Schon alles parat für Weihnachten? Wie wäre es mit einer Mischlingsanalyse für den Vierbeiner?

Es ist tatsächlich wieder so weit. Der erste Advent ist da und nun geht es los mit großen Schritten Richtung Weihnachten. Um so viel Positives, wie möglich zu haben und um ein wenig einzustimmen, haben wir uns eine Weihnachtsaktion überlegt:

Ab sofort kann jeder bei ForGen eine Mischlingsanalyse in Form eines Gutscheins bestellen. Entweder schicken wir Euch das Entnahmeset zusammen mit dem ausgesuchten Gutachten direkt nach Hause, so dass es verpackt und verschenkt werden kann oder aber wir versenden nur den Gutschein (als Karte oder zum Selberausdrucken per Email) und der Beschenkte meldet sich bei uns mit der jeweiligen Gutscheinnummer und bekommt das Entnahmeset nach Weihnachten von uns zugeschickt. Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

Gutschein auswählen (1 bis 4), ForGen kontaktieren und bestellen (Telefon, Email, Facebook….) und wir schicken das Entnahmeset (oder nur den Gutschein) mitsamt der Rechnung raus. Und natürlich gibt es einen Weihnachtsrabatt von 10 %!!!

Wir würden uns freuen, wenn wir viele Interessierte erreichen und wünschen Euch allen einen schönen ersten Advent und eine schöne und friedliche Vorweihnachtszeit.

 

Euer heute sehr friedlich gestimmtes ForGen-Team

Neue Masterarbeit bei ForGen!

Momentan geht es aber auch Schlag auf Schlag bei uns. Kaum ist der eine Praktikant bzw. die eine Praktikantin fertig geworden, kommt schon ein „Ersatz“.

Diesmal freuen wir uns ganz besonders. Zum einen haben wir mit Alicia wieder einmal eine unfassbar sympathische, nette und hochgradig interessierte Studentin, diesmal von der Uni Duisburg-Essen bei uns. Alicia wird für 6 Wochen ihr vorgeschriebenes Praktikum absolvieren und überall reinschnuppern, kleine Dinge selbst austesten dürfen, an Projekten arbeiten und mithelfen, wo es geht.

Zum anderen haben wir mit Antonia nun unsere zweite Masterstudentin von der Universität Uppsala. Das Großartige daran ist, dass wir hier Kontakte nutzen, die vor über 20 Jahren in den USA anfangen. Damals waren wir selbst alle gerade frisch promoviert und erweiterten unseren wissenschaftlichen Horizont als sogenannte Postdocs im Ausland. Und nun bilden wir zusammen Biologiestudenten aus. Das ist einfach super! Antonia wird sich einem zweiten Assay für die Analyse der Canidae widmen und neben Sensitivität und Spezifität auch an der Vergleichbarkeit und damit der einfacheren Kommunikation der Labore untereinander arbeiten. Zusätzlich werden natürlich viele Problem- und spannende Proben mit der verbesserten Methode ausgetestet.

Und weil wir ganzheitlich ausbilden, wird sie selbstverständlich auch vieles aus dem Bereich der Forensik lernen. Nur eine gute PCR machen können, reicht nicht!

Wir wünschen den beiden viel Spaß und Erfolg und ein paar spannende Fälle in den nächsten Wochen bzw. Monaten.

 

Euer ForGen-Team

Verletzte Tiere und der DNA-Beweis

Immer wieder haben wir bei ForGen mit verletzten Tieren zu tun und glücklicherweise werden viele Fälle mittlerweile auch von der Polizei verfolgt. Blutige Antragungen an einer Mauer, die von Fledermäusen stammen, die von gelangweilten Jugendlichen an die Wand geworfen wurden, gehören dazu, genauso wie das Pferd mit Stichwunden, die von einem sog. Pferderipper verursacht wurden.

Dazu kommen Vorfälle, wo die Polizei nicht gleich an DNA-Proben denkt, wie z.B. die vielen toten Kaninchen eines Morgens im Garten. Über Kontakte sind die Besitzer zu uns gelangt und es stellte sich heraus, dass den Kleinen der Hals umgedreht worden war. Schlimm, ABER an den toten Tieren konnten wir an den entsprechenden Stellen ein wunderbares Profil eines Mannes feststellen. Damit gab es eine sichere Möglichkeit, einen späteren Tatverdächtigen zu überführen.

Wenn es einen, bzw. die eigenen Tiere erwischt hat, ist der absolute Ausnahmezustand eingetreten und es ist völlig verständlich, wenn man hier nicht sofort (oder aber gar nicht) an eine ordentliche Probenentnahme denkt. Daher haben wir ein Entnahmeset konzipiert, das sich an denen orientiert, die auch bei Verletzungen beim Menschen von den Ärzten benutzt werden, um eine vernünftige Probenentnahme zu ermöglichen. Nicht immer ist die Polizei vor Ort und so kann jeder selbst Proben sichern. Es ist alles dabei, was man braucht und die Betroffenen haben ein Problem weniger.

Und viele gute Fotos sind enorm wichtig. Damit können auch spätere Diskussionen leicht beendet werden, wenn es darum geht, ob eine Biss- oder eine Risswunde vorliegt; ob es ein Messerstich sein kann oder die Fangzahnabdrücke von einem Fuchs oder einem sehr viel größeren Tier stammen.

Gerade im Moment mehren sich Fälle mit toten oder verletzten Tieren (viele Pferde), wo zu sehen ist, wie sehr die Betroffenen im Stress sind und so auch Spuren vernichtet oder aber übersehen werden. Das ist nachvollziehbar, wenn man sich diese Situation vorstellt. Wenn man den Verursacher aber nicht feststellen kann, wird man ihn selten dingfest machen und von weiteren Taten abhalten können.

Daher haben wir zusätzlich eine kleine Anleitung verfasst und hier veröffentlicht. Auf was muss ich achten, was brauch ich, was ist wichtig, was sollte ich nicht tun, welche Reihenfolge ist einzuhalten????

Wir hoffen, dass es die Wenigsten hier brauchen werden. Und wenn doch, freuen wir uns, wenn es hilft!

Euer ForGen-Team

ForGen und die Medien: Nun wird es ernst

Mitte August hatten wir äußerst netten Besuch von zwei Mitarbeiterinnen vom Hamburger Bürgersender und Ausbildungskanal, TIDE. (@TIDE.HamburgsCommunitySender). Und nun wird das Ganze tatsächlich gesendet. Das war ja zu befürchten! Wer also Lust hat, oder jemanden kennt, der sich für das Thema interessiert, einfach mal zum Termin hineinsehen (lassen). Wir sind auch sehr gespannt; es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie mehrere Stunden auf schlappe 2 oder 3 Minütchen heruntergebrochen werden. Wir hoffen übrigens sehr, dass sie die „Ähs“ und „Öhs“ ordentlich herausschneiden und nur die beste Seite zeigen….

Empfangen kann man das Ganze über das Hamburger Kabelfernsehen und im Livestream unter tidenet.de/tv. Außerdem gibt es die Gesamtsendung nach der Erstausstrahlung auch auf YouTube und auf der Redaktionshomepage schnappfisch.net.

Jetzt aber sehen wir unser Fernsehkarriere aufgeregt entgegen und wünschen Euch viel Spaß!

Euer ForGen-Team

Positivkontrollen für Pferdeanalysen bei ForGen! Leo und Pico!!!

Die tierischen Analysen nehmen einen immer größer werdenden Umfang ein bei ForGen! Noch immer bleiben die menschlichen Abstammungsgutachten und die Spurenuntersuchungen unsere Hauptaufgabe, aber die tierischen Aufträge werden stetig mehr. Hierzu zählen nicht nur die simplen Speziesidentifikationen oder die teils lustigen, immer spannenden Mischlingsanalysen; immer mal wieder gibt es Fälle, die beide Kompetenzen (tierisch und human) erfordern. Oft genug geht es dann nicht nur darum, tierische DNA nachzuweisen, sondern gleichzeitig müssen auch humane Spuren gesichtet und ggf. zugeordnet werden. Da ist es schon sehr praktisch, wenn ein Labor beides kann. Hierzu zählen z.B. die sog. Pferderipperfälle. Ein Pferd wird verletzt oder Schlimmeres und es handelt sich möglicherweise um einen menschlichen Täter. In diesen Fällen braucht es nicht nur die Kompetenz zum Umgang und zur Analyse humaner Proben, auch potenzielle Spuren des Pferdes müssen erkannt und bestimmt werden.

Dafür braucht ein Labor immer ordentliche Positivkontrollen zum Üben, Etablieren und Optimieren, zum Abgleich und zum Einhalten der Qualitätsstandards. Und natürlich nehmen wir bei ForGen nur das Beste! Unsere frische DNA stammt von Leonardo und Picolo, zwei wunderhübschen Spaniern, die sich seit einigen Jahren bei Hamburg herumtreiben und tagtäglich von Katrin versorgt, umsorgt, betüdelt und verwöhnt werden. Wir bedanken uns daher ganz herzlich bei diesen beiden Hübschen und natürlich auch bei Katrin, der wir auch schon einige Hundeproben verdanken.

Euch schicken wir mit einigen Fotos unsere beiden Stars der Woche in ein wunderschönes Wochenende.

Euer ForGen-Team

 

ForGen informiert: Was heißt eigentlich Akkreditierung?

