagierte und kompetente Hundehilfe aussuchen wollten.

Dama scheint eine bewegende und nicht sehr glückliche Vergangenheit hinter sich zu haben. Sie hatte u.a. diverse, offene Wunden am Kopf, die durchaus von Schlägen stammen könnten, als sie im Tierheim aufgenommen wurde. Vor Ort aber gab es viele, sehr tierliebe Menschen, die sie geduldig wieder aufpäppelten und denen es Dama mit ihrer freundlichen und sehr menschenbezogenen Art auch sehr einfach machte. So war es dann auch nicht erstaunlich, dass sich schnell jemand fand, der ihr ein neues Zuhause geben wollte:

Seit dem März 2018 ist Dama in ihrer neuen Familie und hat alle Herzen im Sturm erobert. Sie ist sehr kinderfreundlich und zeigt sich unfassbar geduldig mit dem menschlichen Nachwuchs. Egal, wie alt die Kleinen sind, sie liebt sie heiß und innig und macht Einiges mit. Außerdem ist sie wirklich ein schlauer Vierbeiner. Das freut Ihre zweibeinigen Familienmitglieder sehr, weil sie wahnsinnig schnell lernt und auch sehr lernbegierig ist. Fremde, vierbeinige (Hunde)Gesellen allerdings haben es mit ihrer schlauen und etwas dominanten Art nicht immer ganz einfach. Meist ist sie nämlich der Meinung, dass sie alle anderen Artgenossen erst einmal erziehen muss. Und dass natürlich absolut nach ihren Vorstellungen. Glücklicherweise stellt sie sich dabei so gut an, dass es bisher immer klappte und es keinen Ärger, sondern stattdessen eine wachsende Anzahl diverser wunscherzogener Vierbeiner in ihrem Umfeld gibt.

Wir wünschen der vielbeinigen Großfamilie weiterhin viel Freude und neue, tolle Geschichten mit ihren pelzigen Mitbewohnern und Dama soll sich ruhig weiter austoben an ihren Mithunden. Gut erzogene Vierbeiner kann man immer gut gebrauchen….

Auf ein tolles Jahr,

Euer motiviertes ForGen-Team

ForGen macht Weihnachtspause! Ein Jahr geht zu Ende!

Fast haben wir es geschafft! Ein paar Tage nur noch und dann beginnt ein brandneues Jahr.
Vorher aber möchten wir noch gemütlich und entspannt Weihnachten feiern. Daher wird unser Labor in Ruhe versetzt, was die Geräte angeht. Wir sind aber weiterhin telefonisch erreichbar, wenn es Fragen gibt und nehmen Aufträge, Proben und Post an, mehr aber dieses Jahr nicht.
Wir hatten ein aufregendes Jahr mit vielen Hochs und eigentlichen keinen Tiefs, nur ein paar Ärgernissen. Viel Arbeit liegt hinter uns und wir haben viel erlebt dieses Jahr. Auf das ein oder andere hätten wir zugegebenermaßen ruhig verzichten können, aber so ist nun einmal. Es passierte dabei so viel Positives, dass dies wohl ein geringer Preis ist.
Das nächste Jahr bringt einige neue Dinge, neue Ideen, neue Projekte und neue Ansätze. Und wir sind sehr gespannt, wie es laufen wird. Auf jeden Fall aber können wir zusammenfassen, dass bisher unser Konzept aufgeht. Qualität und Anspruch setzen sich durch und wir sind nicht von unseren Grundprinzipien abgewichen. Darüber freuen wir uns sehr, zum einen, weil wir es durchgehalten haben, zum anderen aber auch, weil es unsere Auftraggeber erlauben. Sie verstehen unser Konzept. Nullachtfünfzehn kann jeder, aber bei uns gibt es keine anonyme Massenabfertigung und wir sind nicht der Diskounter unter den Forensikern.
Wir konnten all unsere Schwerpunkte ausbauen und – wenn nötig – optimieren. Abstammungsuntersuchungen für alle Bereiche (privat, Gericht, Behörden, Familienzusammenführungen) decken alle Erfordernisse ab, so dass wir stets gefordert werden und es nie langweilig wird. Hier gefällt uns besonders der enge Kontakt zu den Auftraggebern und den vielen Helfern hinter den Kulissen. Das kannten wir in diesem Maße aus unserer universitären Zeit nicht. Spurengutachten bekommen wir ebenfalls und insbesondere die mit tierischer Beteiligung nehmen zu. Das ist doppelt schön, zum einen, weil es Aufträge sind, zum anderen, weil es zeigt, dass auch der Tierschutz ernst genommen wird und Verletzungen und Schlimmeres an Tieren verfolgt und bestraft werden. Und dann natürlich die vielen Mischlingsanalysen für „unsere“ Hunde. Die machen Spaß und sind uns jedes Mal eine willkommene Abwechslung. Wir lieben es, die kleinen Geschichten über unsere vierbeinigen Kunden vorzustellen und freuen uns immer sehr über die oft vielen und durchgängig netten und positiven Kommentare und Bemerkungen.
Daher möchten uns bei allen bedanken. Bei all denen, die uns Aufträge geschickt haben und fleißig weiterschicken und bei denen, die uns ständig und wärmstens weiterempfehlen. Es ist einfach wunderbar und bestätigend, wenn Anrufe eingehen, die in etwa so beginnen: „Guten Tag, ich brauche eine genetische xy Analyse und mir wurde gesagt, ich muss mich daher unbedingt bei Ihnen melden.“ Ein Dankeschön aber auch an unsere vielen Kollegen im Labor und der Organisation drum herum. Qualitätsmanagement, Datenschutz, Buchhaltung, all das könnten wir auf keinen Fall allein und insbesondere das QM mit seinen Akkreditierungsvorgaben ist so viel Arbeit, dass wir gar nicht genug danken können.
Wir freuen uns also auf das nächste Jahr in eigenverantwortlicher und unabhängiger Arbeit und wünschen Euch und Ihnen ein wunderschönes, besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest mit den besten Wünschen für 2020.
Euer / Ihr ForGen-Team

Is it a boy? Is it a girl? ForGen und der Graupapagei

Heute einmal etwas Besonderes, bzw. jemand Besonderes: Buddy!

Graupapagei Buddy stammt aus dem Tierpark Gettorf im schönen Schleswig-Holstein. Vor etwas über 10 Jahren wurden einige Tiere dort abgegeben und unser ehemaliger Kollege erfüllte sich den schon lange existierenden Traum nach einem Papagei. Buddy war damals etwa ein Jahr alt und ein richtig wilder Vogel ohne wirklichen Menschenbezug. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich beide gefunden hatten; jetzt aber sind sie ein Herz und eine Seele. Wohl aufgrund seiner Vergangenheit ist Buddy nicht das, was man einen begnadeten König der Lüfte nennt, weshalb er gerne überall herumläuft und klettert und immer dort auftaucht, wo gerade niemand mit ihm rechnet.

Seit nunmehr 10 Jahren ist also nichts mehr wie vorher und Buddy hat äußerst gewissenhaft und mit größtem Eifer das bisherige Menschenleben seines Mitbewohners auf den Kopf gestellt und seinen Papageien-Bedürfnissen angepasst. Abgesehen vom Platz, der Zeit und der ständigen Aufmerksamkeit, die solch ein fedriges Tier einfordert, hat Buddy natürlich einige ganz besondere Eigenheiten, die ausgiebig für ein aktives und nie langweiliges Miteinander eingesetzt werden.

