Wo und die Liebe hinfällt und wann sie einen trifft….hallo Paula

Zugegeben, meist sind die nicht wirklich geplanten Dinge die besten. Oft passiert uns das Tollste, wenn wir einfach nicht danach suchen oder daran denken. Dazu gibt es unzählige Beispiele, angefangen von dem Paar Traumschuhen, die man gefunden hat, als man auf der verzweifelten (und dann meist ergebnislosen) Suche nach einem neuen Pullover war, bis hin zum Traummann (oder -frau), dem/der man begegnete, als man nun endlich mit Beziehungen abgeschlossen hatte….

Tja, und manchmal trifft es dann auch die Vierbeiner oder -wie in diesem Fall – unsere „Prinzessin“ Paula.

Seit einigen Monaten ist sie nun in ihrer neuen Für-immer-Familie und geplant war das so überhaupt nicht. Besagter Familie war der geliebte Schäferhund-Appenzeller-Bordercolli-Mix im März an einem bösartigen Tumor gestorben. Da ist die Trauer riesig und so sehr sich alle nach einem Hund sehnten, wollten sie doch erst einmal abwarten. Klar, dass es ohne Hund nicht gehen würde, aber so kurz nach diesem riesigen Verlust, schien es doch zu schwer zu sein.

Vorsichtig aber tasteten sie sich an das Thema „neuer Hund“ heran und guckten ein wenig hier und da.

Ja und dann war sie da. Paula, eine wunderschöne Hündin, die über eine Tierschutzorganisation vermittelt wurde. Schockverliebt nennt man das wohl und verschwunden waren die Gedanken, ob man denn für einen neuen Hund bereit sei. Angegeben war Paula als Mastin (sie kommt aus Spanien) und sicher mit Herdenschutzhundgenen versehen.

So benimmt sie sich auch durchaus. Paula ist wachsam und beobachtet viel und intensiv und ist vorsichtig bei Fremden. Auch mit dem Gehorsam sieht sie es nicht so unkritisch, sondern muss immer erst einmal klären, ob die ganze Sache Sinn ergibt und auch tatsächlich alles in ihren Augen in Ordnung ist. Trotzdem kommt sie in der Hundeschule gut klar, ist freundlich zu allen anderen „Schulkollegen“ und ist da nicht nur körperlich die Größte dort….

Ansonsten ist die ursprünglich als schwierig beschriebene Hündin auch zu anderen Menschen sehr nett und hat eine ganz besondere und liebevolle Beziehung zum Sohn der Familie.

Wir finden, dass sich das nach einem tollen Start für Hund und Familie anhört und wünschen allen eine wunderbare und gemeinsame Zukunft mit diesem großartigen Schäferhund-Mastiff-Sarplaninac-Mix.

Euer ForGen-Team

ForGen und Sherlock!

Und schon wieder sind wir einmal schockverliebt! Diesmal in  zottelig-wuschelige 30 kg mit Bart….

Und irgendwie müssen wir zugeben, dass wir nicht ganz genau wissen, wie das eigentlich gelaufen ist mit dem Namen! Benahm sich der kleine Welpe im April 2020 schon von Anfang an wie sein berühmter Namensvetter? Eigenwillig, hochintelligent, absolut besonders, mit Marotten versehen und manchmal etwas spleenig…dabei aber charmant, interessant und einfach hochklassig?

Oder bekam er den Namen und dachte sich dann „jetzt muss ich aber mal was vorlegen“?

Wir wissen es nicht so genau. Fakt ist, dass unser vierbeinige Sherlock schon so seine Eigenheiten pflegt. Essen ist total klasse, dann aber bitte Frischfleisch. Oder alles mit Fisch, aber bloß kein Trockenfutter mit Hühnchen für den sensiblen Magen…Scheint Anfangs ein interessantes „learning by doing-Füttern“ gewesen zu sein.

Und dann seine Liebe zu Pfützen. Die ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr tief ausgeprägt; er legt sich nämlich unfassbar gerne in jede Pfütze, die nicht schnell genug wegtrocknet. Auch das stellen wir uns angesichts seines vielen, hellen Fells sehr interessant vor….ABER sollte das Wasser dann einmal in Form eines Sees, Tümpels oder Meers präsent sein, ist das natürlich etwas völlig anderes und der Herr dippt allenfalls ein wenig die Pfoten ins Wasser. Auf keinen Fall aber tiefer als die Knie…

Alleinbleiben ist nicht so seins und am liebsten geht er gleich mit ins Büro, wo er freundlich zu allen ist, das aber dennoch ausgiebig von ihm bewacht werden muss. Allgemein ist er sehr liebesbedürftig und knabbert sehr gerne an seinen Zweibeinern herum, um ihnen seine Zuneigung zu zeigen.

Seine Freizeit verbringt er gerne auf dem Hundeplatz und liebt Agility. Wenn er kann, allerdings, jagt er Mäuse und dabei hat er diese klitzekleine, unappetitliche Angewohnheit, dass er die armen Dinger lebendig auffrisst…

Alternativ trägt er gerne seine Plüschratte durch die Gegend (die natürlich nicht aufgefressen wird) oder aber schnappt sich kleine Katzenbälle.

Nach solchen Tagen kuschelt er sich dann entweder zum Chillen irgendwo hinein oder aber breitet sich für ein ausgiebiges Nickerchen auf dem blanken, teppichlosen Fußboden aus.

Wir hatten hier übrigens auch unseren Sherlock-Holms-mäßigen Ermittlermoment als wir mit der Analyse fertig waren. Die beiden Rassen zusammen hatten wir bisher so noch nicht und wir rätselten, wie solch ein Hund denn nur aussehen könnte. Und dann kam das Foto und uns war einfach klar: Genauso wie Sherlock: Englisch Setter und Deutsch-Drahthaar!

Wir bedanken uns sehr für diesen schönen Auftrag und wünschen dem Hübschen weiterhin ein tolles Hundeleben!

Euer ForGen-Team

 

ForGen sagt nur: Chapeau!

Zum einen heißt „unser“ neuester Hund so und zum anderen passt dieser tolle Name gleichzeitig als Verneigung vor dieser Wucht von Hund!

Chapeau ist sozusagen der Adoptivbruder von Elvis, dem Herdenschutzmix, den wir vor kurzem ebenfalls untersuchen und vorstellen durften. Unsere beiden Auftraggeber, Hundefreunde und generell Tierliebhaber erfuhren im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für Tierschutzhunde von den beiden in Rumänien am Rande eine Schaffarm herumstromernden, recht jungen Hunden Chip und Chap. Schnell reifte der Entschluss, einen der beiden bei sich aufzunehmen und im Sommer 2018 kam einer der beiden im Alter von 4 Monaten nach Deutschland. 14 kg standen da, recht ärmlich über vier viel zu lang wirkende Beine und einem mageren Körper verteilt. Aber da der Appetit sofort da war, legte Chapeau, wie er nun hieß, pro Woche ein sattes Kilo Hundekraft zu Noch war er sehr ängstlich und definitiv nichts für den normalen Hobby-Hundehalter und benutzte durchaus auch seine Teenagerzähne…

Mit viel Geduld und Wissen und der richtigen Herangehensweise war aber bereits nach vier Wochen klar, dass er sein Für-immer-Zuhause gefunden hatte. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen und es hat weiter viel Zeit und Mühe gekostet, diesem Hund Souveränität zu geben. Dinge, die bei „normalen“ Hunden gar kein Thema sind, musste Chapeau sich erst erarbeiten. Mittlerweile ist er in seiner Familie völlig angekommen und ebenso wie bei Elvis wird er so akzeptiert, wie er ist:

Eben mal schnell Gassi gehen, wenn Herrchen oder Frauchen das wollen? Nee, wenn er nicht will, dann will er nicht. Chapeau entschleunigt da eher. Ist er an etwas interessiert, gibt es für eine Weile nichts anderes und er kann sehr lange einfach irgendwo stehen oder liegen und ausführlich beobachten. Mit anderen Tieren, wie Schafen, Ziegen und Pferden kommt er wunderbar zurecht und weiß instinktiv, wie er sich ihnen gegenüber verhalten muss, um ihr Vertrauen zu bekommen.