Immer wieder werden wir gefragt und in vielen Gesprächen oder auch in vielen Kommentaren bemerken wir, dass viele gerne wissen möchten, was es heißt, wenn ein Labor akkreditiert ist.
Akkreditieren lassen kann sich prinzipiell jeder, der Lust und Zeit und viel Geld übrighat. Viele machen es, weil sie sich einen Wettbewerbsvorteil anderen Laboren oder Geschäften, Betrieben etc. gegenüber versprechen. Und viele machen es, weil sie es müssen….
Um einen kleinen Überblick zu geben, erwähnen wir heute einmal einige der wichtigsten Dinge. Vollständig ist das Ganze nicht, da es dann absolut zu lang (und langweilig) wäre. Dabei sind wir nach ISO17025 akkreditiert (forensische Prüflabore).
Was heißt also „Akkreditierung“ speziell für ein Labor?
JEDES Labor kann sein System akkreditieren lassen. Das nennt man das Qualitätsmanagement (QM) und nahezu alle akkreditieren Labore verfügen hierzu über ein unfassbar dickes QM-Handbuch. In diesem werden allgemeine Dinge geklärt:
1) Kompetenz der Mitarbeiter: Welche Ausbildung haben sie, wie bilden sie sich regelmäßig fort, welche Zusatzqualifikation haben sie? (So darf ein ganz normales Abstammungsgutachten in Deutschland nur ein geprüfter Fachabstammungsgutachter durchführen), ab wann können sie welche Analysen bzw. Auswertungen selbständig bearbeiten?
2) Laboraufbau und Ausstattung: Hier werden die Räumlichkeiten überprüft. Wichtig: Jeder Arbeitsschritt hat sein eigenes Labor! Spurenannahme und -bearbeitung, DNA-Extraktion, PCR, Post-PCR und Auswertung. Selbstverständlich gibt es keine Großraumlabore, alles ist getrennt und wer von dem einem Labor in das andere möchte, muss sich umziehen. Die Geräte stehen nicht alle nebeneinander und sind auch der Funktion nach geteilt. All dies dient der Vermeidung von Kontaminationen. Auch klar: Nur die Mitarbeiter dürfen in das Labor und alle Zugänge sind gesichert.
3) Labortrennung: Es gibt mehrere, voneinander ordentlich getrennte Arbeitsplätze, z.B. einen für Täterspuren und einen für Opferspuren; bzw. einen für Spuren unbekannter Herkunft und einen für Vergleichsmaterial und die Bearbeitung muss zusätzlich zeitlich voneinander (in richtiger Reihenfolge) getrennt sein. So wird vermieden, dass morgens um 10 Uhr das Vergleichsmaterial eines Tatverdächtigen (TV) bearbeitet wird und eine halbe Stunde später kommt die Zigarettenkippe vom Tatort. Wenn dann die DNA des TV an der Kippe ist, hat man als Gutachter ein echtes Problem und im schlimmsten Fall geht die Beweisführung den Bach runter…
4) Verfahrensanweisungen und Standardarbeitsanweisungen für ALLE Laborschritte und die gesamte Organisation: Alles, was im Labor gemacht wird, ist auf das Genaueste in entsprechenden SOPs (standard operation procedure) beschrieben. Und damit sind nicht nur die Methoden gemeint. Es gibt u.a. SOPs für:
• Eingang der Probe im Labor und Umgang mit den Informationen
• Dokumentation der Spurenträger (Was wurde untersucht?)
• Bearbeitung des Spurenträgers im Labor (und es geht hier schon mit dem kontaminationsfreien Auspacken los)
• Reinigung der Labore, um Kontaminationen zu vermeiden (eines der größten Probleme für den Forensiker)
• Entnahme von Spuren zur genetischen Analyse allgemein (von Personen und Gegenständen). Hier waren wir im letzten Jahr eines der ersten Labor bundesweit, die nach neuer, überarbeiteter Norm akkreditiert wurden.
• DNA-Extraktion, genetische Typisierung, Spurenvortests etc….
• Auswertung der Rohdaten
• Darstellung der Ergebnisse im Gutachten (Aufbau, Informationen, Erklärungen etc.)
• u.s.w u.s.w. u.s.w.
5) Verfahrensanweisungen und Standardarbeitsanweisungen für möglichst alle Methoden: Für alle Methoden existieren ebenfalls SOPs. Diese beinhalten nicht nur eine genaue Beschreibung, wie die Methoden durchgeführt werden, sondern auch wie sie ausgewertet werden müssen. Wir haben tatsächlich sogar für unsere einfachen Farbnachweise von Körperflüssigkeiten Farbtafeln, die zeigen, ab wann das Ergebnis als sehr gut (+++), gut (++) oder ok (+) bezeichnet werden darf und wissen genau, mit welcher Menge Blut bzw. welcher Verdünnung noch ein „+“ zu erzielen ist.
6) Nachweis, dass die Methoden korrekt durchgeführt und ausgewertet werden können: Die Ringversuche. Hier muss gezeigt werden, dass das Labor auch tatsächlich in der Lage ist, Proben und die zugehörigen Ergebnisse richtig zu beurteilen. Idealerweise gibt es Ringversuche (RV). So nehmen wir an insgesamt vier RV für unsere Abstammungs- und unsere Spurenuntersuchungen teil. Hier beteiligen sich Labore aus der ganzen Welt und einmal jährlich vergleichen wir uns auf internationalen Kongressen. Es gibt Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme und diese ist Voraussetzung für die Akkreditierung. Tatsächlich darf man auch mal Fehler machen. Fakt ist, dass die Akkreditierung helfen soll, Fehler zu vermeiden, aber auch sich stets zu verbessern. Und wenn das Labor irgendwo einen Fehler gemacht hat, muss dies genau erklärt werden und es muss eine Lösung erarbeitet werden, damit dies möglichst nicht wieder passiert (nennt sich Fehlermanagement). Fehler kann jeder machen; sie müssen nur aufgearbeitet werden, um sie beim nächsten Mal möglichst vermeiden zu können.
7) Nachweis der Eignung der Labormethoden OHNE Ringversuche: Ein Labor kann auch Methoden akkreditieren lassen, ohne dass es weltweit organisierte Ringversuche gibt. Hierzu muss ein Prozedere entwickelt werden und das Labor muss in entsprechenden Anweisungen darlegen, wie es seine eigenen Methoden überprüft und wie es sicher geht, dass diese ordentlich und absolut reproduzierbar funktionieren. Das ist besonders wichtig für Methoden, die Labore selbst entwickeln und für die es entsprechend (noch) keine organisierten RV gibt.
8) Und es gibt noch vieles mehr: Weiterhin beschrieben, erklärt, dokumentiert sind Punkte wie: Lieferantenbewertungen, Bestellwesen, Laborreinigung, Lagerung der Chemikalien, Haltbarkeit von Reagenzien und Verbrauchsmaterialen (so transparent, dass man zu jedem Gutachten herausbekommen kann, mit welcher Charge von Reagenzien hier gearbeitet wurde) u.v.m. …
Warum das Ganze?
Tatsächlich ist nicht jedes akkreditierte Labor gleich gut und nicht jedes, das nicht akkreditiert ist, ist zwangsläufig schlecht. Aber, ein Außenstehender kann sicher gehen, dass ein akkreditiertes Labor gewisse Standards einhält. Selbst wenn alle Methoden nicht akkreditiert wären, könnte jedes Labor sein System akkreditieren lassen und man wüsste, dass gewisse Grundvoraussetzungen und damit ein bestimmter Mindest-Qualitätsstandard gewährleistet ist. Auch wir haben nicht alle Methoden akkreditiert, weil die regelmäßigen Überwachungen auch unfassbar teuer sind und man oft erst sehen muss, ob sich die entsprechenden Methoden etablieren und auch lohnen. Aber selbstverständlich kann man auch die nicht-akkreditieren Methoden nach QM-Prinzipien durchführen.
Zusammenfassen kann man also, dass es wahnsinnig viel Arbeit und noch mehr Geld ist, was für die Akkreditierungen benötigt wird. Bedenkt man allerdings die Tragweite vieler solcher Untersuchungen (ein Vater bezahlt sein Leben lang für sein Kind, ein TV kommt als Vergewaltiger ins Gefängnis, ein verurteilter Mörder wird freigesprochen…), sollte klar sein, warum hier die Hürden so hoch aufgebaut sind. Zusätzlich sind wir sind der Meinung, dass auch die „kleineren Fälle“, die nicht gleich beim Landgericht landen, genau dieselbe Sorgfalt verdienen.
Wir hoffen, wir konnten ein wenig Klarheit bringen und wünschen allen einen schönen Wochenstart
Euer ForGen-Team

ForGen und die Medien: Heute TIDE in Hamburg

Hatten wir schon erwähnt, dass der Beruf des Forensischen Genetikers einer der besten überhaupt ist? Wir werden einfach nicht müde, das zu erzählen. So viel verschiedene Methoden, so viel Verantwortung, so viele unterschiedlichste Gebiete. Morgens im Labor gucken, ob der Täter Spuren an der Opferkleidung hinterlassen hat und diese aufbereiten und analysieren. Danach zwei Abstammungsgutachten fertigstellen und dem Gericht schicken. Zum Kaffee ansehen, was der Kollege aus den Hundeanalysen herausbekommen hat, Gutachten schreiben und die Besitzer informieren. Zwischendurch mit den Studenten eine Laborbesprechung machen und zwecks Fortbildung den neusten Artikel zum DNA-Transfer durchsprechen. Drei Anrufer zurückrufen und beraten. Eingänge ansehen: Proben zuordnen und neue Aufträge überprüfen. Schnell noch die Fortbildung am Wochenende organisieren und den Gerichtstermin für morgen vorbereiten. Beinahe hätten wir das Poster für die Jahrestagung vergessen, also das vorbereiten und den Co-Autoren schicken und dann liegen da noch die vielen Bachelorarbeiten, die korrigiert werden müssen…..
Luftholen. Das macht einfach Spaß!
Und heute hatten wir das Glück, dies zwei ganz wunderbaren Mitarbeitern beim Hamburger Bürgersender und Ausbildungskanal, TIDE, erzählen zu dürfen. (@TIDE.HamburgsCommunitySender).
Zwei Stunden verbrachten wir gemeinsam im Labor und durften unseren Job vorstellen. Wie wird man „Forensiker“, was steckt dahinter, was macht man alles so und was sollte man können? Forensiker kann sich ja leider momentan noch jeder nennen, aber seit einigen Jahren sind die Kollegen dabei, die Weiterbildung zum Forensischen Genetiker auszuarbeiten und bald ist dieser Begriff geschützt. Wir „Alten“ bekommen dann selbstverständlich Bestandsschutz, aber alle anderen müssen neben einer ordentlichen Prüfung eine Ausbildungszeit in einem entsprechenden Labor und eine Mindestzahl an ordentlichen Gutachten vorlegen (die wiederum von einem der „Alten“ geprüft bzw. geleitet werden).
Wir sind sehr gespannt und hoffen, dass dieser kleine Einblick den jungen Leuten unseren Beruf vernünftig vorstellt. Auf jeden Fall aber bedanken wir uns hier ganz herzlich für die nette Abwechslung bei Julia Flachmann und Ranya Jbara von TIDE.
Sobald der Sendetermin feststeht, melden wir uns noch einmal.


Euer ForGen-Team

ForGen informiert: Der DNA-Nachweis und der Täter.