Am liebsten mag er Tassen, die er einfach faszinierend findet und mit denen er stundenlang spielen kann (wenn sie es denn so lange unversehrt aushalten). Auch großartig sind Bierflaschen; bei denen er schon einmal den Anstand vorwegnimmt und sofort nach Öffnen einer Flasche mit ausgiebigen Glucksgeräuschen startet, die er mit einem ebensolch deutlichen Rülpser abschließt. Wo er DAS herhat, schein ein ewiges Geheimnis zu sein. Buddies menschlicher „Mitbewohner“ ist davon überzeugt, dass die Kinderstube in Gettorf Schuld an diesem Benehmen sein muss (Zwinkersmiley, Zwinkersmiley….).

Außerdem ist Buddy ein sehr wählerischer Papagei, was z.B. die Farben in seinem Umfeld angeht. Rot z.B. geht einfach gar nicht! Das einzige, was in seiner Nähe rot sein darf, sind seine eigenen Federn, aber alles andere wird gerne ausgiebig weggebrüllt. Mittlerweile ist er auch ein großer Kommunikator und weiß genau, wie er sich äußern muss, um die entsprechende Aufmerksamkeit zu bekommen. Vom Telefonklingeln bis zum Feueralarm über ausgiebiges Hundegebell hat er alles drauf, was immer mal wieder an den Nerven der Menschen in seiner Umgebung zerrt, da er auch sehr ausdauernd sein kann. Selbstverständlich wird auch geredet. Seine Lieblingssätze sind „was für ein hübscher Vogel“; „na, komm einmal her“.

Und die ganze Zeit fragten sich die Menschen in seinem Umfeld, welches Geschlecht denn Buddy tatsächlich hat…? Das ist ja bei vielen Papageien sehr schwierig festzustellen. Ist ein echter, rülpsender Kerl oder aber wir packen die Klischeekiste aus und gucken uns den ständig quasselnden, farbbewussten, an den schönen Dingen im Leben interessierten Buddy genauer an. Getreu dem Motto: „Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch“….Wir nehmen also ein paar Federn, arbeiten die auf, setzen eine PCR an und trennen alles in einer Kapillarelektrophorese auf und siehe da: Genetik sagt: Mädchen!

Aber wir wissen ja auch: Auch Frauen können der beste Kumpel sein und das ist Buddy ganz sicher.

ForGen verabschiedet sich damit ein wenig neidisch, sagt wieder einmal DANKE für diesen schönen Auftrag und wünscht weiterhin viel Spaß mit „der Kleinen“!

 

 

ForGen bleibt beim Hund …

Und schon wieder haben wir tolle Vierbeiner unter der Lupe genommen bzw. Ihre Abstrichprobe auf unserem Tisch bekommen! Diesmal haben Doro und Paloma den Weg zu uns gefunden. Und wie bei „unseren“ Hunden so häufig, haben die beiden eine längere Reise hinter sich, bevor sie in ihr endgültiges, wunderbares Zuhause einziehen konnten.

Diesmal beginnt alles mit einer tierlieben und hundebegeisterten jungen Frau, die leider keine Hunde in ihrer Wohnung halten durfte und deshalb auf die Idee kam, sich bei „Hunde in Not“ zu melden, um sich da um die Vierbeiner zu kümmern, die es wirklich nötig haben. 2013 war es dann aber soweit! Sowohl Zeit und Wohnsituation erlaubten nun die Haltung eines Hundes und so kam die Tierfreundin auf Doro, einen Hund aus Rumänien, der es wohl dort nicht wirklich gut hatte und wahrscheinlich auch viel geschlagen worden war. Das kann man heute noch an ihrer schief zusammengewachsenen Nase erkennen. Wie so oft bei diesen Tieren aber, hat sich auch Doro ihre Lebensfreude und Freundlichkeit bewahrt, bzw. tief versteckt, bis sie sie wieder zeigen konnte. Sie ist ruhig und ausgeglichen liebt einfach jeden (die Menschen, „ihre“ drei Katzen) und alles: Im Sommer liegt sie gerne stundenlang bewegungslos in der prallen Sonne und tankt auf, damit sie sich im Herbst ihren heißgeliebten Laubhaufen widmen kann (die dann nach kürzester Zeit ehemalige Laubhaufen sind). Und im Winter zeigt sie ihre künstlerische Seite und legt mit wildem Laufen verschiedenste und sehr lange Zickzackmuster im Schnee an. Dass sie mittlerweile 10 Jahre alt ist tut ihrer Aktivität da gar keinen Abbruch.

Mit so einer Tierschaar hätten viele Menschen genug, nicht aber Ilka und so musste im letzten Jahr ein zweiter Hund und damit eine Gefährtin für Doro her. Und natürlich sollte es auch diesmal ein Hund aus dem Tierschutz sein. Hallo Paloma! Ein tauber Mischlingshund, der wohl ebenfalls einiges hinter sich hatte und die neue Familie ganz schön beanspruchte. Katzen z.B. waren gar nicht ihre Freunde, um es einmal nett auszudrücken und es brauchte viel Geduld, Training und Hundesachverstand, bis die Katzen z.B. nun tatsächlich sogar auf dem Sofa neben ihr sitzen durften. Da fragt man sich nur, wo diejenige sitzt, die wohl mal das Sofa gekauft hat….Und taub hin oder her, das hält Paloma nicht davon ab, jeder Spur nachzugehen, die sie in die Nase bekommt. Kein Wunder bei ihrer genetischen Zusammensetzung (Dalmatiner/Foxterrier/ Parson Russel Terrier/ Beagle), wohingegen wir bei Doro mal etwas eher Selteneres gefunden haben (Akita/English Pointer/Sheltie).

Wir wünschen dieser bunten Tierschaar mit Ilka mittendrin alles Gute und freuen uns über ein weiteres Hundehappyend.

Euer

ForGen-Team!

 

Wissenschaft bei ForGen

Zugegeben, wir sind schon etwas nachtragend. Dass uns manch einer öffentlich als „Pseudowissenschaftler“ bezeichnet, ärgert uns persönlich nicht so wirklich. Warum auch? Aber, möglicherweise glaubt der ein oder andere solche Sprüche und schon ist der nächste Auftrag weg. Das können wir so gar nicht gebrauchen. Schließlich sind wir kein öffentlich gefördertes Institut, das sein Geld sowieso bekommt, egal, wie viel oder wie gut es arbeitet. Wir müssen jede Ausgabe, von Akkreditierungskosten in fünfstelligen Bereichen bis GEZ selbst irgendwie einfahren und möchten daher vermeiden, dass sich Leute abschrecken lassen.

Vielleicht aber gibt es auch einfach Menschen, die sich genau über uns informieren möchten, bevor sie uns für etwas beauftragen. Die genau wissen wollen, was wir eigentlich bisher gemacht haben und was wir alles so können….völlig verständlich.
Daher haben wir jetzt ein wenig zusammengeräumt und eine Liste angefertigt, auf der jeder, der mag, nachsehen kann, was wir bisher in unserer wissenschaftlichen Karriere in dieser Hinsicht so getrieben haben. Absolut vollständig ist sie nicht, aber wir haben uns sehr bemüht und diese Liste hier auch auf unserer Homepage (die gerne jeder mal besuchen darf).

Wer also genug Zeit hat, viel Spaß beim Lesen,

Euer ForGen-Team

Bahn frei für Lino!