Nun lebt er also auf diesem großen Hof zusammen mit Elvis und wird seinen Bedürfnissen entsprechend behandelt und gefordert. Diese erklären sich sicherlich in den Rassenähnlichkeiten, die wir in Chapeau gefunden haben: Ciobănesc Românesc de Bucovina, Slovensky Cuvasz und Ciobanesc Românesc Carpatin.

Also, Chapeau! Hut ab, vor so einer Urgewalt an Hund und vor seinen Besitzern, die beiden Hunden, Elvis und Chapeau, ein so wunderbares und passendes Zuhause ermöglichen.

Einen riesigen Dank für diesen zweiten schönen Auftrag (Folgeaufträge sind die BESTEN) und alles Gute wünscht

Das ForGen-Team

ForGen trifft: Gusti!

Unsere heutige Geschichte beginnt in der Türkei. Dort wurde unsere Hauptperson/hündin im Alter von etwa sechs Wochen zusammen mit ihrem Bruder gefunden. Die dortige Tierhilfe kümmerte sich rührend um die beiden. Glücklicherweise wurde dann unsere Auftraggeberin auf diese beiden Findlinge über die Seite Tasso shelter aufmerksam und am 9. April landete Guste in Deutschland und kam in ihr neues Zuhause.

Was sich in Guste (genannt Gusti) versteckte, war völlig unklar. Sicher war, dass sie sehr anhänglich, intelligent und liebesbedürftig ist. Dazu sehr lebhaft und vollends in der Hundepubertät steckend. Der anfängliche Spitzname für die junge Dame war daher sehr passend: Schredder-Queen!                                                      Diesen Spitznamen gibt es schließlich nicht unverdient; den muss Hund sich hart erarbeiten. Kann nicht jeder…

Ähnlich war es in der Hundeschule, wo sie als der Pausenclown bekannt war und lieber mit ihren Klassenkameraden spielen wollte, als sich auf Kommandos wie Sitz, Platz oder sonst etwas zu konzentrieren.

Für Ihr Frauchen hat die Mischlingsanalyse die Erkenntnis gebracht, dass Gusti eine sehr spannende und wunderschöne Mischung aus drei verschiedenen Rassen ist, die beschäftigt werden möchte und viel Bewegung braucht, bevor sie sich gechillt in ihr Körbchen kuschelt.

Das Ergebnis unserer Analyse hat nämlich ergeben: Deutsche Bracke, Hygenhund und ein Schuss Dachsbracke.

Neben viel Kopfarbeit und Dummy-Training, hat Gusti inzwischen eine große Clique gleichaltriger Hundefreunde um sich gescharrt, mit denen sie regelmäßig spazieren geht und auf einem Freigelände spielen und toben darf.                                                                                                                                                         Mittlerweile ist Gusti 14 Monate alt und hat sich zu einer ausgeglichenen und glücklichen Hündin entwickelt.

Der Spitzname „Schredder-Queen“ ist passé – aber langweilig wird es in ihrem Zuhause trotzdem nicht werden!

Und wir bedanken uns wie immer sehr über diesen tollen Auftrag, den hübschen Hund mit der schönen Geschichte dazu. Vielleicht mag ja der ein oder andere Interesse an solch einer spannenden Mischung haben. Möglichweise sucht ihr Bruder noch ein Für-Immer-Zuhause. Ach ja, und auch Sachverständige lernen immer wieder und immer gerne dazu. Eine Person bei ForGen muss hier gestehen, dass sie mal wieder eine der Rassen nachsehen musste….was es auch alles gibt.

Alles Gute der charmanten und spannenden Schönheit, wünscht

Das ForGen-Team

ForGen – Die Forensiker für weit mehr als alle Felle!!!

Da haben wir doch jahrelang an unserem Ruf gearbeitet und freuen uns ständig über unseren Slogan „DIE Forensiker für alle Felle“ und dann sowas: wir gehen fremd und das nun nicht zum ersten Mal. Wir untersuchen nicht nur Menschen und die Pelztiere, sondern können auch die „nicht-haarigen Dinge“….

Und daher freuen wir uns wieder einmal tierisch (und das ist kein Wortwitz, sondern absolut ernst gemeint)! Natürlich arbeiten wir super gerne an unseren zahlreichen humanen Abstammungen und freuen uns über jedes Spurengutachten von privat oder der Polizei; aber wir lieben unsere vielen Tieruntersuchungen. Ganz oben die Hunde und die Mischlingsanalysen, die einfach wahnsinnig viel Spaß machen.

Aber es gibt noch viel mehr…

Und nun haben wir in letzter mehrfach Zeit dazu beigetragen, herauszufinden, ob in bestimmten Gegenden die zu schützende Unterart der Mauereidechsen heimisch ist oder aber ob andere Unterarten sich „eingeschlichen“ haben. Man kann dies den kleinen Kerlchen oft rechts gut schon so ansehen, aber natürlich geht nichts über eine ordentliche DNA-Analyse.

Also haben wir DNA-Proben der Eidechsen bekommen und bestimmte Bereiche der mitochondrialen DNA untersucht. Diese ist zum einen Spezies-spezifisch und zum anderen gibt es einzelne Punktmutationen, also Unterschiede einzelner Basen in der DNA-Folge, die es erlauben, auf die Unterarten Rückschlüsse zu ziehen.

In einem Fall fanden wir nun gleich drei verschiedene Unterarten, von denen nur eine „erlaubt“ ist: Ostfranzösische Linie, Südalpen-Linie und die Venetien-Linie. Einige der untersuchten Tiere haben also haben keinen Schutzstatus und nahezu schlimmer: Es kann zu Vermischungen kommen und hier ist eindeutig festgelegt, dass Hybride, also Mischlinge der Unterarten, nicht geschützt sind.

Entsprechend kann eine genetische Analyse dazu beitragen, festzusetzen, ob z.B. ein Bauvorhaben durchgeführt werden kann oder ob die Tiere umgesiedelt oder anderweitig geschützt werden müssen.

Wir sind einmal wieder ganz begeistert, was wir alles zu tun bekommen und können uns gar nicht sattsehen an den Bildern der Probenentnahme. Hier wurde uns mitgeteilt, dass diese süßen kleinen Dinger ganz schön zickig sein können und daher gerne absolut freiwillig in den Abstrichtupfer beißen…

Wir hoffen, Ihr habt beim Angucken genauso viel Spaß wie wir!

Euer, schon wieder restlos begeistertes (weil einfach einen tollen Job innehabendes)

ForGen-Team

Nichts für „Stadt-Hobby-Hundehalter“

Kürzlich durften wir Milou untersuchen. Ein 38 kg Schwergewicht und als Schäferhundmix vermittelt, mittlerweile aber aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten auf einer sogenannten Langzeit-Pflegestelle gestrandet. Er war für die Vorbesitzer einfach nicht mehr beherrschbar und ist nun glücklicherweise bei einer sehr erfahrenen Hundehalterin untergekommen. Diese kommt mit ihm zurecht, entschied aber, dass Milou unmöglich in eine „normale Familie“ bzw. einen normalen Haushalt kommen kann, wo ein  „pflegeleichter Hund“ gesucht wird.