Immer mal wieder berichten wir an dieser Stelle über unsere Methoden, Untersuchungen, Fälle und
Erlebnisse. Dies dient zum einen der Information für die am Thema Interessierten und zum anderen,
um zu zeigen, was die DNA-Analyse kann (und was nicht).
Mittlerweile mehren sich unsere tierischen Fälle und teilweise ist die Fragestellung genau wie bei den
humanen Fällen, wo es um Körperverletzung oder Totschlag oder Vergewaltigung geht:
„Sind DNA-Spuren nachweisbar? Und wenn ja, sind diese einem Tatverdächtigen zuzuordnen?“
Das ist eine Standardfrage in vielen Fällen für die Polizei. Und die gleiche Fragestellung ergibt sich
immer wieder auch bei Tieren:
Fall 1:
Ein Hund wird beobachtet, wie er an einem toten Reh schnuppert. Praktischerweise werden
sofort unzählige Fotos gemacht, die zeigen, wie er seelenruhig hier und da seine Nase an das tote Tier
hält.
Die Polizei wird gerufen und der Zeuge, der auch die Fotos gemacht hatte, hilft bei der Ermittlung des
Hundes. Dem Besitzer wird vorgeworfen, sein Hund hätte das Tier gerissen. Die Polizei entnimmt
Proben und schickt sie zur Untersuchung ein. Es ergeben sich genetische Spuren, die auf ZWEI
Vertreter aus der Familie der Canidae hinweisen. Die anschließend entnommene Probe des
tatverdächtigen Hundes stimmt nur in wenigen Signalen mit denen der Spur überein; die meisten
Merkmale sind ihm nicht zuzuordnen.
Was heißt das also? Der Hund kommt als
Mit
spurenverursacher in Betracht (was auch kein Wunder
ist, wenn man die Fotos betrachtet). Sicher aber ist auch DNA eines zweiten Hundes (oder Wolfes)
nachweisbar. D.h., dass die DNA-Untersuchung nicht ausreicht, um ihn als Verursacher festzustellen.
Definitiv gab es einen zweiten Canidae an dem toten Tier.
Der reine Nachweis einer DNA ist entsprechend nicht immer ein Beweis für eine Täterschaft. Hier
existiert der Begriff der
tatrelevanten Spur
, da DNA auf vielerlei Weise an einen Tatort oder ein Opfer
gelangen kann und es obliegt den Ermittlern, dies vernünftig zu interpretieren. Unterstützt werden
sollten Sie dabei vom Gutachter, der die verschiedenen Formen des DNA-Transfers zum Fall passend
erläutern und interpretieren kann.
Fall 2:
Ein Schaf wird gerissen auf der Weide gefunden. Es werden Abstriche an den Wunden
genommen, um Speichelspuren des Tieres zu erhalten, die das Schaf getötet haben. Die Analyse
ergibt „Hund“. Hat nun ein Hund das Schaf gerissen? Auch hier stellt sich wieder die Frage nach der
tatrelevanten Spur und auch den Begriff des
„erlaubten Spurenträgers“
darf man sich merken.
Hat der Schafbesitzer möglicherweise einen Hund und wenn ja, hat dieser engen Kontakt zu den
Tieren? Dann ist eine Übertragung von Hunde-DNA auf das Schaf durchaus möglich und es sollte
immer ein Abgleich mit den möglichen „Kontaminanten“ durchgeführt werden.
Auch wichtig zu wissen ist, dass ein Negativbefund in vielen Fällen nicht funktioniert, um jemanden
auszuschließen. Sehr oft kann nicht sichergestellt werden, dass dieser nicht durch die Entnahme
verursacht wurde. Finde ich die DNA des verdächtigen Hundes nicht an dem Opfer, ist dieser nicht
einzuschließen und kann entsprechend nicht als Täter festgestellt werden. Eine „echter Ausschluss“
ist das in diesem Fall aber nicht…
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass forensische DNA-Kunde selbstverständlich etwas ganz
Tolles ist und schon in vielen Fällen zur Aufklärung beigetragen hat. Wie aber viele humane Fälle
gezeigt haben, ist der alleinige Nachweis einer DNA-Spur am Tatort oder am Opfer nicht automatisch
der Beweis für eine Täterschaft. Hier ist in den meisten Fällen eine Expertenbegutachtung des
Sachverhaltes und eine Kommunikation zwischen Ermittlungsbehörden und Analytikern nötig.
Das muss reichen für das Wochenende! Wir freuen uns auf viele weitere tierische und menschliche
Fälle und wünschen alle gute Erholung
Euer ForGen-Team

Wie aus etwas Kleinem etwas ganz Großes wird, bzw. EIN ganz Großer!

Wieder einmal sind wir hin und weg von „unserem“ neuen ForGen-Hund.
Wir durften Loopy untersuchen, seines Zeichens ein Kraftpaket ohne Gleichen, wunderhübsch und
hochaktiv. Angefangen aber hat Loopy ganz anders und mit wenig Aussicht auf ein Happy End.
Seine Geschichte beginnt im Mai 2017. Unsere Auftraggeberin stöberte in Internet herum und sah
sich die Seite einer Bekannten an, die ehrenamtlich in einem Hundeshelter in Rumänien arbeitete.
Dort war ein kleiner Welpe abgegeben worden, der nicht stehen, geschweige dann gehen oder laufen
konnte. Er lag einfach platt auf dem kalten Fußboden herum und zappelte mit seinen nicht
funktionierenden Beinchen wie ein Schwimmer auf dem Trockenen. Dies war sicherlich der Grund,
weshalb er dort abgegeben worden war und man konnte froh sein, dass man nicht „richtig“ entsorgt
hatte.
Ein Foto von ihm war auf der Internetseite der Bekannten gepostet und traf tief in das Herz unserer
Hundefreundin. Sie wusste sofort, dass sie diesen kleinen Kern haben wollte. Was aber war mit ihm
los und was konnte man tun, um ihm zu helfen?
Er litt unter dem Flat Puppy Syndrom und wurde in Rumänien mehrere Wochen lang therapiert, bis er
halbwegs laufen konnte.
Mittlerweile bestand ein fester Kontakt zwischen Deutschland und dem Shelter und als es dem
Kleinen gut genug ging konnte er in sein neues Zuhause gebracht werden. Dort stand dann am
24.12.2017 ein unsicheres, wackeliges, felliges Weihnachtswunder auf Hamburger Boden. Loopy war
angekommen. Er brauchte weiterhin physiotherapeutische Unterstützung und wurde in seiner neuen
Familie bestmöglich versorgt und gefördert. Alles machte er mit viel Einsatz, Tapferkeit und
unendlichem Hundecharme mit und tappste sich von einem Fortschritt zum nächsten.
Die letzte große Untersuchung zeigte dann, dass aus dem kleinen zappelnden Fellknäuel ein völlig
gesunder, vor Kraft nur so strotzender und unglaublich lebensfroher Hund geworden ist. Loopy liebt
Fahrradtouren, trifft sich regelmäßig mit seinen Hundefreunden und ist ein begeisterter Mantrailer
geworden. Dabei hört er bilderbuchmäßig, lernt mit atemberaubender Geschwindigkeit und
unendlichem Eifer und seine Hamburger Familie freut sich täglich über ihn. Dort lebt er noch mit drei
Cockerspaniel zusammen und hat so sein eigenes Rudel, in dem er sich entfalten und ausleben kann.
Seine Kraft, Intelligenz und Ausdauer liegen sicherlich auch in seinen Genen, zeigt sich in ihm doch
viel Schäferhund mit Collie, Golden Retriever und etwas tschechoslowakischem Wolfshund.
Wir sind uns sicher: Loopy hat noch viel vor und wird seiner Familie viele Jahre voller Spaß und
Freude bescheren und wir freuen uns, dass das kleine, platte, zappelnde Hundchen diese Chance
bekommen hat.
Euer zufriedenes ForGen Team

ForGen und der Nachweis von Blut – unser erstes „Lehrvideo“

Corona beeinträchtigt uns in vielen Bereichen. An den Unis gibt es keinen Präsenzunterricht und so
machen wir seit Wochen tapfer Online-Lehre. Geht alles, aber schön ist das nicht. Ganz besonders
schade ist es für den Kurs, in dem es um einen beinahe unentdeckten Mord geht. Diesen rollen die
Studierenden mit Dozentinnenhilfe ganz von vorn auf und arbeiten sich bis zum Ende durch. Das
macht immer super viel Spaß und die Studierenden sind meist so eifrig bei der Sache, dass die Lehre
einfach nur Spaß macht. Ganz besonders wichtig für diesen Fall waren Blutspuren. Zum Abschluss
bekommen die Studierenden daher in Kleingruppen eigene Spurenträger, an denen sie nun
untersuchen sollen, ob Blutantragungen zu finden sind (oder was anderes) und wenn ja, ob es sich
um menschliches Blut handelt oder nicht. Das ist dann der krönende Abschluss des Semesters.
Tja, ist nix dies Semester! Deshalb hatten wir im Labor Spurenträger vorbereitet (siehe unseren
älteren post) und für die Studierenden die wichtigsten Tests per Video aufgenommen. Nun sind ein
paar „junger Leute“ der Meinung, dass es zu schade sei, dieses Video nur im Rahmen der
Lehrveranstaltung zu zeigen. Was soll`s, man geht halt mit der Zeit und daher präsentieren wir heute
das erste offizielle ForGen-Lehrvideo. Wir möchten an dieser Stelle bedenken, dass wir es völlig
ungeübt, ohne Schnitt und ohne Wiederholungen „runtergespult“ haben. Daher bitten wir
Versprecher und Ähnliches zu entschuldigen.
Wir sind sehr gespannt und wünschen viel Spaß beim Anschauen.
Euer mit der Zeit mitgehendes ForGen-Team

ForGen feiert! Schon wieder bestanden….