Heute haben wir wieder einen ganz besonderen Hund für Euch. Man könnte meinen, er sei direkt aus den Comics auferstanden; nur die etwas größeren Ohren verraten, dass es sich doch nicht um Struppi von „Tim und Struppi“ handelt. Aber dafür ist der Kleine mindestens genauso schlau und fit wie sein Fast-Doppelgänger:
Lino ist das Produkt einer eigentlich nicht gewollten bzw. geplanten/vorgesehenen, etwas tieferen „Beziehung“ zweier Hunde, die dazu führte, dass im Frühling dieses Jahres vier entzückende Welpen das Licht der Welt erblickten. Diese landeten aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte mitsamt der Mutter im Tierschutz und einer der vier fand sein neues Zuhause in einer „Großfamilie“ bestehend aus Eltern mit (bereits größeren) Kindern, einem Kater und diversem Federvieh.
Diese hat er nun komplett im Griff und sorgt dafür, dass alle regelmäßig an die frische Luft kommen und sich ordentlich um ihn kümmern. Lino ist ein unglaublich freundliches und aufgewecktes Kerlchen, das nur vor großen, fremden Hunden eine gewisse Vorsichtigkeit an den Tag legt. Ansonsten aber ist er allem gegenüber aufgeschlossen, wissbegierig und lernwillig. Momentan übt er sich im Longboardfahren und es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis er mit dem Teil seinem Trainer davonrast. Dabei wird seiner Familie wohl auch nicht all zu viel Zeit zum Luftschnappen bleiben, wenn man sich einmal die Ergebnisse seiner Analyse ansieht, wonach Lino von den folgenden Rassen am meisten hat: West Highland White Terrier, Beagle und Foxterrier. Mit der Ruhe ist es also vorbei und wir bedanken uns bei der Familie natürlich für diesen schönen Auftrag, aber auch dafür, dass sie ganz bewusst einem Tierschutzhund und damit einem Überraschungspaket die Chance gegeben haben.
Viel Spaß und alles Gute wünscht
Das ForGen-Team

ForGen bildet fort, weiter und aus: Herzlichen Glückwunsch zum Bachelor Jamie und Nele!

Zugegeben, nach echter Arbeit sehen die Fotos auf den ersten Blick vielleicht nicht aus und manch einer könnte auf dumme Gedanken kommen…Aber nein, hier bei ForGen wird gearbeitet!

Unser Doktor Modrow war zwei lange Tage beruflich unterwegs. Zuerst musste er nach Rheinbach fahren an die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dort präsentierte „unsere“ Studentin, Jamie, Ihre Bachelorarbeit „Optimierung und Validierung einer ergänzenden Multiplex-PCR zur forensischen Analyse canider Proben angelehnt an die Vorgaben der ISFG CaDNAP working group“. Kaum war das vorbei, ging es weiter nach Hamm an die Hochschule Hamm-Lippstadt, wo Nele auf ihn wartete und am nächsten Tag ihre Arbeit vorstellte, auch Nele hatte sich mit der Verbesserung und Entwicklung der caniden-spezifischen genetischen Nachweisverfahren beschäftigt.
Beide haben es klasse gemacht und zu Recht eine 1 vor dem Komma bekommen. Einmal etwas hinter der 1.5 und einmal ordentlich davor! Und wir haben zwei schöne, verbesserte Nachweisverfahren im Labor.

Beide Studentinnen waren wunderbar engagiert und motiviert, sich für nix zu schade und haben uns, wo es ging unterstützt. Ein Traum für jedes Labor! Ein Vollblutpraktikum haben sie absolviert und zur Krönung hatten wir mit ihrer Unterstützung ein tolles Poster über die Haltbarkeit von DNA-Spuren auf der ISFG-Tagung in Prag zur Vorstellung. Das muss man auch erst einmal schaffen, zum Abschluss der Bachelorarbeit ein wissenschaftliches Poster auf der größten Forensischen Genetik Tagung der Welt UND dann noch die Annahme des zugehörigen Papers. Sobald dieses veröffentlicht ist, werden wir es hier vorstellen!

Wir wünschen den beiden alles Gute (und weinen ein wenig, weil die Bachelorarbeit nicht doppelt so lang war…),

Euer stolzes ForGen-Team

Endlich auch offiziell: ForGen ist nach neuer, erweiterter Norm bei der DAkkS akkreditiert!

Die Urkunden sind da!!! Schlappe 6 Monate nach unserem Überprüfungsmarathon durch die Deutsche Akkreditierungsstelle sind sie eingetroffen. Zwei Prüfer (einmal Qualitätsmanagement/System und einmal der Fachgutachter) waren im März bei uns im Hause und haben uns gefühlt bis in den Molekularbereich durchleuchtet. Unglaublich anstrengend war das, genauso wie die Zeit davor mit den ganzen neuen Vorbereitungen. Wir sind jetzt nämlich zum einen überwacht worden, ob wir in der letzten Zeit alles richtig gemacht haben und zum anderen wurde geprüft, ob unser Labor auch der neuen und erweiterten ISO Norm standhalten kann. Vieles ist hinzugekommen und macht die Arbeit nicht unbedingt einfacher oder schneller. Neue Begriffe mussten wir lernen und werden uns von nun an auch solch großartigen Dingen wie dem Risikomanagement und der Risikobewertung widmen dürfen. Zeit und Geld purzelten dahin und wir übten uns fleißig in Durchhaltevermögen und Demut; alles wurde der nötigen Akkreditierung untergeordnet.

Dafür dürfen wir nun völlig zu Recht behaupten, dass wir eine der ersten Labore sind, die nach der neuen Norm erfolgreich überprüft wurden und die nun auch -ganz neu und hochoffiziell- die Probenentnahmen sowohl für die Abstammungsanalysen als auch für die Spurenuntersuchungen haben akkreditieren lassen. Ein schöner Standortvorteil manch anderen gegenüber, wenn einmal die Frage nach der Kompetenz in diesem Bereich aufkommen sollte.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei all denen bedanken, die uns direkt und oder indirekt geholfen haben. Direkt natürlich bei unseren beiden QM-Beauftragten, die uns mit Engelsgeduld immer wieder in die Spur schoben, wenn uns als Wissenschaftler mal wieder überhaupt nicht in den Kopf wollte, was von uns warum und wie verlangt wird und die wahnsinnig viel organisatorische Arbeit überstanden haben. Und auch bei unserem allgemeineren und auch dem privateren Umfeld. Oft lagen die Nerven blank und unsere Launen befanden sich in Tiefen, die sich bedenklich dem Erdmittelpunkt annäherten. Manch ein Gutachten blieb liegen, weil wir noch hier und da etwas vor- oder nachbereiten mussten.  Aber alle haben durchgehalten und uns immer unterstützt. Vielen Dank und jetzt genießen wir den Tag.

Euer hochzufriedenes ForGen-Team

 

Zwei Wochen Forensik pur – Weiterbildung für ForGen

Das waren zwei ereignisreiche Wochen für ForGen. Erst eine Woche in Prag auf dem größten forensischen Genetiker Kongress, der International Society of Forensic Genetics und dann die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin im schönen Hamburg, wo wir nicht nur viele Beiträge gehört haben, selber einen Vortrag präsentierten, sondern auch als Aussteller präsent waren.