Mittlerweile geht es Milou sehr gut, aber viel Leid und Stress liegt hinter dieser ganzen Geschichte. Und wenn man sich dann einmal ansieht, was in dem leider völlig missverstandenen Vierbeiner steckt, versteht man sofort, dass er nicht zu den einfachen gehört und ein Paradebeispiel dafür ist, wie gut und wichtig es (für beide Seiten) sein kann, VOR einer Vermittlung zu wissen, auf was für ein Tier man sich möglicherweise einlässt:

Sarplaninac, Malinois und Cão de Castro Laboreiro!

Für Milou ist also alles bestmöglich ausgegangen und wir wünschen Ihm und seiner hundeerfahrenen Besitzerin eine gute und stressfreie Zeit, freuen uns sehr, dass wir mit unserem Ergebnis dazu beitragen konnten, dass Milou besser verstanden wird und bedanken uns natürlich für diesen wirklich interessanten Auftrag.

Euer ForGen-Team

 

Same procedure as last year? – Same procedure as every year: Spurenringversuch 2020 bestanden!

Da haben wir uns doch gerade für die nächsten beiden Spurenringversuche in diesem Jahr angemeldet, damit wir auch bloß die Voraussetzungen bei der Deutschen Akkreditierungsstelle erfüllen und endlich trudeln die heiß ersehnten Urkunden der letzten Überprüfung ein!

Wieder die zwei geforderten Ringversuche bestanden: Zweimal gab es je drei Blutproben (unterschiedlich verdünntes und teilweise mehrere Jahre altes Blut auf Watteträgern) und je vier verschiedene Spuren (Mischungen von Blut, Speichel, Sperma von xy Personen in verschiedenen Mengenverhältnissen und auf unterschiedlichsten Spurenträgern aufgebracht) zur Analyse.

Zuerst musste festgestellt werden, um welche Arten von Spuren es sich handelte und dann wurde die DNA extrahiert und jeweils die 16 Datenbanksysteme typisiert, die weltweit benutzt werden, so dass alle Labore sich untereinander austauschen könnten, wenn sie wollten oder es für einen besonderen Fall nötig sein sollte.

Dazu gab es dann Typisierungsdaten von zwei Mischspuren und mehreren Personen und es galt herauszufinden, aus wie vielen Personen die jeweilige Spur besteht und ob einer der angegebenen Vergleichspersonen als Spuren(mit)-verursacher in Frage kommt. Hier ist die korrekte biostatische Analyse mit der richtigen Hypothesenstellung wichtig. So macht es in der Berechnung Unterschiede, ob z.B. eine Person als erlaubter Spurenträger definiert wird oder nicht. Das ist für spätere (echte) Fälle auch immens wichtig, da nur die bloße Existenz der DNA einer Person diese ja nicht gleich zum Tatverdächtigen oder gar Täter macht, wenn sie auch anders zu erklären wäre (Stichwort: Tat-relevante Spur). Auch hier musste alles vergleichbar sein und so haben alle fast 200 teilnehmende Labore mit den gleichen Frequenzdaten gerechnet und so kommen tatsächlich identische Zahlen bis auf die xy. Stelle heraus. Beispiel dieses Mal: Ausschlusswahrscheinlichkeit von 99,999999999778137 %

Nun gut, auf jeden Fall haben wir alles richtig und können mit gutem Gewissen den Prüfern der Deutschen Akkreditierungsstelle im März unsere Urkunden präsentieren.

In diesem Sinne lehnen wir uns für ein Sekündchen zurück und verschnaufen.

Euer tief zufriedenes ForGen-Team

ForGen trifft Toby….

Ja, wir geben es zu. Wir lieben diese tollen herzschmerz-Hundegeschichten!!!!

Und heute haben wir wieder mal so eine zum Teilen für Euch.

Es begann im Januar 2020 als eine tierliebe Familie sich dazu entschloss, einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu geben. Und gerne ruhig einem älteren, die möglicherweise mehr Probleme haben, noch adoptiert zu werden. Besagte Familie machte sich also auf ins nächstgelegene Tierheim und dort in einem der Zwinger saß dieser wunderhübsche Vierbeiner und fixierte sie mit seinen tiefbraunen Augen, ruhig und intensiv und langanhalten. Ein sechs Jahre alter, ehemaliger rumänischer Straßenhund, der bereits zwei Jahre im Ausland im Shelter gelebt hatte.

Und an dieser Stelle können wir nur bestätigen: Liebe auf den ersten Blick gibt es! Zack machte es und es war um unsere Familie geschehen. Sofort wurden Proberunden vereinbart und Hund und Familie lernten sich kennen.

Alles klappte wunderbar und am 1.3.2020 durfte Toby in sein für-immer-Zuhause einziehen. Die vier Katzen dort stellten überhaupt kein Problem für ihn dar und er gewöhnte sich in Rekordzeit an seine neue, bunte Familie im neuen Heim.

Er liebt Menschen, egal ob groß oder klein und muss nur nicht allzu viele Artgenossen um sich haben. Die nerven ihn dann schon mal, wenn sie zu aufdringlich werden. Aber natürlich wird Toby dabei nicht wirklich böse.

Eines seiner größten Leidenschaften ist das Jagen und das ist vielleicht der einzige Streitpunkt zwischen ihm und „seinen“ Zweibeinern. Es gibt nichts potentiell Jagdbares, was er nicht sieht, egal ob versteckt im hohen Gras oder eigentlich zu weit weg. Tja, dafür gibt es zu seinem Leidwesen die lange Leine… und seine Leidenschaft ist so groß und ausgeprägt, dass selbst die Hundetrainerin keine große Hoffnungen hat, dass sich das jemals wirklich bessert.

Ob das an seinen Genen liegt? Aus dem Tierheim kam er als Labradormix und das konnten wir durchaus bestätigen. Zusätzlich aber fanden wir noch Boxer und English Pointer und damit kann der große Hübsche doch auch gar nichts dafür….es liegt ihm im Blut.

Wir wünschen dieser tierischen Familie auf jeden Fall alles Gute und viele tolle Stunden, Momente, Ereignisse in den hoffentlich noch vielen kommenden Jahren und bedanken uns für diesen schönen Auftrag.

Euer  ForGen-Team

 

ForGen und der Weltkatzentag!

Da wäre uns das doch beinahe entgangen und wir wundern uns schon den ganzen Tag, warum die beiden Haustiger so anstrengend und fordernd sind!

Aber jetzt haben wir es ja verstanden und wünschen unseren beiden weltbesten und allen anderen  Katzen einen wunderschönen Weltkatzentag!

Wir konnten wir das auch vergessen, wissen wir doch, dass es kaum mehr braucht als eine Katze und eine gute Tasse Kaffee, dass Katzen die besten Freunde sein können, sowohl untereinander als auch ganz besonders mit uns und -jeder, der eine oder mehrere Katzen versorgen darf- weiß auch, dass sie immer hoch hinauswollen.

In diesem Sinne: Genießt Eure Vierbeiner und zeigt sie gerne auch einmal her. Das tolle an Katzen ist ja auch, dass einfach jeder die besten und niedlichsten und lustigsten und oft auch beklopptesten hat…

Euer ForGen-Team

ForGen trauert ein kleines Bisschen….