Natürlich möchten wir hier niemanden langweilen, aber: Wir haben (mal wieder) den großen
Fachabstammungsringversuch bestanden. Mittlerweile macht das manch einer von uns ja seit weit
über 20 Jahren (hüstel, aufgrund eines sehr guten Bildungssystems haben wir offensichtlich schon im
Kindergarten teilnehmen dürfen.), aber es ist immer wieder spannend und das ein oder andere Mal
lassen sich die Verantwortlichen (die übrigens zu den besten forensischen Biostatistikern überhaupt
gehören) wirklich kniffelige Dinge einfallen.
Auch diesmal bekamen wir wieder Blut von drei verschiedenen Personen, die es vollständig zu
typisieren galt inklusive die männlich-spezifischen Y-STRs (wenn möglich) und es ist schon spannend,
sich vorzustellen, wo die nur immer die Leute mit völlig seltenen oder seltsamen Merkmalen
herbekommen.
Zusätzlich galt es eine Biostatistikaufgabe zu lösen, die wieder einmal zeigt, dass die sichere
Bestimmung von Verwandtschaftsverhältnissen nicht immer so einfach ist: Katharina hat zwei Söhne,
Thorsten und Sven und es stellt sich die Frage, ob beide tatsächlich den gleichen Vater haben oder
nicht. Und oh Wunder, es ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von nur 58 % für die Möglichkeit der
Vollgeschwisterschaft….Statistik halt! Wäre es jetzt nicht absolut sicher, dass die beiden nicht noch
anderweitig verwandt sein könnten (z.B. Cousins), wäre alles noch schwieriger.
Also werden die Y-STR-Merkmale zusätzlich untersucht. Da diese identisch sind, spricht dies durchaus
für einen gemeinsamen Vater. Aber Vorsicht: nur, wenn ausgeschlossen werden kann, dass es nicht
noch einen Bruder des möglichen Vaters gibt, der die gleichen Y-Merkmale hätte…
Deshalb werden wir häufig schief angesehen, wenn wir bei Abstammungsgutachten fragen, ob noch
andere Möglichkeiten existieren und es erfordert manchmal etwas Einfühlungsvermögen, damit diese
Fragen nicht falsch verstanden werden….OHNE dieses Hintergrundwissen aber ist eine genaue
Befundung nicht möglich.
Aber das nur am Rande. Wir wollten verkünden, dass auch dieses Soll für unser
Qualitätsmanagement erfüllt ist.
Euer zufriedenes
ForGen-Team

ForGen informiert: Wichtiges zum Thema Forensische Probenentnahmen

„Die Probenentnahme dient dazu, DNA von Oberflächen jeglicher Art zu entnehmen, mit dem Ziel
diese im Anschluss im Labor zu untersuchen und den „Besitzer“ dieser DNA und damit
möglicherweise den Täter zu identifizieren.“ Möglicherweise, da dies noch kein absoluter Beweis ist,
solange die DNA nicht absolut sicher Tat-relevant ist.
Dies gilt selbstverständlich auch bei einem verletzten oder gar toten Tier. Wer war der Täter, wer hat
die Wunden zugefügt?
Daher ist es als erstes wichtig zu wissen, dass die
PROBENENTNAHME
der wichtigste Schritt für die
Untersuchung ist. Egal wie gut ein Labor ist und was es für wunderbare Methoden zur Verfügung hat,
wenn die Probe schlecht entnommen wurde oder schlecht gelagert wurde, so dass sie degradieren
kann, dann schafft es auch das beste Labor nicht, hier noch etwas herauszufinden.
Entsprechend wichtig ist es, zu wissen, WO Proben entnommen werden. Wen will ich nachweisen?
Also überlegen wir uns, WO es den meisten Kontakt zwischen „Täter“ und „Opfer“ gegeben haben
muss. DORT entnehmen wir die Probe. Hier ist Mitdenken gefragt.
Außerdem ist das WERKZEUG wichtig. Am besten werden spezielle Abstrichtupfer eingesetzt, aber
auch hier gibt es gute und nicht so gute und ganz schreckliche.
Wir haben speziell für die Probenentnahme am verletzten oder gerissenen Tier ein
Probenentnahmeset zusammengestellt, das alles enthält, was in einem solchen Fall nötig ist. Ein
Entnahmebogen für die ordentliche Dokumentation, drei sehr gute, saugfähige Abstrichtupfer,
steriles Wasser, um die Tupfer ggf. anzufeuchten, Handschuhe und einen Maßstab, dazu noch einen
Rückumschlag und man hat alles, was man braucht, zusammen. Die Abstrichtupfer sind die, die auch
Europa-weit von der Polizei genutzt werden, so dass sie auch für eine Analyse auf humane DNA
einzusetzen sind.
Der Maßstab ist wichtig, damit sich notfalls ein Experte die Bilder ansehen kann, wenn sich
Diskussionen entwickeln, ob die Wunden von einem Hund, Wolf, Fuchs, Zaun, Stöckchen etc.
verursacht wurden. Leider wird das fast immer wieder vergessen.
Ist der traurige Fall eingetreten, kann der Betroffene sich gerne bei uns melden und wir helfen bei der
Probenentnahme. Mittlerweile gibt es auch sehr viele, die bei uns eine Fortbildung zu diesem Thema
absolviert haben und sicherlich auch unterstützen und helfen, wenn sie können.
Kürzlich erst haben wir ein kleines Lehrvideo für unsere Studenten gedreht. Da ging es um den
Nachweis von Blut. Vielleicht drehen wir demnächst auch ein
ähnliches Video speziell zur Probenentnahme, mal sehen, was unsere Zeit sagt und wie das ankommt.
Wer Fragen zur Entnahme hat, kann sich am besten direkt an uns wenden, gerne per Email oder
Messenger. Wir haben keinen 24 h Dienst, bemühen uns aber, erreichbar zu sein.
Wie immer in diesem Bereich (und aus der Rechtsmedizin kommend, wissen wir, wovon wir reden),
ist niemanden zu wünschen, dass er jemals in die Situation kommt, ein Entnahmeset tatsächlich zu
brauchen. Wenn der Fall aber eintritt, hilft es sehr, wenn eines vorliegt und man vorbereitet ist.
Ein ruhiges, sonniges Wochenende wünscht Euch
Euer ForGen-Team

Schon wieder die Presse: ForGen und die Rechtsmedizin

Das war ja klar! Kaum gibt es im Hamburger Abendblatt einen schicken Artikel über unsere forensisch-genetische Arbeit, hauptsächlich bei den Tieren, lässt sich unser rechtsmedizinischer Chefberater, der Herr Privatdozent Dr. med. Thorsten Schwark, nicht lumpen und zückt mal eben die Coverstory in der Luxemburger Revue!
Damit hat er wohl gewonnen. Voller Stolz müssen wir das anerkennen. Titelgeschichte mit riesigem Bild….seufz.
Wer also morgen zufällig in Luxemburg ist, kann sich die neueste Ausgabe mit einem interessanten Artikel über Rechtsmedizin erwerben. Natürlich ist das Ganze auch online erhältlich. http://www.revue.lu/revue-nr-26-6/
Und wir freuen uns mal wieder, dass dieses tolle und spannende Fach so hervorragend präsentiert wird!
Herzlichen Glückwunsch Doktor!
Wünscht Euer (auch nur ein bisschen neidisches aber super stolzes)
ForGen-Team

ForGen bildet fort: Blut ist ein besonderer Saft!

Corona hat uns noch immer voll im Griff! Seit Wochen machen wir unsere Lehre nun online und haben noch keinen Studenten „in Natur“ gesehen. Das ist wirklich sehr schade, da wir so viele schöne Themen haben, über die man normalerweise mit den Studenten wunderbar diskutieren kann.

Zum Abschluss veranstalten wir normalerweise mit unseren zukünftigen Polizisten immer ein kleines Spurenquiz. So wie früher an der Uni in Kiel mit den Biologen, Medizinern und Juristen in spe. Die Studenten bekommen präparierte Spurenträger, meist Kleidungsstücke mit Blutflecken, Speichelantragungen etc.; dazu diverse „künstliche Flecken“ mit Edding, Schokolade, Ketchup, Zahnpasta etc. Alles halt, was irgendwie Ähnlichkeit zu den zu bestimmenden Körperflüssigkeiten aufweist. Die Studierenden müssen dann zuerst die Spuren finden und dann feststellen, ob es tatsächlich Speichel oder Blut ist. Wenn es Blut sein kann, stellt sich die Frage nach der Humanspezifität, was sie auch überprüfen müssen. Dabei lernen sie, wie diese Schnelltests funktionieren, auf was geachtet werden muss und wie gut und schnell sie wirklich sind.

Zum Schluss überlegen wir alle zusammen, was denn bloß passiert sein kann. Das macht immer superviel Spaß und da wir unser Spurenquiz dieses Jahr nicht durchführen können, haben wir heute einen kleinen Film vorbereitet. Unsere beiden Praktikanten haben die Aufgabe der angehenden Polizisten übernommen, unser Doktor hat gefilmt und unsere Laborleiterin hat (wie üblich) gequatscht und alles erklärt. Das bekommen die Studenten zum letzten Rechtsmedizin-Kurs, in dem der sichere Nachweis menschlichen Blutes eine sehr wichtige Rolle einnimmt, präsentiert. Wir sind sehr gespannt, wie es ihnen gefällt. Uns hat auf jeden Fall der „Dreh“ großen Spaß gemacht.

Euer heute sehr zufriedenes und auch sehr gespanntes
ForGen-Team

Hola Marley!

Hier kommt eine neue ForGen-Hundegeschichte!
Und hier kommt auch eine Geschichte, darüber, dass man vorsichtig sein soll, mit dem, was man sagt ODER aber, dass Dinge, die geschehen
sollen, auch tatsächlich geschehen.
Die Familie in unserer Geschichte hatte einen Hund, der leider 2015 verstarb. Die Trauer war riesig
und irgendwie war klar, dass es ohne Hund nie wieder so schön sein könne. Dennoch aber wurde
nicht aktiv nach einem Nachfolger gesucht. Stattdessen beschloss man, das Ganze zu verarbeiten und
sacken zu lassen. „Sollte das Universum uns einen Hund schicken, sind wir offen für alles“.
Erst einmal aber verbrachte die Familie letzten Herbst und Winter im Wohnmobil und reiste durch
Spanien und Portugal. Da muss ja auch nicht noch ein Hund mit im Fahrzeug sitzen….
Und jetzt sind einmal wieder die Social Media schuld. Einige Wochen nach Reisebeginn bekam die
„Wohnmobil-Hausherrin“ per Facebook den Kontakt zu einem Wurf ausgesetzter Welpen geschickt,
der am Vortag zufälligerweise GAAANZ in der Nähe der Familie in einem Müllcontainer gefunden
wurde.
Tja, wie war das mit dem Universum und dem Schicksal? Das Wohnmobil fuhr am nächsten Tag
nahezu fast von allein zu der Familie, die die kleinen Fellknäuel aufgenommen hatte. Und hier liegt
natürlich schon das Problem: Welcher Hundefreund kommt an Hundewelpen vorbei? Welcher
Katzenfreund ignoriert Katzenbabies??? Zuckersüß waren die Kleinen alle und das aufquellende Herz
pumpt einem durch die Gefäße „Nimm sie alle!“. Die Vernunft aber hält tapfer dagegen und so
betrachteten sie das wuselige, quiekende Durcheinander von kleinen Pfötchen, Schnauzen und
Hundeschwänzen, die sich in die Höhe reckten. Und da war er, der Fels in der Brandung. Ein kleiner,
weißer und absolut cooler Rüde, der mit tiefster Ruhe und Gelassenheit auf diese vielen Fremden
blickte. Neugierig und tiefenentspannt begegnete er unserer Familie und machte damit den Deckel
zu. Der weiße Coole musste es sein!
Tja, mittlerweile ist Marley kein kleines Baby mehr (aber so etwas von nicht mehr) und hat sich auch
an das Leben in einem Haus in Deutschland mit seiner Familie gewöhnt. Er gehört dazu und es ist, als
wäre er schon immer dagewesen. Ohne ihn geht gar nichts mehr!
Und was haben WIR gefunden in Marley? Viel Labrador, Deutsch-Kurzhaar, Slovensky Cuvasz und
Podenko. Was für ein Mix und wir wünschen der Familie noch viele wunderbare Jahre mit diesem
beeindruckenden Hund!
Euer ForGen-Team

ForGen hat gewählt: Die Ohren sind Schuld !!!