Zusammengefasst kann man sagen, dass DNA-Transfer und -Kontaminationen in aller Munde sind und jeder sich dieser Problematik bewusst ist. Zahlreiche Vorträge und Poster in Prag beschäftigten sich mit diesem Thema und auch auf der Jahrestagung der Rechtsmediziner wurde dieses Thema behandelt bzw. gewürdigt. Wir selber haben in Prag die Ergebnisse unserer Studie zur Nachweisbarkeit und Analyse von Speichelspuren auf Fell bzw. ganze Tierteile vorgestellt (als Simulation für gerissene Tiere) und konnten viel über Canidengenetik diskutieren und unsere gute Kollegin und Forschungspartnerin hat in Hamburg den jährlichen Forschungspreis für ihre zahlreichen Untersuchungen zum Thema der DNA-Haltbarkeit und -Übertragung erhalten. U.a. zeigte sie in ihrem Vortrag, dass Körperflüssigkeiten auf Kleidung, die bei kalter Witterung in einem Teich versenkt wurden, nach zwei Wochen noch eine vollständige DNA-Typisierung zuließen. Verschmutzte Kleidung in der Waschmaschine? Wunderbar saubere Kleidung, ohne einen sichtbaren Fleck kam aus den Maschinen heraus. Die DNA aber war noch immer (auch nach mehreren Waschgängen) hervorragend nachweisbar. Auch gehörte zu ihren Studien eine ganz neue Untersuchung, bei der versucht wurde, glatte Oberflächen von DNA zu befreien. Sie bekam genau das heraus, was wir schon vor einigen Jahren an künstlich erstellten Spurenträgern („How to get rid of unwanted DNA“) bzw.  ganz pragmatisch im Sektionssaal („Phantoms in the Mortuary“) zeigten: Kaum, bis gar nicht. Es gibt eine absolut sichere Möglichkeit, die wir hier nicht verraten werden….

Wir selbst haben unseren neuen Lieblingsfall vorgestellt: Der 82-Jährige und schwer herzkranke Musiker, dessen DNA nach einem Einbruch (40 Instrumente im Wert von etwa 130.000 Euro) am Tatort gefunden wurde und den eine Haftstrafe erwartete. Wir hatten in einem Zusatzgutachten darstellt, auf welche unterschiedliche Weisen seine DNA dort hätte hinkommen können, OHNE dass er der Einbrecher gewesen sein muss. Die tatrelevante Spur ist hier das Zauberwort bzw. der erlaubte Spurenleger und wir sind noch immer schwer begeistert, dass der arme Mann aufgrund unserer Begutachtung freigesprochen worden ist.

Viele neue Kontakte konnten wir knüpfen, alte vertiefen oder auffrischen und wir sind absolut überzeugt, dass wir den schönsten Stand auf der Jahrestagung hatten.

 

Euer absolut zufriedenes ForGen-Team

ForGen ist auf der 98. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin!

Heute ist ein großer Tag für uns. Erstmals sind wir als Sponsoren auf einer großen Tagung dabei. Diese Woche treffen sich die Rechtsmediziner, die forensischen Biologen und Toxikologen u.v.a. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Hamburg zu ihrer jährlichen Tagung und wir haben mit ForGen einen Stand dort. Viel Arbeit ist es im Vorfeld gewesen, die Nerven lagen mal hier mal dort mehr als blank und zack war ein neues weißes Haar da….

Nun aber stehen wir hier mit unserem Stand, zwei tollen Aufstellern, einem neuen Flyer speziell zu unseren Tieranalysen, einer sehr schicken Postkarte (die wir bald auslegen werden) und einem (wie wir finden) sehr gelungenem Poster für unser ForGen-Quiz „drei Tage-drei Fragen-drei Hunde“. Jeden Tag gibt es eine Frage zu einem „unserer“ ForGen-Hunde und der Gewinner bekommt dem Thema entsprechend einen kleinen ForGen-Super-Snoopy mit Knopf im Ohr und natürlich einem Cape mit ForGen-Logo (hier einen herzlichen Dank an die Stickerin).

Das tolle Design für die Plakate etc. hat übrigens eine Graphikerin übernommen, bei der wir uns ebenfalls sehr bedanken; auch hatten wir professionelle Hilfe mit Wort und Schrift etc. Aber wir möchten auch eine herzliches Dankeschön bei denen loswerden, die uns so tolle Fotos von ihren Tieren zur Verfügung gestellt haben. Wir finden, sie machen sich super und finden es auch ein wenig schade, dass wir nicht alle Bilder verwenden konnten.

Bei diesem tierisch forensischem Thema hätten wir beinahe vergessen, dass wir auch noch in „normaler“ humaner Genetik und Analytik unterwegs sind und einen Vortrag halten werden zum Thema „Die tatrelevante Spur“.

Eines der Hauptprobleme in der forensischen Genetik ist – wie wir auch letzte Woche auf der internationalen Forensik-Genetik Tagung in Prag wieder einmal feststellen konnten – der DNA-Transfer. Es gibt so viele Möglichkeiten zur Entstehung von DNA-Spuren, weshalb die sachverständige Interpretation von möglichen Transfer-Geschehnissen immer wichtiger wird. Nur der reine Nachweis einer Spur (und sei sie noch so schön und deutlich) zeigt wahrlich nicht immer sicher die aktive Beteiligung des Spurenverursachers, tatrelevant muss sie sein, die Spur.

Aber jetzt freuen wir uns auf die nächsten drei Tage mit vielen Kollegen, guten Gesprächen und hoffentlich einem guten Eindruck.

 

Euer motiviertes ForGen-Team!

ForGen ist in Prag!

Viele Grüße aus dem wunderschönen Prag, wo wir gerade an dem weltweit größten forensisch-genetischen Kongress teilnehmen. Ausgerichtet von der ISFG (International Society of Forensic Genetics) sind etwa 700 Teilnehmer aus der ganzen Welt hier und zeigen ihre neuesten Forschungsergebnisse. Insbesondere die Interpretation von genetischen Spuren (Stichwort DNA-Transfer und Mischspurproblematik) und die Entwicklung neuer Methoden (u.a. Massive Parallel Sequencing) sind große Themenkomplexe. Dazu kommen viele spannende Fallbeispiele und interessante Studien zur DNA-Übertragung oder Verbesserung von DNA-Extraktionen und Analysen. Und wie jedes Mal wird die Zahl der Beiträge zum Thema forensische Tiergenetik größer. Auch wir haben diesmal einen tierischen Beitrag. Ganz getreu unserem Motto „tierisch genetisch, tierisch forensisch, tierisch gut“ haben wir uns ein wenig der DNA-Haltbarkeit gewidmet und stellen eine Studie vor, an der einige unserer Bachelorstudenten beteiligt waren. Auf die sind wir jetzt sehr stolz, nicht jeder Bachelorstudent endet schließlich mit seiner Projektarbeit auf einem solch tollen Kongress und die drei können daher auch sehr stolz auf sich und ihre gute Arbeit sein.

Jetzt aber bilden wir uns weiter fort und werden uns der landestypischen Nahrungsaufnahme widmen. Mal sehen, was wir da so lernen.