Wo ist sie hin die ganze Zeit mit all den Plänen und Ideen?

Kaum haben unserer beiden Bachelor angefangen, sich um neuste Methoden zur DNA-Extraktion und -Typisierung zu kümmern, schon sind sie mit ihrer Arbeit fertig und schreiben nun zusammen…

Und jetzt sind wir ganz tapfer und wünschen ihnen erst einmal bestes Gelingen für das Verfassen ihrer Arbeit. Die Ergebnisse sehen alle sehr gut aus und nun müssen die Beiden alles „nur noch“ ordentlich zusammenfassen, evaluieren, kommentieren, kritisieren, diskutieren und präsentieren. Wir sind sehr gespannt.

Und dann drücken wir die Daumen, dass sie einen tollen Masterplatz an einer guten Uni finden und wenn sie sich später irgendwo bewerben, sagen wir an dieser Stelle schon einmal: NEHMEN! NEHMT sie!

Nicht nur, dass sie enorm fleißig an ihrer Arbeit werkelten; sie haben uns im Labor großartig unterstützt. Solche Leute braucht man! Interessiert sein, sich Mühe geben, Frustrationstoleranz beweisen, freundlich sein, vorausschauend und damit einfach unfassbar hilfreich sein!

Also, Ihr beiden! Wenn Ihr einmal einen Job sucht und wir ein großes, reiches Labor sind, nehmen wir Euch sofort. Und wenn ein Kollege anruft und fragt, ob man es mit Euch riskieren kann, werden wir Euch wärmstens empfehlen.

Alles Gute, viel Glück und vielen Dank

Euer ForGen-Team

Ein tierisches Geburtstagsgeschenk! Nele und Malou!

Wären wir nicht ein wenig verrückt, hätten wir uns nicht in der forensischen Genetik selbstständig gemacht und das warme Nest der Universität verlassen. Wären wir nicht völlig tierverrückt, würden wir uns nicht so begeistert in unsere ganzen tollen, tierischen Analysen hineinhängen. Und dass das alles genau richtig war und ist, sehen wir mit diesem Fall wieder einmal:

Erneut haben wir einen tollen Hund zur Untersuchung bekommen. Es mag ja seltsam aussehen, aber mal ehrlich: all unsere ForGen-Hunde waren bisher fantastisch und etwas ganz Besonderes, da muss man sich ja nur einmal unsere vielen Geschichten mit diesen großartigen Tieren ansehen.

Nun aber haben wir eine doppelt tolle Geschichte.

Da gab es ein junges, tierliebes Mädchen, das sich mit seinen 11 Jahren schon seit langer Zeit nichts mehr wünschte als einen vierbeinigen Gefährten; und zwar einen Hund. Mit diesem Wunsch war es sehr ausdauernd und die Eltern entschieden sich dann im letzten Jahr dazu, aus dem Tierschutz die etwa sechs Monate alte Mischlingshündin Malou zu sich zu holen. Und damit geht diese Erfolgsgeschichte in die nächste Runde:

Malou ist mittlerweile eine tiefenentspannte und dennoch sehr begeisterte und ausdauernde Rennläuferin, die allerdings nie vergisst, ständig die Vollständigkeit ihrer Familie zu kontrollieren. Besonders liebt sie natürlich ihre Nele. So wachsen die beiden rasch zusammen und wir bei ForGen wissen alle, dass es für Kinder kaum etwas besseres gibt, als einen immer da seienden, pelzigen Gefährten an seiner Seite zu haben.

Dieses Jahr stand dann der 12. Geburtstag der stolzen Hundebesitzerin an. Und man glaubt es ja kaum, aber so richtig große Wünsche gibt es gar nicht. Schließlich ist Malou schon da und damit der größte Herzenswunsch erfüllt. Die Eltern überlegten, was man machen könnte und als die Hundetrainerin irgendwann erwähnte, dass in Malou ein Herdenschutzhund schlummern könnte, kam man auf die Idee, eine Mischlingsanalyse durchführen zu lassen. Da Malous Schwester sehr Terrier-lastig aussah, war die Familie eher auf diese Rassen „gepoolt“ und machte sich auf die Suche nach einem Labor.

Glücklicherweise wurden wir gefunden und konnten daher diesen wunderschönen Auftrag bearbeiten. Und wir sind der Meinung, dass Malou dem English Pointer und dem kleinen Münsterländer am nächsten kommt, dazu eine gute Portion Border Collie.

Vielleicht „hilft“ dem quirligen Vierbeiner diese neue Erkenntnis ja bei seinem Jagdtreiben, das sich momentan allerdings eher auf Insekten jeglicher Art und auch auf Vögel beschränkt….für alle größeren, möglichen Jagdobjekte ist Madame dann doch ehe eine kleine Mimose und lässt es gut sein.

Und der Schuss Border Collie kommt ihr sicherlich zugute, wenn sie mit ihrem besten Freund herumtollt, der nämlich ein reiner Border Collie ist. Und da meinte man doch glatt, sie hätte sich ihr Verhalten einfach von ihrem Kumpel abgeguckt. Die Gene sind es mal wieder….(ForGen wusste es schon immer).

Und das Ergebnis mitsamt der Urkunde von Malou wurde also am 27.7.2021 von einer „neu 12-Jährigen“ enthüllt, die sich offensichtlich sehr gefreut hat.

Und wir? Wir freuen uns unglaublich über dieses tolle Mädchen, über Malou und über eine Freundschaft, die viele Jahre halten und unvergessen bleiben wird.

Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag und weiterhin viel Spaß mit diesem hübschen Wirbelwind, wünscht Dir, liebe Nele,

Das gesamte ForGen-Team!

ForGen trifft auf „Hunde-Urgewalt“: Hello Dobby!

Heute haben wir einen echten Ungarn für euch. Der damals noch sehr junge Dobby wurde mit drei weiteren halbwüchsigen Hunden in einem Waldstück gefunden und in ein sehr gutes Tierheim gebracht. Dort blieb er, bis er sechs Monate alt war und kam dann in seine heutige Für-Immer-Familie, in der er jetzt seit fast zwei Jahren lebt.

Für ForGen war Dobby eine kleine Herausforderung, hieß es doch bei der Übergabe an die neue Familie „Wer hat denn hier das Pony bestellt?“

Da stand er also, riesig groß für einen sechsmonatigen Welpen mit wunderbarem und wuscheligem Fell. Kein Wunder, dass man dann schockverliebt ist, und Dobby wurde in Windeseile in seine neue Familie integriert. Genauso schnell, wie er alle für sich einnahm, legte er an Zentimetern und Kilos zu und wurde uns in Form seiner DNA-Probe überbracht mit stattlichen 78 cm und 45 kg!!!

Und das mit schlappen zwei Jahren… wirklich gut, dass wir bei ForGen auch Pferde können! Man weiß ja nie…

So groß, wie Dobby ist, so groß ist auch seine Liebe zu seiner Familie, auf die er inbrünstig aufpasst. Gerne werden auch gute Freunde integriert und so der Kreis der engen Familienangehörigen erweitert.

Bei den Nachbarn hat er dabei mit seiner aufpassenden Bellerei nicht nur Freunde, aber, hey, Hund kann nicht alles haben und mit zwei Jahren darf man ja auch noch etwas dazulernen müssen, um Wichtiges von nicht ganz so Wichtigem zu unterscheiden. Natürlich ist für solch einen aufmerksamen und auch eigenwilligen Hund zuerst einmal ALLES wichtig, was um ihn und seine Familie passiert.