Gleich zu Beginn möchten wir bemerken, dass wir uns völlig außer Stande gesehen haben, aus den vielen tollen Bildern unserer Osteraktion das niedlichste, lustigste, Herz-erwärmendste etc. auszuwählen.
Eine grobe Vorauswahl haben wir geschafft und dann waren wir einfach zu unentschlossen und „feige“. Wir haben die Bilder einer absolut harten, unbestechlichen Jury gegeben: Den Kindern!
Und was soll man sagen, sie waren sich tatsächlich fast einig. Die meisten Stimmen fielen auf Yoda. Ähm, Toffee!!! Und wir müssen sagen, dass wir uns selbst zwar nicht entscheiden mochten, aber zugeben müssen, dass die kleinen Juroren eine wirklich nachvollziehbare Entscheidung getroffen haben. Zaubert uns dieses Bild doch auch jetzt noch, beim x. mal Ansehen ein Lächeln ins Gesicht…
Also, liebe Monika Frei, bitte melden und den Preis auswählen: Marzipan oder Mischlingsanalyse!
Und an alle anderen gilt noch einmal ein großer Dank. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir sind auch noch nicht ganz von der ab, aus den vielen tollen Videos einfach ein Gute-Laune-Therapie-Video zu basteln… Wer sie noch nicht gesehen hat, muss unbedingt einmal nachgucken….Da hat der Corona-Blues keine Chance.
Jetzt aber, herzlichen Glückwunsch an Toffee samt Familie und allen Teilnehmern und Lesern noch ein schönes Restwochenende.
Euer geschafftes
ForGen-Team

Osteraktion 2020: ForGen sagt Danke! Achtung Zuckerschock!

Zuerst die Warnung: Die folgenden Bilder können bei zuckersensiblen Menschen zu Schockphänomenen führen. Personen, die aufgrund der momentan shutdown-Lage an Gesellschaftsmangel leiden, könnten aufgrund einiger besonders drastischer Bilder in Verzückungsstarre geraten.
Sollten Sie unsicher sein bezüglich Ihres aktuellen Blutzuckers, Blutdrucks oder Ihrer Kitschverträglichkeit, konsultieren Sie VOR Betrachtung Ihren Arzt, Apotheker oder Lebenspartner. Letzterer (insbesondere, wenn männlich) wird möglicherweise von der Betrachtung abraten. In diesem Fall einfach ignorieren und zur Sicherheit eine Tasse Kaffee (ohne Zucker!) bereitstellen.
DANKESCHÖN! Wir haben so viele wunderbare Fotos bekommen und sind völlig überwältigt! trudelte da nicht alles ein: tiefenentspannte Superaktive Hunde, Hundebabies, die uns fast sofort zum Tierheim rennen ließen, verschiedenste Tierarten von super klein bis unfassbar groß. Tiere in jedem Lebensalter von noch nicht wirklich geschlüpft (und das ist wörtlich gemeint) über gerade rausgeflutscht bis zum „erfahrenen Alter“. Alles dabei und eine riesige Freude zum Ansehen.
„Zeigt uns eure süßesten Bilder auf der nach oben offenen Zuckerskala“ war die Idee und sie ist wunderbar umgesetzt worden. Sehr sehr wörtlich von dem Herrn, der die Schokohasen einschickte und etwas gewöhnungsbedürftig von dem Herrn (ach was, wieder ein er) mit dem Bild vom frisch gebratenen Gockel….
Wir haben kapituliert und führen uns außerstande, das süßeste Foto auszuwählen. In der nächsten Woche, wenn wieder alle bei uns da sind, werden wir fleißig diskutieren.
Aber vielleicht gibt es ein paar Tipps? Wir sind für jede Hilfe dankbar
Euer begeistertes ForGen-Team

ForGen sucht: das süßeste „Oster-Ei bzw. Osterhäschen“

Wir haben es alle nicht leicht! Corona hat uns im Griff und es gibt wohl kaum jemanden, der nicht irgendwo leidet. Sogar das Osterfest wird wohl völlig anders als erwartet und bekannt. Auch uns hat es getroffen. Teenagersöhne hängen im Ausland alleine fest, kleine Kinder dürfen nicht im Garten der Großeltern nach Ostereiern suchen…
Deshalb haben wir uns überlegt, dass wir uns die kommenden Tage mit fürchterlich niedlichen Bildern versüßen wollen.
Was suchen wir? Schickt uns die absolut niedlichsten Bilder Eurer Tiere, EGAL WELCHER ART. Hund, Papagei, Katze, ein Pferd, völlig egal. Hauptsache so unfassbar niedlich, dass es bei manch einem sofort zu einem Zuckerschock führt.
Empfindliche Personen bitten wir daher, vorsichtig zu sein und die hoffentlich vielen Beiträge nur einzeln anzusehen; andere dürfen gerne in den Bildern schwelgen und sich ablenken lassen. Gerne schreibt ein paar Sätze, warum Ihr das Bild so niedlich findet.
Und natürlich freuen wir uns auch über Kommentare zu den anderen Bildern.
Anfangen möchten wir mit einem tiefenentspannten Kater im neuen Katzennest und einer noch entspannteren Katze, die drei Sekunden nach dem Foto mit dem Kopf von dem DVD-Gerät knallt…
Ach ja, unter allen Bildsendern versenden wir einen Gutschein für eine Hunde-Mischlingsanalyse bzw. wer das nicht gebrauchen kann, bekommt eine kleine Packung Niederegger-Marzipan Allerlei.

Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf triefend-süße Bilder, allen ein schönes Osterfest!
Euer ForGen-Team

Von wegen Wolf: Hier kommt Igor, der hübsche, schlaue, schmusige Superhund (der noch ein Zuhause sucht)

Wir haben es bei ForGen oft nicht leicht. So viele tolle Hunde, die wir untersuchen dürfen. Da beten
wir häufig unser Mantra herunter „keine Zeit für Hunde, Keine Zeit, mitten in der Stadt, keine Zeit“,
seufzen tief und sind im Geheimen froh, dass diese Vierbeiner alle in tollen Familien leben, in denen
sie rundum glücklich sind.
Manchmal aber wird es einem besonders schwer gemacht und daher möchten wir heute unbedingt
Igor vorstellen. Schwarz wie die Nacht, riesige Ohren, treue braune Augen und spanisches Blut im
Herzen!
Igor war ein spanischer Straßenhund; einer von vielen, ohne Zuhause und auf sich allein gestellt. Er
wurde von einer Tierschutzorganisation recht schnell nach Deutschland vermittelt, was ja auch kein
Wunder ist, wenn man ihn sich ansieht oder ihn erlebt hat. Leider erkrankte hier der Mann der
Familie und damit ergab sich zu viel Arbeit und Verantwortung für die Frau. Igor kam auf eine
Pflegestelle. Und auch hier ging es bereits nach kurzer Zeit in seine nächste Familie. Aber auch dort
waren ihm nur drei Wochen vergönnt. Dabei hat er nichts falsch gemacht, war kein böser, unwilliger
Hund. Ganz im Gegenteil. Igor hatte das Problem, dass er nun so gar nicht mehr allein bleiben
mochte. Wer kann ihm das nach der Erfahrung verdenken? Und – kaum zu glauben – aber die
Geschichte wiederholte sich. Der nächste Hundefreund war sicher, er würde Igors Liebesbedürftigkeit
in den Griff kriegen, aber auch das schien nicht zu klappen. Vielleicht führte auch die Bemerkung von
„Fachleuten“, in Igor schlummere ein riesig hoher Wolfsanteil zu der erneuten Abgabe des Hundes.
Wer nimmt schon einen Wolf, wenn er eigentlich einen normalen Hund haben wollte….
Bei all diesen traurigen und unglücklichen Begebenheiten muss man auch das Gute sehen. Und das
ist der Verein, der nichts unversucht lassen möchte, für Igor das Zuhause zu finden, das dieser tolle
Hund verdient hat. So wurde kurzerhand beschlossen, Igor einfach typisieren zu lassen, um den
Wolfsverdacht zu überprüfen. Also haben wir diesen schönen Auftrag erhalten und konnten
feststellen, dass es sich bei Igor um einen Border Collie-Schäferhund Mix mit Slovensky Cuvac-Anteil
handelt. Die Ähnlichkeit im genetischen Muster zum Wolf ist sehr niedrig und entspricht völlig dem,
was wir sonst bei vielen Collies und Schäferhunden finden. Zur Sicherheit haben wir sogar die
mitochondriale DNA sequenziert, die eindeutig von Hunden stammt.
Der Verein freut sich nun; Igor ist absolut sicher so gar kein Wolfsmischling und der neue Besitzer
weiß sogar, was für Rassen in dem Hund schlummern.
Sicher ist Igor ein herausfordernder Hund, wobei das aber so gar nicht negativ gemeint ist. Wer kann
es ihm übelnehmen, wenn er sich an seine neuen Besitzer klammert und nicht allein bleiben
möchte….
Vielleicht findet sich auf diesem Weg ein neues endgültiges und schönes Zuhause für diesen
großartigen Hund? Wir würden uns sehr freuen und stellen gerne Kontakt her. Lasst uns für Igor ein
Happy End finden!
Euer optimistisches
ForGen-Team

COVID-19: Aktuelles zu Corona!

Corona betrifft uns alle. Dennoch werden wir bei ForGen auch weiterhin für Sie da sein und auch weiterhin Proben und Gutachten bearbeiten und neue Aufträge annehmen.

Gerne können Sie uns telefonisch erreichen und wenn Sie einmal nicht durchkommen, rufen wir Sie schnellstmöglich zurück (040 524 72 36-600). Auch unsere Computer bleiben besetzt, so dass wir für alle am einfachsten per Email zu kontaktieren sind (office@forensik-hh.de).

Zusätzlich müssen wir einiges bedenken, um uns der aktuellen Situation anzupassen und bitten Sie daher um Folgendes:

Kommen Sie nicht unangemeldet in unser Institut, um z.B. ein Gutachten abzuholen oder Zahlungen zu leisten oder zur Probenentnahme im Falle eines Abstammungsgutachtens. Gutachten verschicken wir immer per Post und Zahlungen können auch bei den Banken oder online geleistet werden.