Alles Gute,

Euer ForGen-Team

Liebe und Freundschaft vergehen nie – Einstein und Charon

Es ist einfach zu schön, was wir bei ForGen immer wieder für tolle Geschichten über Hunde erfahren dürfen. Und der Kontakt zu den Hundefamilien macht unfassbar Spaß.
Und immer, wenn man denkt, man kenne jetzt alles und habe alles erlebt, gibt es diese kleinen Geschichten, die uns tief gerührt zurücklassen.
Heute stellen wir Euch Einstein und Charon vor. Beide nun forensisch geprüfte Husky-Schäferhund-Owtscharka bzw. Schäferhund-Huski-Mudi-Mixe, die vom Tierschutz an ihre Familie in Deutschland vermittelt wurden:
Einstein kam 1997 aus den Abruzzen in sein neues Zuhause. Er benahm sich von Anfang an nicht immer wie ein normaler, einfacher Haushund und zeigte sich hin und wieder sehr respekteinflößend für seine vierbeinige Umwelt. Er wies schlichtweg einige herausfordernde Charakterzüge auf, die sehr an seinen Vorfahren, den Wolf, erinnerten. Dabei allerdings war er der tollste Hund überhaupt und binnen kürzester Zeit ein vollständiges und heiß geliebtes Familienmitglied.
Charon, der schwarz-fellige und etwas größere Hund kam 2006 dazu und nun hatte die Familie zwei herausfordernde Kraftpakete im Haus.
Wie sehr diese Tiere, von denen man häufig gar nicht weiß, was sie alles durchmachten, wie sie behandelt wurden, welche Erfahrungen mit dem Menschen sie schon hatten, es schaffen können, sich tief in die Herzen „ihrer“ Menschen zu vergraben, so dass die Erinnerung nie verblasst, erfuhren wir wieder einmal und diesmal auf noch nie erlebte Weise bei der Bearbeitung dieses Falles:
Einstein verstarb nach 10 wunderbaren Jahren in Deutschland im Jahr 2007 und ist damit seit über 10 Jahren tot. Dennoch hat er die Familie nicht losgelassen und als die Entscheidung feststand, Charon untersuchen zu lassen, entschloss man sich, die Grübeleien über Einstein ebenfalls zu lösen und auch den verstorbenen Hund zu analysieren.
Als neutrale Forensiker oder Rechtsmediziner würden wir es einfach die Durchführung einer postmortalen Mischlingsanalyse nennen.
Selber aber schon immer Tiere um sich habend seit wir denken können, mussten wir tatsächlich schlucken, als wir das Probenmaterial zur Untersuchung bekamen. Von Charon gab es die normale Mundschleimhautabstrichprobe und von Einstein schickte uns die Familie einen Klarsichtbeutel mit einem Büschel heller Haare. Sie hatten tatsächlich all die Jahre diese Haare von ihrem Einstein aufbewahrt. Und wir mussten versprechen, nicht alle zu nutzen und die übrigen wieder zurück zu schicken. Also haben wir die besten Haare herausgesucht und konnten ein hervorragendes und vollständiges genetisches Profil aus diesen fast 12 Jahre alten Haaren darstellen.
Die Ergebnisse passen wunderbar zu den beiden Hunden, die Familie freut sich und hat noch einmal die Erinnerung an Einstein aufleben lassen. Und wie wir uns sicher sind, wird das nicht das letzte Mal sein….
Aber mal ehrlich, sie bleiben immer bei uns und jedes Tier ist das tollste, das man jemals hatte. Kein neues ersetzt das alte Tier; es ergänzt es und ist wieder auf seine Art wunderbar, ohne, dass sein Vorgänger verblasst. Oder?

Ein schönes Wochenende, Euer jetzt ein wenig sentimentales

ForGen-Team

 

Sommer, Sonne, Strand und Maya

Mittlerweile haben wir ja schon etliche Mischlingsanalysen oder Rassebestimmungen bei Hunden durchgeführt und kennen natürlich auch die ein oder anderen typischen Mixe. Hier war es etwas anders. Die Ergebnisse kamen als Rohdaten aus dem Labor, sahen sehr gut aus und die zugehörige Analyse und Zuordnung der genetischen Marker ergab eine Mischung, wie wir sie noch nie hatten und wir waren eigentlich zuerst der Meinung, solch einen Hund könne es doch gar nicht geben. Auch hatten wir geringfügig Probleme, uns ein Bild von ihm zu machen. Border Collie, französische Bulldogge, Labrador und Englischer Cocker….Das haben wir wirklich noch nie auf einer Auswertung zusammen gesehen. Voller Neugier sahen wir uns dann die Fotos an und konnten eine absolut bezaubernde Hundedame mit riesigen braunen Augen bewundern: Maya, vor drei Jahren aus einer portugiesischen Tierrettung von ihren heutigen Besitzern nach Deutschland geholt und mittlerweile bestens integriert. Sogar offiziell mit ins Büro darf sie, wo sie sich hervorragend benimmt. Zusätzlich ist sie mit einem eher „undamenhaften“, riesigen Appetit gesegnet, allerdings etwas wasserscheu. Schafe liebt sie über alles (was nichts mit dem gerade erwähnten Appetit zu tun hat, hoffen wir zumindest) und wer sie genau ansieht, kann an den Beinen, bzw. Pfoten die Nähe zur Bulldogge erkennen. Laut ihren Besitzern passt auch der Gang dazu, weshalb alle, die Maya kennen, im Vorfeld tatsächlich auf Bulldogge getippt hatten. Auf jeden Fall ist sie der Sonnenschein ihrer neuen Familie und ein weiterer Beweis dafür, wie wunderbar diese pelzigen Vierbeiner sich bei ihren Menschen einleben und das Leben bereichern. Wir wünschen der ganzen Familie alles Gute und sind wieder einmal ein kleines bisschen traurig, dass wir nicht alle „unsere“ Hunde persönlich kennen.

Euer sehr zufriedenes

ForGen-Team

Und auch den großen Ringversuch geschafft!

Was für eine Hitze, da mag man sich kaum bewegen. Heiß geht es her und nicht nur die Temperaturen betreffend. Da freut man sich ungemein, wenn dann endlich (weil etliche  Wochen später als üblich) die nächsten Ringversuchszertifikate ins Labor trudeln. Der große Spurenringversuch! Zwei Teile, immer drei Personen mit teils unfassbar seltenen (und daher sehr schwierig zu bestimmenden Merkmalen) und dazu je vier Spuren auf unterschiedlichsten Spurenträgern. Hier gab es kaum etwas, was wir noch nicht hatten. Blut-Speichel-Sperma einzeln oder in unterschiedlichsten Mischungen auf Tupfern, Blättern (Botanik!), Papier, Cornflakes, Kieseln, Betonstückchen, Teebeuteln, Jeansstoffen, gegerbtem Leder und vieles mehr. Alles, was nachweislich Probleme machen kann, wird für diese Ringversuche eingesetzt. Zusätzlich zur Genetik muss bestimmt werden, um was für Spuren es sich überhaupt handelt und zu wem die eine oder andere Spur gehört. Biostatistische Berechnungen sind durchzuführen, bei denen meist Drei-Personen-Spuren vorliegen und berechnet werden muss, welche Personen mit welchen Wahrscheinlichkeiten dazu beigetragen haben, wer der Hauptspurenleger ist und und und. Diese Ringversuche halten einen auf Trab und sind eine der Voraussetzungen für unsere humane Akkreditierung, da wir ja neben dem System (das allgemeine Laborprozedere) auch spezifisch diese Methoden haben akkreditieren lassen. In Deutschland entstanden und von einem deutschen Labor konzipiert, nehmen mittlerweile forensische Labore aus der ganzen Welt teil. Umso mehr freut es uns, dass wir es wieder einmal überlebt haben. Wir können also auch offiziell genetisch typisieren und wir können feststellen, wer zu welcher Spur beigetragen hat, wie viele Personen es überhaupt waren und wer ggf. mit wem verwandt ist!

In diesem Sinne, lässt sich der Urlaub gleich noch mehr genießen. Bald sind wir wieder voll für euch da

Euer zufriedenes

ForGen-Team

Nächster Ringversuch geschafft: Puh!!!

Da macht man diese Ringversuche mittlerweile seit Jahrzehnten und bisher haben wir immer alles richtig gerechnet und befundet. Bei diesem Abstammungsringversuch ist traditionsgemäß immer einer leichter und einer komplizierter, was aber noch nie wirklich ein Problem war.