Freude und Spaß hat dieses riesige, puschelige, wuschelige Fellknäuel mehr als genug: Dobby liebt es, draußen zu sein, passt dabei immer auf Haus und Hof auf, entspannt bei seinen Gassi-Runden im Wald und liebt Wasser. Schwimmen ist einfach klasse, was angesichts seiner Fellpracht sicher nicht immer die größte Freude bei seinem Umfeld verursacht…

Und dann gibt es da die ruhige, sensible Seite und Dobby liegt einfach nur herum, könnte sich stundenlang kraulen, bürsten und betüdeln lassen; das genießt er mit allen Sinnen.

Und was haben wir jetzt in diesem charmanten und oft auch sturen Vierbeiner gefunden? Viel Ciobănesc Românesc Mioritic, Briard und Komondor!

Liebe Familie, da geht noch was und wir freuen uns immer über weitere Neuigkeiten „unserer“ Hunde.

Vielen Dank für diesen ganz besonderen Auftrag!

Euer ForGen-Team

ForGen und die Presse!

Wenn ein sehr, sehr guter Anwalt, eine nicht-untalentierte forensische Genetikerin und ein exorbitant motiviertes, akribisches und offensichtlich wirklich gutes, drei(!)-köpfiges Filmteam zusammenkommen, kann garantiert nur etwas wirklich Großartiges entstehen.

Das sagen wir jetzt mal nach guten drei Stunden anstrengender Dreherei ganz bescheiden.

Jetzt, nach überstandener Arbeit, üben wir uns in Geduld und warten, bis dieser Beitrag, in dem u.a. die Fragen der Tat-relevanten Spur und die Interpretation von DNA-Befunden beleuchtet werden, gesendet wird.

Das Ganze hat super viel Spaß gemacht, war sehr spannend anzusehen und einen großen Dank an dieser Stelle müssen wir noch loswerden für die Kollegen des Instituts für Hämatopathologie, in deren Räumlichkeiten wir drehen durften. Schließlich geht das aus Gründen der DNA-Kontamination nicht in unseren eigenen Laboren.

Das Wochenende haben wir uns also mehr als verdient und wünschen Euch ebenfalls gute Erholung.

Euer ForGen-Team mit Friedrich Sebastian Fülscher.

 

ForGen öffnet ein Überraschungspaket: Hallo Mara!

Mischlingsanalysen beim Hund sind keine einfache Sache. Zum einen natürlich technisch nicht. Man findet nur die Rassen, die man auch in der Datenbank vorliegen hat. Und man muss die genetischen Marker sorgfältig auswählen. Nicht alle sind gleichermaßen gut geeignet; es gibt keinen kommerziell erhältlichen „Mischlingstest“ und nur einfach viele Merkmale untersuchen, bringt es auch nicht und kann es tatsächlich schlechter machen. Zum anderen nützt auch der beste Assay nichts, wenn sich die Besitzer auf eine bestimmte Rasse versteift haben. Nicht immer sieht man alles, und manch eine Rasse zeigt sich nur im Verhalten. Da ist manch einer schon einmal enttäuscht.

Diesmal stellen wir euch Mara vor. Angekündigt wurden sie mit „es ist kein Chihuahua-Mix, auch wenn das ein anderes Labor behauptet“. Huch, nun gut. Ran ans Werk und glücklicherweise erhielten wir zwei wunderschöne, genetische Profile, an denen nichts zu mäkeln war. Es gab also ein absolut aussagekräftiges Ergebnis ohne jegliche Möglichkeit, etwas anders auswerten zu wollen und wir fanden keinen Chihuahua….

Wir hatte aber auch kein Foto und haben das Ergebnis daher „blind typisiert“ herausgegeben:

Gestatten, Mara, fünf Jahre alt und tatsächlich ein rumänischer Kettenhund, der ganze drei Jahre an der Kette lebte, trächtig wurde und dann in ein, nennen wir es spartanisch eingerichtetes, Tierheim kam.

Glücklicherweise hat Mara es dort herausgeschafft und landete in Deutschland in ihrer neuen Familie. Und hier lebt sie nun zusammen u.a. mit einer Artgenossin und verbringt ihre Tage gerne mit wildesten Tobereien, wobei sie Ihre auf 57 cm gut verteilten, 22 kg äußerst effektiv einzusetzen versteht. Nicht umsonst hat sie vor längerer Zeit den Spitznamen „Panzer“ erhalten.

Auch der Jagd ist sie so gar nicht abgeneigt und zeigt sich hier äußerst zielstrebig und ambitioniert. Lediglich das Essen scheint sie noch mehr zu mögen, was möglicherweise in ihren Genen liegt….

Gut bekannte Hunde und Kinder findet sie klasse und auch zu den ausgewachsenen Zweibeinern ist sie grundsätzlich sehr freundlich und lieb. Fremde, nicht angemeldete Hunde haben in Ihrem Revier allerdings nicht unbedingt etwas zu suchen.

Zusammenfassend also ein herzensguter Hund, der in seiner Familie in Deutschland angekommen ist.

Ach ja, was steckt also in dem nicht-Chihuhua? Ganz viel Gordon Setter, Labrador und Border Collie.

Wir freuen uns sehr, sind wieder einmal sehr dankbar für das Vertrauen und diesen schönen Auftrag und wünschen Mara noch ganz viele, tolle, kettenfreie Lebensjahre.

Euer ForGen-Team

ForGen bildet fort!

Heute war es wieder so weit. Wir haben eine Fortbildung zur forensischen Probenentnahme, insbesondere an toten oder verletzten Tieren, geben dürfen.
ForGen bietet verschiedene Themen an und jeder der mag, kann sich bei uns melden und unsere Referenten buchen. Kaum etwas machen wir lieber, als über unser Lieblingsthema, die Forensik, zu reden und wir freuen uns jedes Mal sehr, wenn wir viele, interessierte Zuhörende und Zuschauende haben.
Heute war es leider nur ein online-Seminar, was sehr schade ist, da dann der direkte Kontakt fehlt und gerade darauf kommt es doch häufig sehr an bzw. gerade dieser macht ein Fortbildungsseminar aus. Umso schöner ist es dann aber, dass sich trotzdem wissenshungrige Interessierte finden, die sich bei diesen exorbitant hohen Temperaturen stundenlang vor ihren Monitor setzen und sich fortbilden lassen. Daher möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzliche bedanken. Zum einen für die Organisation dieser Veranstaltung, die diesmal (einmal wieder) über WvL auf die Beine gestellt wurde. Maike, dafür hast du einen Sekt offen!!! Natürlich aber auch bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Wir sind wirklich immer begeistert, wenn Leute „zu uns kommen“. Begeistert, dass jemand seine Freizeit opfert, bei diesen Temperaturen durchhält und dann auch noch gute und interessierte Fragen stellt. Ein Dozenten-Traum, mal wieder.
In diesem Sinne, ein Dankeschön hier und da; die Erinnerung, dass wir auch gerne zu anderen Veranstaltungen kommen und die letzte Bemerkung, dass die Dozentin sich jetzt nach einem kühlen Aperol Spritz umsieht. Irgendwo wird hier schon einer rumstehen…
Euch allen ein schönes Wochenende, viele Grüße
Euer ForGen-Team

Dieser Blick….