Wir haben unseren Publikumsverkehr streng limitiert und achten selbstverständlich auf die Sicherheit aller Beteiligten, wenn Sie zu uns kommen müssen.

Daher: Kontaktieren Sie uns, wenn nötig und wir werden Ihre Fragen beantworten und alle Probleme lösen können. Auch weiterhin wird es unsere große Priorität sein, Ihnen so gut wie möglich zu helfen und Sie zu unterstützen.

Bleiben Sie gesund und lassen Sie uns gemeinsam diese schwierige Zeit gut durchstehen.

 

Ihr ForGen-Team

 

 

 

ForGen und Katinka

Da durften wir doch vor einiger Zeit Khaleesi untersuchen. Die sanfte Herdenschutzhund-Riesin von Gudrun Derlin. Und viele wissen, dass es da ja nicht nur einen Hund gibt. Nein, Katinka ist auch mit von der Partie. Katinka, die Kleine. DAS sagt natürlich nur diejenige, die diesen „Bären von Hund“ schon als kleinen Welpen um sich hatte. Dann bleiben sie einfach immer die Kleinen. Wie bei uns Menschen: Da hat man seine Doktorarbeit geschrieben und erfolgreich verteidigt, darf also von jetzt an einen Titel im Pass stehen haben, bekommt eine Anstellung als Laborleitung für ein ganzes Bundesland und was macht der Papa? Er fummelt einem einen Krümel von der Jacke. Vor versammelter, bis gerade eben beeindruckter Menschenmenge…..!!!!

Für Außenstehende aber sieht die Sache oft (und hoffentlich) anders aus. Im Fall von Katinka blickt man auf unfassbar viel Hund auf einen Haufen. (Im zugehörigen Bild auf der linken Seite, nicht, dass es hier Verwechslungen gibt…). Riesig, dabei aber freundlich und zurückhaltend und scheinbar dem Menschen gegenüber tiefenentspannt. Da kennt man zahlreiche Furcht-einflößendere Pekinesen oder Dackel.

Katinka stammt von einem Schäfer, natürliche dessen Hunden ab und zeigt tatsächlich die gleiche mitochondriale DNA-Sequenz wie viele andere Hunde aus diesem „Rudel“ auch: A17, ein sogenannter Haplotyp, den man häufig bei Hunden aus dem Ost-europäischen Raum (besonders gute Beschreibungen aus Bulgarien) kennt. Damit ist Katinka ihrer Mitbewohnerin Khaleesi recht ähnlich, aber zeigt im untersuchten Bereich der mitochondrialen DNA einen einzigen Unterschied. Damit hat man einen Hinweis darauf, dass die beiden nicht derselben mütterlichen Linie entspringen. Forensisch- gesichert darf man dies allerdings erst behaupten, wenn drei solcher Unterschiede gefunden werden, da ein oder zwei auch recht schnell durch einfache Mutationen entstehen können. Wieder einer der Gründe, warum wir Forensiker oft keine 100 %-Aussagen geben, was uns ja manch einer gerne vorwirft. Aber wir machen das nicht aus Langeweile, sondern nur, wenn es gute Gründe dafür gibt.

Hier also würden wir schlussfolgern, dass die beiden gut möglich aus zwei verschiedenen Linien stammen. Wenn nun jemand den Beweis hat, dass dem nicht so ist, würden wir die Mutationshäufigkeit erwähnen und sagen, dass tatsächlich auch echte Schwestern mal einen solchen Unterschied haben dürfen. Alles nicht so einfach, aber wir reden hier ja auch von lebenden Systemen bzw. Hunden.

Was gibt es noch zu Katinka zu sagen (abgesehen von diesen tollen großen Augen und dem wunderbar plüschigen Fell?). Guckt man sich die Assoziationsanalyse an, zeigt Katinka die höchste Ähnlichkeit zur Gruppe der Sarplaninac und dann zum Kangal. Hier unterscheidet sie sich dann doch tatsächlich von Khaleesi, bei der wir u.a. auf Owtscharka und Berhardiner kamen. Ein weiterer Unterschied ist die Ähnlichkeit ihres Merkmalsmusters zu Wölfen. Das von Katinka ist fast 10 % dem Wolf ähnlicher als das von Khaleesi. Dabei bleibt es aber unauffällig und würde uns bei keiner Untersuchung dazu bringen, an einen echten Wolf oder einen Mischling zu denken. Fast identisch war dieser Vergleich übrigens bei ihrem Vater.

Damit bedanken wir uns einmal wieder für eine tolle Untersuchung und die Möglichkeit, unsere Analysen zu testen. Die Frage der Plausibilität ist immer wieder wichtig. Wenn wir Fälle mit unbekannten Proben haben, aus denen auf einmal z.B. Wolf aus Russland herauskommt, ist es sehr beruhigend, wenn andere mitlaufende Proben absolut logische Ergebnisse bringen oder anderweitig erklärbar sind bzw. erklärt werden. So freut es uns auch immer, wenn wir z.B. bei Mischlingsanalysen im Anschluss von den Besitzern erfahren, dass der genetisch dem Border Collie ähnliche Hund zwar überhaupt nicht so aussieht, aber sein Umfeld mit den typischen Verhaltensweisen in den Wahnsinn treibt. Man stelle sich nur einmal vor, wir hätten bei Katinka mitochondriale DNA vom mexikanischen Nackthund gefunden….

Danke liebe Gudrun Derlin!

Euer zufriedenes ForGen-Team

 

ForGen und die Wissenschaft!

Das Internet ist oft schon was Feines. So bekommen wir immer wieder Emails herein, die zeigen, dass
Wissenschaftler überall auf der Welt die von uns durchgeführten Studien lesen und Erkenntnisse,
Tipps, Ideen hieraus in ihre heutige Forschung mit einbauen. Aktuell erreichte uns diese Information,
dass unsere Veröffentlichung aus dem Jahr 2010 in einer anderen Studie zitiert wird. Damals haben
wir mit Wissenschaftlerin aus zwei weiteren, sehr, sehr, sehr guten Arbeitsgruppen dieses Projekt
durchgeführt und veröffentlicht und eine unfassbar nette und sympathische Studentin von uns hat
dafür ihren Doktor der Medizin bekommen.
Das waren großartige Zeiten an der Universität und wir hatten das Glück, dass wir neben dem
Forschungsauftrag, den man an der Uni hat, auch „richtig arbeiten“ durften. D.h., wir haben u.a.
Aufträge für die Polizei und Gerichte untersucht und bei vielen spannenden und oft auch aufregenden
oder unfassbar traurigen und kaum zu verstehenden Fällen mitarbeiten dürfen. Dies hat uns gezeigt,
wo die Probleme liegen, was tatsächlich benötigt wird und wo die forensische Genetik ausgebaut
bzw. optimiert werden muss. Wir saßen nie in einem Elfenbeinturm, sondern immer dicht dran an der
so oft grausigen Realität. Dabei sind Veröffentlichungen entstanden, die zeigen, wie aus völlig
verbrannten Knochen, aus absoluten Minimalspuren von Hautabrieben, aus einzelnen Haaren aber
auch aus mehrere tausend Jahre alten Skelettfunden z.B. aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) noch
brauchbare genetische Daten erhoben werden können; wie man herausfindet, ob der Blutfleck von
einer Person mit blauen oder braunen Augen stammt oder wie leicht es ist, bei
Abstammungsgutachten Fragestellungen falsch zu beantworten, obwohl man eigentlich alles richtig
gemacht hat.
Jetzt sind wir in einem privaten Labor tätig und haben einfach nicht mehr die Zeit für derartige,
intensive Forschungsaktivitäten. Vom Geld mal ganz zu schweigen. Von der Miete, über die
Akkreditierung, dem Druckerpapier und die Briefmarke bis hin zu lauter unfassbar nötigen
Versicherungen müssen wir nun alles selbst bezahlen. Niemand fängt uns am Ende des Jahres auf; es
gibt keinen Kostenzuschuss der Universität oder gar des Landes und keine Querfinanzierung mit
anderen Bereichen. Macht uns das angreifbar? Sind wir dadurch abhängig und beeinflussbar? Nein!
Es gibt nicht den großen Geldgeber, der uns finanziert sind und der mit dem Damoklesschwert über
uns wedelt. Von dem wir wissen, dass er unser Gehalt zahlt und der dafür sorgen kann, dass das
Labor ratzfatz umgestaltet, umgesetzt oder- wie es oft so schön heißt- neu ausgerichtet wird. Nein,
jeder einzelne Auftrag sorgt dafür, dass wir am Ende des Jahres noch existieren; jeder einzelne
Auftrag ist wichtig und damit sind wir jedem einzelnen Auftraggeber verpflichtet. Womit? Damit, das
bestmögliche Ergebnis zu erarbeiten, das leider nicht immer zwangsläufig das ist, was derjenige gerne
hätte. Aber es ist das richtige und das vertretbare.
Bei all dem finanziellen Druck ist das eine Freiheit, die man in der Selbstständigkeit hat und deshalb
sind wir da, wo wir jetzt sind, freiwillig und uns und dem Auftrag verpflichtet und sonst niemandem.
Und langsam zweigen wir auch ein wenig Zeit und etwas Geld ab und führen Forschungsprojekte
durch. Jedes einzelne wird dabei so ausgesucht, dass es unseren aktuellen Bedürfnissen entspricht
und uns damit bei neuen Untersuchungen weiterhilft. So bleiben wir nicht auf dem Status Quo
stehen, sondern erreichen nach und nach Verbesserungen. Dafür nutzen wir unser in mittlerweile
Jahrzehnten aufgebautes Wissen und freuen uns daher unglaublich darüber, wenn wir-wie heute-
wieder einmal sehen, dass unsere Forschung immer noch gefragt ist und tatsächlich noch immer
andere Forscher unsere Arbeiten lesen.
Das ist einfach klasse und damit verabschieden wir uns mit den allerbesten Grüßen an alle
Euer ForGen-Team

ForGen und der 5-fach Mörder!