Diesmal mussten wir doch tatsächlich etwas mehr nachdenken und sind fast an unsere technischen Grenzen gestoßen. Und nachdem wir der Meinung waren, das Rätsel gelöst zu haben, machten tatsächlich fast die Rechner schlapp. Die Praktikantenrechner sind abgeschmiert, zwei tapfere Geräte haben zwei Stunden und teils länger an den verschiedenen Konstellationen gerechnet. Das hatten wir noch nie! Aber offensichtlich hatten wir bei den aufzustellenden Hypothesen alles richtig gemacht und keine vergessen. Dabei hörte sich die Fragestellung gar nicht sooo schlimm an, oder?

Mit diesem Gutachten soll überprüft werden, welche Verwandtschaftskonstellation zwischen John und den Geschwistern Peter, Paul und Maria besteht. Fakt ist, dass Johns Mutter und die Mutter von Peter, Paul und Maria Geschwister sind und dieselbe Mutter haben. Entsprechend handelt es sich bei dieser um die Großmutter von John und den Geschwistern P, P und M. Fraglich dabei ist nun, ob die beiden Mütter den gleichen oder verschiedene Väter haben, also, ob sie Voll- oder nur Halbgeschwister mütterlicherseits sind. Zusätzlich kommt hinzu, dass es unklar ist, ob P, P und M denselben Vater haben oder nicht. Für die vier stellt sich also die Frage, ob sie denselben Großvater haben oder nicht.

Wir haben also die zahlreichen zu beachtenden Hypothesen gegenübergestellt und die Rechner mit den zugehörigen genetischen Daten ihren Job machen lassen. Daran kann man einmal sehen, dass es eben doch nicht immer alles so einfach ist.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir auch hier wieder alles geschafft haben!

Euer sehr zufriedenes

ForGen-Team

ForGen fassungslos: Wunsch-Gutachten???

Immer mal was Neues….Jetzt arbeiten wir teilweise schon seit fast 25 Jahren in der Forensik für Gerichte, Staatsanwaltschaften, Behörden aber auch für Privatleute, Und nicht einmal gab es Zweifel an der Richtigkeit unserer Gutachten bzw. an der objektiven Erstellung derselben. Und jetzt müssen wir erfahren, dass es Leute gibt, die davon überzeugt sind, dass wir unsere Ergebnisse dem Gutachtenauftrag anpassen?
„Bitte Abstammungsgutachten für zwei Kinder. Nummer 1 darf passen, aber Nummer 2 nicht, viel zu anstrengend der Junge und will auch noch Medizin studieren. Das wird zu teuer im Unterhalt.“ Oder aber die ganzen Anrufe von der Mafia „Sie haben da doch die Probe vom Tatverdächtigen xy…? Der ist doch natürlich NICHT in der Spur zum aktuellen Mordfall, ODER!?!“
Wie konnte uns das bisher nicht auffallen? Aber ehrlich, denken solche Menschen?
Wir arbeiten nach einem Qualitätsmanagement im Rahmen unserer Akkreditierung nach ISO17025. Diese behandelt ausgiebig bereits den Umgang mit Aufträgen und Proben lange, BEVOR die Untersuchungen im Labor gemacht werden. Sobald der Auftrag eingeht, muss dies dokumentiert werden. Dann wird als erstes überprüft, ob man den Auftrag überhaupt erfüllen kann. Forensische Spurenuntersuchungen z.B. darf man nur machen, wenn man die entsprechende Akkreditierung dafür hat. Bekommt nun ein anderes Labor mit z.B. einer Akkreditierung für pathologische Untersuchungen einen forensischen Spurenauftrag, wird dieses Labor den Auftraggeber informieren und bestenfalls vorher ein geeignetes Labor heraussuchen und empfehlen.
Sobald dann vom geeigneten Labor der Auftrag angenommen wird, wird explizit die Fragestellung festgesetzt, um die bestmöglichen Untersuchungsansätze auszuwählen. Und so weiter und so weiter, bis zum Schluss ein ordentliches und objektives Gutachten fertig gestellt ist.
Dies wird vielleicht dazu führen, dass der Beklagte freigesprochen wird, obwohl eigentlich jeder weiß, dass er der Täter ist. Oder aber das wirklich niedliche Kind wird eindeutig dem fürchterlichen Mann zugeordnet, der seit zwei Jahren der Probenentnahme entflieht und schlussendlich mit der Polizei vorgeführt werden musste. So ist es und nichts auf der Welt würde uns dazu bewegen, Beweise zu unterschlagen oder in die falsche Richtung zu interpretieren. Wir haben Serientäter, Vergewaltiger und Pädophile überführt, haben den Richter gebremst, wenn die Spurenlage eine sichere Zuordnung einfach nicht zuließ und haben uns im Gerichtssaal vor 24 Strafverteidigern (erfolgreich) erklären müssen.
Und da meint manch einer tatsächlich, wir riskieren das und unseren guten Namen mitsamt unserem Beruf (der bei uns tatsächlich von Berufung kommt) für eine Analyse auf Hunde- bzw. Wolfs-DNA?
Da fehlen uns jetzt wirklich die passenden Worte….
Euer sprachloses ForGen-Team

Einen schönen Gruß zum Wochenende an alle aus diversen Ecken

Diese Tage sind wir etwas schwer erreichbar (gewesen). Unser Bereichsleiter Tiergenetik ist eingeladen worden, auf dem 5. Life Science Kongress in Idstein einen Vortrag über DNA-Analyse aus unterschiedlichsten und zum Teil sehr herausfordernden Ausgangsmaterialien zu halten und die Laborleitung ist in Köln zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Abstammungsbegutachtung unterwegs. Dort hat ForGen einen Vortrag über die Problematik bzw. den Umgang bei Abstammungsgutachten aus unkonventionellen Spurenträgern und unter erschwerten Bedingungen. Also thematisch passend. DNA-Typisierungen unter schwierigen bzw. komplizierten Bedingungen – und damit genau das, womit wir Forensiker uns fortwährend und spezialisiert befassen.