Wir bei ForGen machen unseren Job wirklich sehr gerne und immer wieder gibt es spannende und oder interessante Momente. Bei diesem Hund hatten wir außer dem Namen mal wieder null weitere Informationen. Einen Bubble sollten wir untersuchen. Hm, sofort dachten wir an wuschelige, kleine Pelzknäuel wie Malteser, Kleinspitz oder Bologneser. Aber auch Pinscher kam uns in den Sinn und wir stellten uns einen ständig durch die Gegend hopsenden Vierbeiner vor.

Nun, dann waren die Analysen fertig und sahen wunderhübsch aus, allerdings zeigten die Auswertungen  so gar nicht auf einen wuscheligen Parkettpolierer.

Als wir dann die Fotos sahen, war die Freude sehr groß. Willkommen bei ForGen, Bubble!

Was haben wir hier also untersucht: Einen unglaublich gelehrigen Hund mit einem sprichwörtlichen Löwenherz. Sehr auf sein Frauchen bezogen und mit einer Riesenportion Mut immer darauf erpicht, selbiges zu beschützen und bei sich zu behalten bzw. in seiner Nähe zu sein. Der Tag darf gerne etwas länger sein für Bubble, damit man auch genügend Abenteuer hineinpacken kann, die er alle selbstverständlich mit Bravour und höchstem Einsatz meistert. Aufgetankt wird abends und natürlich auf der Couch und absolut selbstverständlich zusammen mit seinem Frauchen.

Und wir freuen uns sehr über unser Ergebnis: Pinscher mit Foxterrier (die es auch in glatt/kurzhaarig gibt) und Kurzhaardackel. Dazu dann DIESER Blick. Die Vernunft sagt uns, dass die Fotos sein Frauchen aufgenommen hat und gerade wieder einmal voller tiefster Liebe von Bubble angehimmelt wird, wie es fast nur Hunde hinbekommen. Aber, hey, man wird doch auch noch mal träumen dürfen und wir tuen einfach so, als gelte dieser Blick uns.

Vielen Dank für diesen schöne Analyse und viele Grüße an Euch alle wünscht euch ein heute leicht verträumtes

ForGen-Team

 

 

ForGen ist nun international!

Nachdem wir vor etwa drei Jahren eines der ersten Labore waren, welches sich vollständig nach neuer und sehr verschärfter Norm für Forensische Prüflaboratorien bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat überprüfen lassen, kommt nun das nächste Qualifikationshighlight:

Vor einigen Monaten sind wir erfolgreich durch die große Überwachung unserer ISO17025 gekommen und konnten unseren Status bestätigen und verlängern (ForGen berichtete😉). Dabei haben wir im selben Atemzug die internationale Kennung beantragt. Erfolgreich!

Nun dürfen wir auf all unseren Abstammungsunterlagen einen  hübschen blauen Kringel der ILAC präsentieren. Das ist die internationale Organisation für Akkreditierungen in Zusammenhang mit u.a. der ISO17025.

Selbstverständlich waren unsere Gutachten vorher schon weltweit anerkannt und wurden auch von Polizei und Gerichten international akzeptiert, aber nun ist es für alle noch einmal leichter, unsere Qualifikation zu erkennen.

Darüber haben wir uns heute so gefreut (nachdem wir auf gefühlten 105 Dokumenten die Logos ändern mussten…), dass wir mit unseren Studentinnen einen spontanen Fototermin eingeschoben haben. Die beiden mussten übrigens mit aufs Bild, weil wir wieder einmal zwei echte Glücksgriffpraktikanten im Labor haben, motiviert, neugierig, wissensdurstig und dabei auch noch angenehm in der Zusammenarbeit uns supernett.

Uns geht es gut bei ForGen und wir freuen uns auf alle weiteren Aufgaben und Herausforderungen!

Osteraktion 2021: Jetzt kommt Kalle!

Nachdem wir es tatsächlich geschafft haben, ein Siegerfoto aus unserer diesjährigen Osteraktion („die schönste Tierfreundschaft“) herauszufiltern, kommt nun einer der „entschlüsselten“ Gewinner.

Das nun offiziell preisgekrönte Siegerfoto zeigt die beiden dicken Freunde Kalle und Carlos beim gemeinsamen Spaziergang und stellt einen wunderbaren Schnappschuss dar, von dem man eigentlich denken könnte, er sei genau für diese Fragestellung gemacht worden.

Als Gewinn hatten wir einen Gutschein für eine Mischlingsanalyse ausgeschrieben und die Wahl der Familie fiel auf Kalle. Hier war die Neugierde am größten. Wir bekamen also die Proben von ihm und ab ging es ins Labor damit. Heraus kam dann: Labrador mit Boxer und Border Collie, dazu eventuell Berner Sennen Hund (der Wert war knapp an unserer „Angabeschwelle“ und ist damit aufgrund der Schnittmenge der Hunderassen meistens nichts, kann sich aber in Einzelfällen und besonders bei Mischlingen schon einmal zeigen).

Wir waren nun sehr neugierig, wen wir denn überhaupt untersucht hatten, kannten wir doch bisher nur dieses eine Foto: Blondie oder Black Beauty?

Der Farbe nach zu urteilen hätten es beide Jungs sein können, wenn man die ersten beiden Rassen ansieht: Labbi und Boxer. Und auch der Border Collie brachte uns nicht wirklich weiter, da wir ja nur die beiden (selbstverständlich entzückenden) Hinterteile „zur Verfügung hatten“. Tatsächlich hat der Border uns eher verwirrt.

Umso mehr haben wir uns gefreut, als wir dann die vielen wunderschönen Bilder von Kalle bekommen haben. Auf diesen ist nun viel mehr zu erkennen und wir sind sehr begeistert; von Kalle und vom Ergebnis.

Der, wie jeder sehen kann, sehr fotogene Kalle ist im wahren Leben ein eher zierlicher und ungemein höflicher Hund, der mit Carlos seinen großen Beschützer und den tierischen Freund seines Lebens gefunden hat.

Damit bedanken wir uns ganz herzlich bei der Familie von Kalle und Carlos für die Teilnahme an unserer Aktion und dafür, dass wir Kalle untersuchen durften.

Wir sind sicher, dass die beiden weiterhin für viel Freude, Spaß und Unterhaltung sorgen werden und sie noch viele Jahre ihre tierische Freundschaft ausleben können.

Und ein riesiges Dankeschön natürlich auch an alle anderen Teilnehmer unserer Osteraktion. Wir hatten sehr viel Spaß und freuen uns schon auf den nächsten Wettbewerb.

Euer ForGen-Team

ForGen informiert: Zum Nachweis männlich-spezifischer Merkmale

Heute war wieder so ein Tag, an dem man sich einfach über seinen Job freuen kann. Wo man sieht, was die eigene Arbeit anderen geben kann und was man mit für einen selbst so simpel erscheinenden Dingen/Analyesen erreichen kann.

Und weil wir nie müde werden, von unserem Job zu schwärmen kommt hier die Geschichte eines unserer letzten Aufträge.

Ein älterer Herr in den Siebzigern rief an und wollte überprüft haben, ob er der Cousin eines anderen Mannes sein konnte. Puh, Cousin ist oft nicht einfach und schon eine simple Geschwisterschaft zu prüfen, kann sehr herausfordernd sein. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass in diesem Fall aber beide die gleiche männliche Linie teilen, also einen gemeinsamen Großvater haben sollten. Also schlugen wir dem Herrn vor, zuerst die rein männlichen, genetischen Merkmale zu überprüfen. Diese sollten bei der postulierten Abstammung komplett identisch sein.