Unsere Kieler Freunde werden diesen Fall noch kennen. Eine junge Anhalterin verschwindet in den 80er Jahren und wird kurze Zeit später vergewaltigt und ermordet aufgefunden. Es wird bis 2012 dauern, dass dieser Fall aufgeklärt werden kann. Solche ungelösten Altfälle bzw. lange nicht gelösten Fälle gibt es leider viele.
Wir durften vor einigen Jahren noch zu Kiel-Zeiten an einem sehr spektakulären Fall mitarbeiten und waren maßgeblich daran beteiligt, dass der Mörder des jungen Mädchens über 20 Jahre später doch noch gefunden wurde. Unfassbar spannend war das. Als wir die „verdächtige“ Probe mit den seltsamen Ergebnissen hatten und Tage überlegten, wie wir mit den Informationen umgehen. Dazu die Zusammenarbeit mit der Kripo, die Tage später losfuhr, um den Tatverdächtigen zu beproben und eines Mittags die Abstriche brachte. Eiluntersuchung in zig Verdünnungen und Ansätzen, damit ja nix schief geht und am frühen Abend hatten wir die Gewissheit, dass wir „Ihn“ gefunden hatten. Anruf bei der Polizei und los ging es….
Und als dann Wochen später herauskam, dass der Herr 5 (!!!) Frauen ermordet hat…..Was für ein Fall! Wir waren damals so stolz auf uns und denken tatsächlich auch jetzt noch sehr gerne an diesen Fall und die wunderbare Zusammenarbeit mit den Kripobeamten zurück.
Und dann bekamen wir letzte Woche diesen link geschickt. Dort also steht ganz offiziell und von völlig unbeteiligter, unvoreingenommener Seite, wie gut wir waren…DAS ist einfach nur großartig und wir freuen uns so sehr darüber, dass wir einfach noch einmal (Jahre später) ein bisschen angeben müssen. DESHALB haben wir den besten Job der Welt!
Wer mag, einfach reingucken, ab Seite 7 wird es spannend!
https://www.bdk.de/…/…/2012/Hessen-Extra_Nr.3_Maerz_2012.pdf

Euer hochgradig begeistertes ForGen-Team

ForGen und die Nachwuchsförderung!

Kaum ist das neue Jahr so richtig angefangen, haben wir auch schon wieder neues Leben in unseren Laboren: Jonina und Sarah studieren beide in Hamburg und schnuppern für 4 Wochen „forensische Luft“. Es freut uns immer sehr, wenn wir Studenten bei uns haben und wir versuchen, Ihnen so viel wie möglich mitzugeben. Natürlich ist das in vier Wochen nie vollständig, aber es reicht für einen guten Eindruck und Überblick. Neben unseren normalen Abstammungsgutachten haben sie bereits einen wirklich komplizierten Fall erleben dürfen, bei dem verschiedenste Verwandtschaftskonstellationen überprüft werden mussten und bekamen dabei mit, was alles vom Auftragseingang bis zur Gutachtenerstellung gemacht werden muss. Sie durften unsere Flüche zum Qualitätsmanagementsystem erleben (ausfüllen hier und da und dort auch, kürzeln hier, unterschreiben dahinten, Formblatt zum Ausfüllen des nächsten Formblatts, welches benötigt wird, um eine Beschwerde zu formulieren, die man am Ende des Jahres in einem langen Formblatt begutachten und beurteilen muss….) und haben gelernt, wie man humane Haare von tierischen Haaren unterscheidet und wie genetische Speziesbestimmungen funktionieren. Dazu ein paar Mischlingsanalysen mit – wie immer – tollen Hunden und einiges mehr. Gar nicht schlecht für die kurze Zeit. Ach ja, und das Thema Hunde bringt uns noch einmal zu Kalle, unserem neuen Maskottchen. Wer Kalle mag, noch ein Geschenkt sucht oder einfach die Straßenkids in Hamburg unterstützen möchte: KAUFEN! Oder aber auf das Glück vertrauen und eine Mischlingsanalyse bei uns beauftragen und einen von drei Kalles gewinnen….

In diesem Sinne, viele Grüße von Eurem

ForGen-Team

Moin Kalle!

Dürfen wir vorstellen? Das ist Kalle der Straßenköter und das Maskottchen von Straßenkids e.V. in Hamburg!

Und wir finden Kalle einfach klasse. Unwiderstehlich, zuckersüß, kuschelig und erst der Charakter…ein Traum?

Es gibt Kalle 2000 x in Hamburg und jeder, der möchte, kann ihn für eine Schutzgebühr von 15 Euro erwerben. Diese kommt den Straßenkindern in Hamburg zugute. Man gibt also einem supersüßen, wunderbaren Hund ein neues Zuhause und tut noch etwas Gutes. Wenn wir etwas noch besser finden als den kleinen Kalle, ist das diese tolle Idee der unfassbar engagierten Mitarbeiter dort. Deshalb würden wir uns freuen, wenn viele einmal auf die Seite von Kalle gehen und viele sich entscheiden, ihn zu adoptieren. Als Glücksbringer, Geburtstagsgeschenk oder einfach, weil er soooo süß ist? Die Links dazu sind unten zu finden.

Natürlich gibt es auch weitere Möglichkeiten, diese Initiative zu unterstützen. So werden ständig Paten gesucht, die ab 5 Euro monatlich dabei sind und so eine regelmäßige Hilfe darstellen.

Und dann haben wir uns überlegt, wer denn als Unternehmen besser zu Kalle passt als wir, die u.a. Hunde untersuchen und feststellen, was in den vielen tollen Vierbeinern und zum großen Teil auch ehemaligen „Straßenkötern“ drinsteckt? Da fiel uns niemand besseres ein!

Deshalb und weil wir ein echtes Hamburger Unternehmen sind, machen wir auch mit und haben uns als Paten angemeldet. Vielleicht finden wir auf diesem Weg weitere?

Zusätzlich haben wir uns noch etwas Besonderes ausgedacht: Die drei Kerlchen auf den Fotos können gewonnen werden!

Wir verlosen die Jungs an alle, die ab sofort bis Ende März bei uns eine Mischlingsanalyse bestellen.

Also ran an Kalle! Wir freuen uns über rege Teilnahmen und Teilen dieses Beitrages. Lasst uns Kalle in die Welt ziehen und unterstützt die Hamburger Straßenkids.

 

Wir freuen uns und knuddeln jetzt noch eine Runde, solange die drei noch bei uns sind!

Euer motiviertes ForGen-Team!

 

http://www.strassenkids.de/kalle-der-strassenkoeter/

http://www.basisundwoge.de/

 

 

Hier kommt der erste Hund für 2020!

Das letzte Jahr war für uns wirklich toll, da wir u.a. viele wunderbare Hunde untersuchen durften. Glücklicherweise haben auch viele der Besitzer es uns erlaubt, die Ergebnisse mitsamt kleinen Geschichten zu veröffentlichen. Das macht uns fast noch mehr Spaß als das Auswerten der Rohdaten und das Ermitteln der verschiedenen Hunderassen.

Für die erste Geschichte im Neuen Jahr haben wir uns Dama ausgesucht, die über die SALVA-Hundehilfe ihre neue Familie gefunden hat. Die Familie hatte bereits einen Hund über SALVA bei sich aufgenommen und war so begeistert, dass sie auf jeden Fall das neue Familienmitglied auch über diese engagierte und kompetente Hundehilfe aussuchen wollten.

Dama scheint eine bewegende und nicht sehr glückliche Vergangenheit hinter sich zu haben. Sie hatte u.a. diverse, offene Wunden am Kopf, die durchaus von Schlägen stammen könnten, als sie im Tierheim aufgenommen wurde. Vor Ort aber gab es viele, sehr tierliebe Menschen, die sie geduldig wieder aufpäppelten und denen es Dama mit ihrer freundlichen und sehr menschenbezogenen Art auch sehr einfach machte. So war es dann auch nicht erstaunlich, dass sich schnell jemand fand, der ihr ein neues Zuhause geben wollte:

Seit dem März 2018 ist Dama in ihrer neuen Familie und hat alle Herzen im Sturm erobert. Sie ist sehr kinderfreundlich und zeigt sich unfassbar geduldig mit dem menschlichen Nachwuchs. Egal, wie alt die Kleinen sind, sie liebt sie heiß und innig und macht Einiges mit. Außerdem ist sie wirklich ein schlauer Vierbeiner. Das freut Ihre zweibeinigen Familienmitglieder sehr, weil sie wahnsinnig schnell lernt und auch sehr lernbegierig ist. Fremde, vierbeinige (Hunde)Gesellen allerdings haben es mit ihrer schlauen und etwas dominanten Art nicht immer ganz einfach. Meist ist sie nämlich der Meinung, dass sie alle anderen Artgenossen erst einmal erziehen muss. Und dass natürlich absolut nach ihren Vorstellungen. Glücklicherweise stellt sie sich dabei so gut an, dass es bisher immer klappte und es keinen Ärger, sondern stattdessen eine wachsende Anzahl diverser wunscherzogener Vierbeiner in ihrem Umfeld gibt.

Wir wünschen der vielbeinigen Großfamilie weiterhin viel Freude und neue, tolle Geschichten mit ihren pelzigen Mitbewohnern und Dama soll sich ruhig weiter austoben an ihren Mithunden. Gut erzogene Vierbeiner kann man immer gut gebrauchen….

Auf ein tolles Jahr,

Euer motiviertes ForGen-Team

ForGen macht Weihnachtspause! Ein Jahr geht zu Ende!