Allen ein sonniges Wochenende, Euer umtriebiges


ForGen-Team

Zum Thema ForGen und der Wolf in Frankreich

Wie angekündigt, heute einmal die ausführliche Version zum Streit um die genetische Untersuchung von Wolfsproben aus Frankreich, die mithilfe vieler fleißiger Helfer entstanden ist.
Hintergrund ist, dass ForGen in Frankreich bei der Analyse der Proben von gerissenen Nutztieren Hinweise auf Hybriden gefunden hatte. Diese Ergebnisse wurden vehement von höchsten Stellen angegriffen. In Frankreich gäbe es keine Hybriden! Also wurde ein zweites Labor (Antagen) beauftragt, das in Frankreich gesammelte Haar-, Urin- und Losungsproben untersuchte und tatsächlich auch einige Hybriden fand. Allerdings weniger.
ForGen sah das als absolut unabhängige Bestätigungsanalyse an. Der Nachweis von Hybriden aus gänzlich anderen Proben, mit anderen genetischen Markern und unterschiedlichen Referenzproben konnte gar nicht anders interpretiert werden als: Es gibt Mischlinge in Frankreich!
Nun ging es aber los und der Streit begann, da wir mehr Mischlinge gefunden hatten. Kein Grund zum Streiten sagten wir, da wir nur Proben von gerissenen Tieren untersucht hatten, was einen gänzlich anderen Untersuchungspool darstellt als eingesammelte Pröbchen, bei denen keiner weiß, ob die zugehörigen Tiere jemals ein Nutztier gerissen haben.
Nur eine vergleichende Untersuchung der gleichen Proben und mit IDENTISCHEN Referenzdaten könnte wirklich Klarheit bringen. Das war der Vorschlag von ForGen.
Tatsächlich erhielten wir gut 20 Proben, die wir vergleichend untersuchen sollten. Anders, als im Vorfeld kommuniziert aber, gab es „Änderungen im Plan“:
• Antagen erhielt die Proben lange vor uns.
• Offensichtlich hat Antagen (und damit das Konkurrenzlabor) die Proben abgefüllt und versandfertig gemacht.
• Aus einigen Proben hat Antagen selber die DNA extrahiert und die DNA-Extrakte nach Hamburg geschickt
• Der Versand geschah im Sommer ohne Kühlung
• Die Proben kamen verfault und vertrocknet bei uns an, da teilweise die Röhrchen nicht korrekt geschlossen waren, Blut wurde im nativen Zustand flüssig verschickt, Gewebe in kleinen Gefäßen…
• Nach der Untersuchung sollte es ein gemeinsames Treffen der beiden Labore geben zum objektiven und wissenschaftlichen Austausch
• Dieser Termin in Lyon wurde sehr kurzfristig angesetzt und fand EINZELN statt. Antagen und ForGen trafen sich NICHT
• Die Ergebnisse des Treffens in Lyon sollten in einem Bericht dargestellt werden, der VOR der Veröffentlichung an ForGen geschickt werden sollte, um etwaige Missverständnisse zu klären
• Dies geschah nicht. ForGen erfuhr von eingeladenen Personen von diesem Termin, nicht von den Organisatoren
• Mehrere Versuche, noch vor DIESEM Termin die Verantwortlichen zu erreichen, um den Bericht zu erhalten, scheiterten
• ForGen erhielt den Bericht am Abend NACH der Präsentation
• Während dieser Präsentation wurde ForGen vom leitenden Wissenschaftler kritisiert und diffamiert; alle vorherigen Absprachen und angeblichen Klärungen schienen vergessen.
• Nun wird behauptet, dass unsere Daten völlig falsch seien, was sich natürlich auch auf die Interpretation bezieht
Wir haben die Verantwortlichen nun angeschrieben und aufgefordert zu reagieren. Das Ganze sehen wir mittlerweile als beabsichtigte Diffamierung an. Wenn ein Labor nicht weiß, dass flüssiges Blut nicht unbehandelt bei Raumtemperatur im September von Frankreich nach Deutschland geschickt werden sollte oder dass man keine 10 µl DNA aus schlechtem Ausgangsmaterial in nicht zusätzlich versiegelten Gefäßen versenden sollte sondern sie stattdessen in nur halb zugedrehten Gefäßen in die Post gibt….oder wenn der hauptverantwortliche Genetiker nicht weiß, dass schlechte DNA-Qualität und -Quantität dazu führen kann, dass genetische Ergebnisse sich ändern, weil es zu Merkmalsverlusten oder -gewinnen kommen kann, ja dann glauben wir einfach nicht mehr an einen fairen Vergleich zweier Labore!

Alles ist detailliert im anhängenden Schreiben zu finden!

Allen ein RUHIGES und sonniges Wochenende

Euer ForGen-Team

Hier geht’s zum kompletten Text.

Von Vertrauen, Ehrlichkeit und Anstand, „good scientific practice“, Fake News und dem Wolf

Wie konnte es so weit kommen? Längst wissen wir, dass der Wolf polarisiert und haben unglaubliche Dinge zu diesem Thema gehört, gesehen und vorgeworfen bekommen. Als inkompetente, nichts-wissende Wolfhasser sind wir beschimpft worden und alle paar Wochen äußert sich jemand in der Presse (gerne auch aus bestimmten Ämtern und der Politik) über ein kleines Labor in Norddeutschland, das ja so gar nichts kann….
Nun aber befinden wir uns auf dem Höhepunkt und wir haben noch keine Ahnung, wo das enden wird.
Nachdem wir in französischen Proben von gerissenen Tieren Hinweise auf eine mögliche Hybridisierung gefunden haben, wurde von einem französischen Labor die Existenz von Hybriden (die bis dato komplett geleugnet wurde) bestätigt. Allerdings in geringerer Anzahl. Kein Thema sagten, wir erfreut ob dieser unabhängigen Bestätigungsanalyse, wir müssten nur zwei Dinge beachten:
Beide Labore untersuchten nicht dieselben Proben, also konnte gar nicht dasselbe Ergebnis herauskommen UND beide Labore nutzten komplett unterschiedliche Referenzdaten.
Wir schlugen vor, die gleichen Referenzen zu bekommen und die Ergebnisse mit diesen zu überprüfen. Ein Leichtes wäre das gewesen und hätte locker innerhalb kürzester Zeit zu einem vergleichbaren Ergebnis geführt. Leider haben wir nie die Referenzproben erhalten und auch nie erfahren, welche Referenzen dieses andere Labor nutzt.
Stattdessen haben wir uns darauf eingelassen, 20 Proben aus Frankreich zu bekommen und diese zu untersuchen, um uns dann mit dem anderen Labor kurzzuschließen und unsere Ergebnisse zu vergleichen. Wir hätten das nie tun sollen und sind nun um die Erfahrung reicher, wie in den höchsten Ebenen gelogen und getrickst wird. Eine Schmutzkampagne ist in Frankreich gestartet worden und wir staunen über soviel Bösartigkeit und Hinterhältigkeit.
Das Ganze ist demnächst in aller Ausführlichkeit und aufgrund der Internationalität mehrsprachig nachzulesen…….

Euer sehr desillusioniertes

ForGen-Team

Über Einsatz und Geduld, Freude am „Gutes tun“ und dem Glück auf vier kleinen Pfoten: Willkommen Castanita und Alfie!

Wir bei ForGen lieben unsere Arbeit. Forensische Genetik ist einfach super und man kann soviel Gutes tun in so unfassbar wichtigen Bereichen wie Abstammungsfällen aber auch bei Morden, Misshandlungen oder Vergewaltigungen, Serieneinbrüchen durch Diebesbanden und und und. Manches kann ganz schön aufreibend und anstrengend sein.
Da sind dann häufig unsere „tierischen Fälle“, die Mischlingsanalysen, wie Balsam auf der Seele. Es macht einfach unfassbar Spaß, die Analysen durchzuführen, die Rohdaten zu befunden, auszuwerten und dann zum Schluss das Ergebnis mit dem untersuchten Hund zu vergleichen. Besonders toll ist es, wenn wir über „unsere“ Hunde mehr erfahren und eine kleine Geschichte schreiben dürfen.