Gesagt getan, alles vorbereitet und die DNA der beiden untersucht. Es fanden sich zwei wunderhübsche und sehr, sehr unterschiedliche DNA-Profile. Jetzt kann ein bestimmtes Maß an Unterschieden immer mal vorkommen, je nach Mutationshäufigkeit der einzelnen Merkmale, aber in diesem Fall waren die Unterschiede so groß und häufig, dass die Beurteilung absolut einfach und glasklar war: Beide Männer waren sicher nicht in direkter, männlicher Linie miteinander verwandt, hatten also völlig unterschiedliche Vorfahren. Dabei hatten beide Linien völlig unterschiedliche Herkünfte und sicherlich hatten sich diese Familien nie „gesehen“. Die Y-Merkmale zeigen nämlich wunderbar, aus welcher geographischen Ecke die Untersuchten stammen.

Das Gutachten wurde erstellt und wir schickten es heraus. Ein wenig wehmütig waren wir, weil es in solchen Fällen eigentlich immer so ist, dass sich zwei Menschen wie auch immer gefunden haben und nun aufgeregt darauf warten, dass wir Ihnen von ihrer Verwandtschaft berichten.

Aber, wir erstellen nun mal keine Wunschergebnisse und fragen selbstverständlich auch nicht im Vorfeld nach, was denn gewollt sei ….

Kurze Zeit später kam dann der (befürchtete) Anruf. Ein zutiefst glücklicher Mann war am Telefon, gerührt, begeistert und endlich zutiefst erleichtert. Seit vielen, vielen Jahren war ihm erzählt worden, dass seine Mutter seinen Vater mit einem Mann betrogen hatte und er das Ergebnis eines unrühmlichen Seitensprungs war. Er sei nicht einfach nur ein Bastard (man bedenke die damaligen Zeiten) sondern auch noch der Sohn eines sehr unangenehmen Verbrechers. Er hatte sehr darunter gelitten und immer wieder an sich selbst und seiner Mutter gezweifelt.

Tja, und nun war klar: Nein, er war nicht der Sohn des angegebenen Seitensprunges; kein Bastard!
ForGen hat einen weiteren Auftrag erledigt, einen glücklichen Klienten und zwei Sachverständige, die sich „wie Bolle“ freuen über ihren Job.

Und damit wünschen wir Euch alles Gute und ebenfalls viel Freude, Spaß und Erfüllung.

Euer ForGen-Team

ForGen schmilzt dahin: wer kann diesem Blick widerstehen?

Da hat der Kollege doch einen kleinen Herzinfarkt erlitten. Wie immer analysiert er die Proben am Computer, entscheidet, ob die Merkmale durchgängig auswertbar sind und fragt das Programm, was wir denn wohl für einen Mischling hier vorliegen haben.

Mit sich und den Daten zufrieden schnappt er sich die Akte mit dem zugehörigen Entnahmebogen und erschrickt. Sammy steht da und er hat ein wunderschönes Profil einer HÜNDIN vor sich. Die integrierte Geschlechtsbestimmung ist nämlich ein Qualitätsindikator und damit eine gute Kontrolle: Sind alle Hündinnen im Profil weiblich und alle Rüden männlich? Genauso machen wir es auch bei den Abstammungsgutachten. War das Kind wirklich ein Mädchen? Hier wäre am schnellsten eine mögliche Verwechslung sichtbar.

Also werden flugs alle anderen Hunde überprüft. Überall stimmt das Geschlecht und wir haken nach: Samira heißt unser „Untersuchungsobjekt“ eigentlich und wird Sammy genannt. Na guck an, Blutdrucktest fällt gut aus; alle Gefäße ordentlich durchgespült und jetzt kann sich wieder entspannt werden. Alles richtig gemacht.

Und nachdem die Daten dann von einer zweiten Person kontrolliert wurden („Vieraugen-Prinzip“), bekam der Kollege das zugehörige Foto zu Gesicht. Und alles war verziehen. Ein goldiges plüschig-flauschiges Etwas guckt da in die Kamera. Kein Wunder, dass ihre neuen Besitzer sich sofort in sie verliebten, als sie ein Foto von ihr gesehen haben. Sammy wurde in Bulgarien gefunden und man suchte ein schönes Zuhause für sie. Flugs war die Bewerbung für dieses Flauschwunder unterwegs und schon nach fünf Wochen (und natürlich ausgiebiger Kontrolle auf Hundetauglichkeit) war der Plüschflummi in seiner neuen Familie.

Und da ist sie jetzt, ein Wirbelwind par excellence, der ausgiebig die Fitness und Belastbarkeit des großen Familienhundes austestet, diesem aber dabei mit seinem Charme bei guter Laune hält. Dabei ist sie ihrem noch jugendlichen Alter entsprechend sehr neugierig und will permanent hoch hinaus. Wenn Hund theoretisch irgendwo raufkommen kann, versucht sie es und schafft es in der Regel auch. Bei allem Entdeckertum kann sie mittlerweile aber auch schon super an der Leine gehen und hört auf Ihren Namen. Ihr Liebstes sind Bälle, die sie ständig zurückbringt, auf dass sie wieder möglichst weit weggeworfen werden und sie hinterherlaufen kann. Eine Hunde-Ball-Endlosschleife…und Sammy beweist hier große Ausdauer.

Vielleicht erklärt das ein wenig die Rassen, die wir in dieser quitschfidelen, zuckersüßen, ewig hungrigen und Schmetterlings-jagenden Schönheit gefunden haben: Slovensky Cuvac mit Golden Retriever und einem Schuss Wachtelhund (und keinen vermuteten Husky.)

Da will also jemand sicher noch hoch hinaus und wir sind gespannt, wie Sammy sich auswachsen wird. Weiterhin wünschen wir der Familie viel Freude mit ihr und bedanken uns für diesen schönen Auftrag (und dem kleinen Stresstest für den Kollegen).

Euer ForGen-Team

ForGen informiert: Was kann man machen, wenn ein Tier verletzt oder gerissen wurde?

 

Immer wieder werden wir gefragt, was zu ist, wenn ein Tier auf der Weide offensichtlich gerissen wurde oder verdächtige Verletzungen aufweist, die von einem Raubtier stammen könnten. Dazu zählen u.a. Schafe, Ziegen oder Rinder, aber auch Alpakas, Esel oder Pferde bleiben nicht verschont.

Bei Letzteren steht häufig noch die Frage nach einem menschlichen Täter im Raum, dem „Pferderipper“. Die anderen Tiere dagegen werden (meist) von Tieren verletzt, wobei sich dann in der Mehrzahl der Fälle die Frage „Wolf oder Hund?“ stellt.

Für eine ordentliche Spurensicherung ist das (fast) egal und man kann die Wichtigkeit dieses ersten Schritts in der genetischen Analyse nicht oft genug betonen. Ist hier ein Fehler unterlaufen, geht nichts mehr oder nicht mehr das, was gehen sollte.

Damit dies so selten wie möglich geschieht, geben wir Betroffenen gerne Auskunft, halten ausführliche Fortbildungen zum Thema und veröffentlichen immer mal wieder Informationen hierzu.