Fast haben wir es geschafft! Ein paar Tage nur noch und dann beginnt ein brandneues Jahr.
Vorher aber möchten wir noch gemütlich und entspannt Weihnachten feiern. Daher wird unser Labor in Ruhe versetzt, was die Geräte angeht. Wir sind aber weiterhin telefonisch erreichbar, wenn es Fragen gibt und nehmen Aufträge, Proben und Post an, mehr aber dieses Jahr nicht.
Wir hatten ein aufregendes Jahr mit vielen Hochs und eigentlichen keinen Tiefs, nur ein paar Ärgernissen. Viel Arbeit liegt hinter uns und wir haben viel erlebt dieses Jahr. Auf das ein oder andere hätten wir zugegebenermaßen ruhig verzichten können, aber so ist nun einmal. Es passierte dabei so viel Positives, dass dies wohl ein geringer Preis ist.
Das nächste Jahr bringt einige neue Dinge, neue Ideen, neue Projekte und neue Ansätze. Und wir sind sehr gespannt, wie es laufen wird. Auf jeden Fall aber können wir zusammenfassen, dass bisher unser Konzept aufgeht. Qualität und Anspruch setzen sich durch und wir sind nicht von unseren Grundprinzipien abgewichen. Darüber freuen wir uns sehr, zum einen, weil wir es durchgehalten haben, zum anderen aber auch, weil es unsere Auftraggeber erlauben. Sie verstehen unser Konzept. Nullachtfünfzehn kann jeder, aber bei uns gibt es keine anonyme Massenabfertigung und wir sind nicht der Diskounter unter den Forensikern.
Wir konnten all unsere Schwerpunkte ausbauen und – wenn nötig – optimieren. Abstammungsuntersuchungen für alle Bereiche (privat, Gericht, Behörden, Familienzusammenführungen) decken alle Erfordernisse ab, so dass wir stets gefordert werden und es nie langweilig wird. Hier gefällt uns besonders der enge Kontakt zu den Auftraggebern und den vielen Helfern hinter den Kulissen. Das kannten wir in diesem Maße aus unserer universitären Zeit nicht. Spurengutachten bekommen wir ebenfalls und insbesondere die mit tierischer Beteiligung nehmen zu. Das ist doppelt schön, zum einen, weil es Aufträge sind, zum anderen, weil es zeigt, dass auch der Tierschutz ernst genommen wird und Verletzungen und Schlimmeres an Tieren verfolgt und bestraft werden. Und dann natürlich die vielen Mischlingsanalysen für „unsere“ Hunde. Die machen Spaß und sind uns jedes Mal eine willkommene Abwechslung. Wir lieben es, die kleinen Geschichten über unsere vierbeinigen Kunden vorzustellen und freuen uns immer sehr über die oft vielen und durchgängig netten und positiven Kommentare und Bemerkungen.
Daher möchten uns bei allen bedanken. Bei all denen, die uns Aufträge geschickt haben und fleißig weiterschicken und bei denen, die uns ständig und wärmstens weiterempfehlen. Es ist einfach wunderbar und bestätigend, wenn Anrufe eingehen, die in etwa so beginnen: „Guten Tag, ich brauche eine genetische xy Analyse und mir wurde gesagt, ich muss mich daher unbedingt bei Ihnen melden.“ Ein Dankeschön aber auch an unsere vielen Kollegen im Labor und der Organisation drum herum. Qualitätsmanagement, Datenschutz, Buchhaltung, all das könnten wir auf keinen Fall allein und insbesondere das QM mit seinen Akkreditierungsvorgaben ist so viel Arbeit, dass wir gar nicht genug danken können.
Wir freuen uns also auf das nächste Jahr in eigenverantwortlicher und unabhängiger Arbeit und wünschen Euch und Ihnen ein wunderschönes, besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest mit den besten Wünschen für 2020.
Euer / Ihr ForGen-Team

Is it a boy? Is it a girl? ForGen und der Graupapagei

Heute einmal etwas Besonderes, bzw. jemand Besonderes: Buddy!

Graupapagei Buddy stammt aus dem Tierpark Gettorf im schönen Schleswig-Holstein. Vor etwas über 10 Jahren wurden einige Tiere dort abgegeben und unser ehemaliger Kollege erfüllte sich den schon lange existierenden Traum nach einem Papagei. Buddy war damals etwa ein Jahr alt und ein richtig wilder Vogel ohne wirklichen Menschenbezug. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich beide gefunden hatten; jetzt aber sind sie ein Herz und eine Seele. Wohl aufgrund seiner Vergangenheit ist Buddy nicht das, was man einen begnadeten König der Lüfte nennt, weshalb er gerne überall herumläuft und klettert und immer dort auftaucht, wo gerade niemand mit ihm rechnet.

Seit nunmehr 10 Jahren ist also nichts mehr wie vorher und Buddy hat äußerst gewissenhaft und mit größtem Eifer das bisherige Menschenleben seines Mitbewohners auf den Kopf gestellt und seinen Papageien-Bedürfnissen angepasst. Abgesehen vom Platz, der Zeit und der ständigen Aufmerksamkeit, die solch ein fedriges Tier einfordert, hat Buddy natürlich einige ganz besondere Eigenheiten, die ausgiebig für ein aktives und nie langweiliges Miteinander eingesetzt werden.

Am liebsten mag er Tassen, die er einfach faszinierend findet und mit denen er stundenlang spielen kann (wenn sie es denn so lange unversehrt aushalten). Auch großartig sind Bierflaschen; bei denen er schon einmal den Anstand vorwegnimmt und sofort nach Öffnen einer Flasche mit ausgiebigen Glucksgeräuschen startet, die er mit einem ebensolch deutlichen Rülpser abschließt. Wo er DAS herhat, schein ein ewiges Geheimnis zu sein. Buddies menschlicher „Mitbewohner“ ist davon überzeugt, dass die Kinderstube in Gettorf Schuld an diesem Benehmen sein muss (Zwinkersmiley, Zwinkersmiley….).

Außerdem ist Buddy ein sehr wählerischer Papagei, was z.B. die Farben in seinem Umfeld angeht. Rot z.B. geht einfach gar nicht! Das einzige, was in seiner Nähe rot sein darf, sind seine eigenen Federn, aber alles andere wird gerne ausgiebig weggebrüllt. Mittlerweile ist er auch ein großer Kommunikator und weiß genau, wie er sich äußern muss, um die entsprechende Aufmerksamkeit zu bekommen. Vom Telefonklingeln bis zum Feueralarm über ausgiebiges Hundegebell hat er alles drauf, was immer mal wieder an den Nerven der Menschen in seiner Umgebung zerrt, da er auch sehr ausdauernd sein kann. Selbstverständlich wird auch geredet. Seine Lieblingssätze sind „was für ein hübscher Vogel“; „na, komm einmal her“.

Und die ganze Zeit fragten sich die Menschen in seinem Umfeld, welches Geschlecht denn Buddy tatsächlich hat…? Das ist ja bei vielen Papageien sehr schwierig festzustellen. Ist ein echter, rülpsender Kerl oder aber wir packen die Klischeekiste aus und gucken uns den ständig quasselnden, farbbewussten, an den schönen Dingen im Leben interessierten Buddy genauer an. Getreu dem Motto: „Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch“….Wir nehmen also ein paar Federn, arbeiten die auf, setzen eine PCR an und trennen alles in einer Kapillarelektrophorese auf und siehe da: Genetik sagt: Mädchen!

Aber wir wissen ja auch: Auch Frauen können der beste Kumpel sein und das ist Buddy ganz sicher.

ForGen verabschiedet sich damit ein wenig neidisch, sagt wieder einmal DANKE für diesen schönen Auftrag und wünscht weiterhin viel Spaß mit „der Kleinen“!

 

 

ForGen bleibt beim Hund …

Und schon wieder haben wir tolle Vierbeiner unter der Lupe genommen bzw. Ihre Abstrichprobe auf unserem Tisch bekommen! Diesmal haben Doro und Paloma den Weg zu uns gefunden. Und wie bei „unseren“ Hunden so häufig, haben die beiden eine längere Reise hinter sich, bevor sie in ihr endgültiges, wunderbares Zuhause einziehen konnten.

Diesmal beginnt alles mit einer tierlieben und hundebegeisterten jungen Frau, die leider keine Hunde in ihrer Wohnung halten durfte und deshalb auf die Idee kam, sich bei „Hunde in Not“ zu melden, um sich da um die Vierbeiner zu kümmern, die es wirklich nötig haben. 2013 war es dann aber soweit! Sowohl Zeit und Wohnsituation erlaubten nun die Haltung eines Hundes und so kam die Tierfreundin auf Doro, einen Hund aus Rumänien, der es wohl dort nicht wirklich gut hatte und wahrscheinlich auch viel geschlagen worden war. Das kann man heute noch an ihrer schief zusammengewachsenen Nase erkennen. Wie so oft bei diesen Tieren aber, hat sich auch Doro ihre Lebensfreude und Freundlichkeit bewahrt, bzw. tief versteckt, bis sie sie wieder zeigen konnte. Sie ist ruhig und ausgeglichen liebt einfach jeden (die Menschen, „ihre“ drei Katzen) und alles: Im Sommer liegt sie gerne stundenlang bewegungslos in der prallen Sonne und tankt auf, damit sie sich im Herbst ihren heißgeliebten Laubhaufen widmen kann (die dann nach kürzester Zeit ehemalige Laubhaufen sind). Und im Winter zeigt sie ihre künstlerische Seite und legt mit wildem Laufen verschiedenste und sehr lange Zickzackmuster im Schnee an. Dass sie mittlerweile 10 Jahre alt ist tut ihrer Aktivität da gar keinen Abbruch.

Mit so einer Tierschaar hätten viele Menschen genug, nicht aber Ilka und so musste im letzten Jahr ein zweiter Hund und damit eine Gefährtin für Doro her. Und natürlich sollte es auch diesmal ein Hund aus dem Tierschutz sein. Hallo Paloma! Ein tauber Mischlingshund, der wohl ebenfalls einiges hinter sich hatte und die neue Familie ganz schön beanspruchte. Katzen z.B. waren gar nicht ihre Freunde, um es einmal nett auszudrücken und es brauchte viel Geduld, Training und Hundesachverstand, bis die Katzen z.B. nun tatsächlich sogar auf dem Sofa neben ihr sitzen durften. Da fragt man sich nur, wo diejenige sitzt, die wohl mal das Sofa gekauft hat….Und taub hin oder her, das hält Paloma nicht davon ab, jeder Spur nachzugehen, die sie in die Nase bekommt. Kein Wunder bei ihrer genetischen Zusammensetzung (Dalmatiner/Foxterrier/ Parson Russel Terrier/ Beagle), wohingegen wir bei Doro mal etwas eher Selteneres gefunden haben (Akita/English Pointer/Sheltie).

Wir wünschen dieser bunten Tierschaar mit Ilka mittendrin alles Gute und freuen uns über ein weiteres Hundehappyend.

Euer

ForGen-Team!

 

Wissenschaft bei ForGen

Zugegeben, wir sind schon etwas nachtragend. Dass uns manch einer öffentlich als „Pseudowissenschaftler“ bezeichnet, ärgert uns persönlich nicht so wirklich. Warum auch? Aber, möglicherweise glaubt der ein oder andere solche Sprüche und schon ist der nächste Auftrag weg. Das können wir so gar nicht gebrauchen. Schließlich sind wir kein öffentlich gefördertes Institut, das sein Geld sowieso bekommt, egal, wie viel oder wie gut es arbeitet. Wir müssen jede Ausgabe, von Akkreditierungskosten in fünfstelligen Bereichen bis GEZ selbst irgendwie einfahren und möchten daher vermeiden, dass sich Leute abschrecken lassen.

Vielleicht aber gibt es auch einfach Menschen, die sich genau über uns informieren möchten, bevor sie uns für etwas beauftragen. Die genau wissen wollen, was wir eigentlich bisher gemacht haben und was wir alles so können….völlig verständlich.
Daher haben wir jetzt ein wenig zusammengeräumt und eine Liste angefertigt, auf der jeder, der mag, nachsehen kann, was wir bisher in unserer wissenschaftlichen Karriere in dieser Hinsicht so getrieben haben. Absolut vollständig ist sie nicht, aber wir haben uns sehr bemüht und diese Liste hier auch auf unserer Homepage (die gerne jeder mal besuchen darf).

Wer also genug Zeit hat, viel Spaß beim Lesen,

Euer ForGen-Team