Heute haben wir das Glück, gleich über zwei kleine Pelzknäuel berichten zu dürfen. Ein Paar im schönen Schleswig-Holstein, direkt an der Küste, entschloss sich im letzten Jahr, dazu einen Hund in ihre wundervolle und hundeparadiesische Umgebung zu holen (wir als alte Kieler wissen, wovon wir hier reden…). Schnell war klar, dass es ein Hund aus dem Tierschutz sein sollte. Im Internet stieß man auf die SALVA-Hundehilfe und dort auf die kleine Castanita, ein schüchterner und ängstlicher Problemhund, dafür aber mit riesigen ausdrucksvollen Augen. Einmal reingucken und es war zu spät. Castanita musste es sein! Tatsächlich schienen die drei gut zusammenzupassen. Die Leute bei SALVA sind da sehr gründlich und bemüht, für jeden Hund die richtigen Besitzer zu finden. Mitte Januar sollte es losgehen, aber Castanita „boykottierte“ diesen Plan. Kurzerhand hatte sie sich als „Leihmutter“ einigen Welpen angeboten und musste auf diese aufpassen. Nun wussten die beiden Hundebesitzer in spe zwar, dass ihre Castanita fürsorglich war, aber leider war sie noch weit weg und es galt, einige Wochen zu warten. Dann wurden die Kleinen auch noch
krank und die Ausreise verzögerte sich weiter. Erst Mitte März war es endlich soweit. Bis dahin hatte sich insbesondere Castanita neues Frauchen mit allen Hunden in der Umgebung getröstet. Jeder, der mochte, wurde von ihr ausgiebig gestreichelt und geknuddelt, zahlreiche Hundebücher wurden gelesen und immer wieder die Helfer von SALVA kontaktiert, um sich auf die kleine geschundene Seele vorzubereiten.
Und der Start war nicht leicht. Castanita war ängstlich und unendlich vorsichtig. Es dauerte, bis sie das erste Mal Leckerchen annahm und sich streicheln ließ. Wer weiß, was sie erlebt hatte. Minischritt für Minischritt. Aber es geht voran und ihre Menschen erarbeiten sich mit riesiger Geduld ihre Hundefamilie. Zu der jetzt übrigens ein zweiter Vierbeiner gehört. Alfie, auch vom Tierschutz und auf einer Pflegestelle auf ein neues Zuhause wartend. Obwohl körperlich sehr viel kleiner als Castanita, ist Alfie nervenstark und offen und ein wahrer, energiegeladener Charmebolzen auf vier (echt) kleinen Pfoten. Kaum angekommen, zeigte er seiner neuen Freundin erst einmal, wozu denn die auf dem Boden herumliegenden quietschenden Dinger gut sind, was Hund mit einer Kordel alles so anfagen kann und er führte sie in die hohe Kunst des „wir verwüsten die Umgebung, indem wir gemeinsam durch die Räume toben“ ein. Castanita ist abgeholt und wir sind uns so sicher, dass die beiden bald ein quirliges, glückliches und lauter Quatsch-treibendes Vierergespann sein werden, das seine Menschen auf Trab hält und ihnen jeden Tag zeigt, wofür sie sich so eingesetzt haben! Ein buntes Leben mit zwei tollen Hunden.

Ach, was sind es überhaupt, die beiden Spanier? Einmal Ratonero Valenciano mit chilenischem Foxterrier und Chihuahua und einmal ganz viel vom Ratonero, dazu Pinscher und ein Schuss Chihuahua. Mal raten, wer was ist…sieht man ganz gut.

Euer ForGen-Team sagt Danke für diesen schönen Auftrag und danke an alle, die sich so geduldig um die Hunde kümmern.

ForGen bildet fort!

„Wissen ist Macht – nichts wissen macht auch nichts“? Wir sind der Meinung, man kann gar nicht genug wissen. Und nur, wer von bestimmten Dingen etwas Ahnung hat, wird verstehen und unabhängiger werden. Und die meisten Leute wollen auch verstehen: Immer wieder werden wir angerufen oder angeschrieben mit den verschiedensten Fragestellungen und wir versuchen, so gut wie möglich zu unterstützen.

Bereits seit knapp zwei Jahren bieten wir ganz offiziell auch Fortbildungen zu verschiedenen Themen an. Sogar über Qualitätsmanagement im Labor haben wir schon ausführlich vorgetragen.

Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, schicken wir noch einmal auf diesem Weg unser aktuelles Angebot heraus.

Wer Interesse oder Fragen oder Anmerkungen hat, möge sich gerne bei uns melden. Wir freuen uns, wenn wir mit unserer Arbeit und unserem Wissen andere interessierte Menschen erreichen können.

Allen ein schönes, sonniges Wochenende, viele Grüße

Euer ForGen-Team

ForGen mal entspannt und ein bisschen am Feiern …

 

Heute einmal herzliche Grüße vom Wochenarbeitsende-Abschlussgrillen der ForGen-Mannschaft. Unsere beiden Praktikanten haben sich in den letzten Wochen so gut bei uns eingefunden, waren im momentanen großen Stress enorm hilfreich und haben ordentlich an ihren jeweiligen Projekten gearbeitet, so dass wir uns alle zum gemeinsamen Grillen getroffen haben. Außerdem musste noch angestoßen werden auf die Annahme unseres Posters auf der kommenden ISFG-Tagung (International Society of Forensic Genetics), wo wir eine Studie zum Thema DNA-Haltbarkeit eingereicht haben, die wir im letzten Jahr begonnen hatten und die jetzt noch einmal etwas vervollständigt bzw. verfeinert wurde. Dazu dann mehr, wenn es soweit ist.
Als kleines Dankeschön hat unser „ForGen-Kreativmanager-Designer“ (grüne Jacke mit ForGen-Logo) den beiden die neue Kreation des unglaublich praktischen und schicken ForGen-Rucksacks überreicht. Auf dass wir unseren Namen weiter nach außen tragen…😉
In diesem Sinne wünschen wir allen ein ruhiges, interessantes und erholsames Wochenende.

Euer ForGen-Team

ForGen und der Wolf gehen in die nächste Runde: Diesmal wird es politisch

Was kann die Rechtsmedizin bzw. die forensische Spurenkunde für die Wolfs- bzw. Rissanalyse tun? Warum tummeln wir uns als Forensiker im Bereich der Wolfgenetik, kümmern wir uns doch primär um Abstammungsfälle, Diebstähle, Mord- und Totschlag und Ähnliches bevorzugt beim und mit Menschen?

Na, ganz einfach: „Tierische Fälle“ wurden schon immer in der Rechtsmedizin untersucht. Man denke hier nur einmal an das gebissene Kind und den unter Verdacht stehenden Hund des Nachbarn. Der Rechtsmediziner untersucht den Geschädigten, entnimmt Proben und erstellt ein ordentliches Gutachten, dem genau zu entnehmen ist, wie die Ausmaße der Verletzungen sind und ob tatsächlich ein Hund als Täter in Betracht kommt. Zusätzlich wird der Rechtsmediziner Proben entnehmen und diese in der forensischen Spurenkunde analysieren lassen, um die Spezies herauszufinden und ggf. den tatverdächtigen Hund eindeutig mit einem weiteren entsprechenden Gutachten als Täter darzustellen oder zu entlasten.

Die Kompetenzen liegen zusätzlich in der Probenentnahme. Wo am gerissenen oder verletzten Tier müssen die Abriebe entnommen werden, wo auf keinen Fall? Wie lange hält sich DNA und was muss bezüglich einer eventuellen Kontamination z.B. mit DNA des auf der Wiese herumlaufenden Hundes bedacht werden? Und was hat es mit einer Akkreditierung auf sich?

Probenentnahme, Kontaminationsprophylaxe, die Tat-relevante Spur, Minimalspurdiagnostik…alles forensische Kernkompetenzen, ganz klar!

Und wir durften dies heute einer Abordnung der CDU aus dem Niedersächsischen Landtag vorstellen. Neben Herrn Bäumer (MdL) waren noch einige Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz dabei. Mehrere Stunden konnten wir wunderbar konstruktive Gespräche führen, uns vorstellen und die „große Frage“ (siehe den Anfang) beantworten. Wie schön, wirklich interessierte Gesprächspartner zu haben. Wir hoffen sehr, dass dieser Tag dem ganzen Thema ein wenig hilft. Schließlich geht es hier um die Betroffenen, die morgens auf ihre Weiden kommen und Ihre Tiere verletzt oder nur noch in Teilen vorfinden. Da ist uns jeder willkommen, der wirkliches Interesse an der Thematik mitbringt! Vielen Dank an die Besucher!

Euer heute wirklich optimistisches

ForGen-Team