Wichtig dabei – wie immer- egal, was bei der Analyse herauskommt, ist, dass die Daten stimmen, vernünftig analysiert wurde, das Ergebnis plausibel ist und eine ordentliche Begutachtung bzw. Interpretation folgt. Seit Jahren gilt in der „humanen Forensik“ das Credo, dass ein DNA-Beweis (oder Nachweis) allein, in den absolut seltensten Fällen ausreicht, einen Fall zu lösen und z.B. einen Tatverdächtigen sicher festzustellen. Die Spur muss auch tatrelevant sein! D.h., dass derjenige, dessen DNA ich an einem Tatort (oder einem Opfer) finde, nicht zwangsläufig der Täter sein muss. Damit haben wir als forensische Sachverständige bei Gericht viel zu tun und u.a. deshalb ist dieses Thema nicht einfach und die Arbeit nicht für Jedermann. Und absolut wichtig ist, dass ein Sachverständiger dabei ergebnisneutral sein muss. D.h., dass ihm egal sein muss, was am Ende herauskommt. Die Spur kann durch DNA-Transfer entstanden sein und deshalb wird der fragliche Vergewaltiger freigesprochen? Das mag sich für den Laien schlimm anhören, ist aber wichtig für unser Rechtssystem. Und kein ordentlicher Sachverständiger wird dies anders sehen oder seine Ergebnisse gar „drehen“.

Und so halten wir es auch in den tierischen Fällen. Ob wir DNA eines Wolfs, eines Hundes oder von einem Fuchs finden, interessiert uns nicht; es darf uns nicht interessieren. Wichtig ist, dass die erhaltenen Daten ordentlich aussehen. Dann werten wir sie aus und es gibt ein Ergebnis (oder manchmal auch nicht). So ist das und das ist gut so!

Diesmal sind wir auf YouTube abrufbar und haben Uwe Braun ein Interview gegeben, in dem einige der vielleicht drängendsten Fragen von ihm gestellt wurden. Natürlich konnten wir  nicht einmal ein Viertel von dem, was wir gerne erzählt hätten, loswerden. Dazu ist das Thema einfach viel zu umfangreich, aber wir haben unser Bestes gegeben und hoffen, dass das Wenige, das wir erzählen konnten, für viele interessant und bestenfalls auch hilfreich sein wird.

Viel Spaß beim Reinhören, viele Grüße

Euer ForGen-Team

ForGen hat auch die Spuren geschafft! Akkreditierung 2020/21 ist durch!

Nachdem wir ja erst vor Kurzem verkündet haben, dass wir unsere große Überwachung erfolgreich überstanden und dazu unsere neue Abstammungsurkunde veröffentlicht hatten, kam dann heute mit der Post auch der Beweis unserer positiven Spuren-Evaluation! Prüfgebiet: Forensische Genetik (Spuren, Vergleichsproben, Identitätsfeststellung).

Damit dürfen wir weiterhin ganz offiziell und anerkannt neben den vielen Abstammungs- auch Spurenuntersuchungen durchführen. Dies beinhaltet Spuren jeglicher Art mit ihrer Bestimmung und Zuordnung; die Analyse von Vergleichsspuren (für die Polizei Täter oder Opfer zuordnen) oder die Identitätsfeststellung (z.B. bei nicht-identifizierten Verstorbenen oder  Knochenfunden). Interessant dabei ist, dass nach neuer und erweiterter Norm seit zwei Jahren auch die Probenentnahme ganz explizit mit aufgenommen wurde.

Hier gibt es explizit für die Entnahmen am Lebenden, am Verstorbenen oder an Gegenständen bzw. Fundorten Standardarbeitsanweisungen, die das Prozedere detailliert be- und vorschreiben. Schließlich ist die Probenentnahme das Wichtigste bei einer forensisch-genetischen Untersuchung. Das Labor kann noch so gut sein, die Methoden noch so modern und teuer und kompliziert, der Gutachter der beste und schlauste Theoretiker überhaupt…wenn in der Probe nichts drin ist,  ist nichts drin und es wird ein negatives Ergebnis entstehen.

Aber egal, wir dürfen weiterhin schalten und walten und obwohl wir natürlich schon wussten, dass sich der ganze Stress und die viele Arbeit gelohnt haben, ist es immer noch etwas Besonderes, dies auch schriftlich in den Händen zu halten!

 

In diesem Sinne, viele Grüße von Eurem sehr begeisterten ForGen-Team

 

ForGen kennt Promis!

Na so etwas! Da sitzt man vor dem Fernseher und sieht auf einmal unseren weltbesten „ForGen-Positivkontrollhund“ Pico! Fûr unsere Analysen haben wir ja sowohl menschliche als auch tierische „ Kontrollobjekte“. Und Pico gab nicht nur Haar und Speichel und tollste Fotos (man gucke nur mal auf unsere Homepage), er ist sogar der Star in unseren ForGen-Filmchen.

War also klar, dass er irgendwann auch vom Fernsehen entdeckt wird und uns heute also den Wetterbericht vorstellt!

Also Pico, well done! Darauf gibt es demnächst einen Knochen und für‘ s Frauchen einen Kaffee!

Euer stolzes ForGen-Team

ForGen macht schlau- weiter geht es mit Praktikanten!

Und nachdem fast kein Student Corona-bedingt im letzten Jahr Praktikum machen durfte, haben wir jetzt unsere nächste Praktikantin. Franziska ist ebenfalls eine Forensik-Studentin, die bei uns ihre Bachelorarbeit bearbeiten und deshalb bis Ende August unser Labor bereichern wird.

Wie immer muss sie alles mitmachen und sich so in der ersten Zeit im Labor „einfinden“. Dabei hilft auch sie uns bei allem, was möglich und nötig ist und wird die Arbeit unserer anderen Studentin, Lea, ergänzen. Lea arbeitet an einer verbesserten Extraktionsmethode und Franziska wird einen neuen PCR-Kit für die humane Analytik austesten und validieren.

Für ein Labor ist es wichtig, bzw. in bestimmten Situationen absolut nötig, dass man die individuellen Merkmale in absolut unabhängigen Analysen mit unterschiedlichen Reagenzien (hier Primern) doppelt-bestimmt. Nur solche Ergebnisse dürfen z.B. an die Polizei weitergegeben werden, damit diese sie in die DNA-Analyse-Datei eingeben, wo dann nach Tatverdächtigen oder nach Spuren gesucht wird.

Hier arbeiten wir mit einer Firma zusammen, die diesen PCR-Kit neu-entwickelt hat und nun sehen möchte, wie er sich im „echten Laborleben“ hält.

Wir sind sehr gespannt und wünschen Franziska eine spannende und lehrreiche Zeit bei uns. Dabei freuen wir uns sehr, dass wir wieder einmal mit unglaublich interessierten und engagierten Studentinnen gesegnet sind.

Euer begeistertes ForGen-Team

Liebe auf den ersten Blick!

Und wieder ein wunderbarer Hund; ForGen trifft „the Duke“!

Ist ein Leben ohne Haustiere möglich? Selbstverständlich, aber wie wir doch alle wissen, es ist völlig sinnlos!

Und wer erst einmal einen Hund hat und es möglich machen kann, wird hier und dann und immer mal wieder über einen Zweithund nachdenken.

So war es auch bei der Familie in unserer Geschichte! Der 11 Jahre Jack Russel war lange genug Einzelhund und sollte Gesellschaft bekommen. So sah es zumindest der weibliche Teil der Familie und es begann eine Stöberei im Netz, bis zur SALVA- Facebookseite. Viele Hunde waren dort zu finden, die alle ein neues oder überhaupt ein erstes Zuhause suchten.

Und dann kam Duke und die Liebe auf den ersten Blick schlug ein, getreu dem allgemein bekannten Werbespruch „Alle xy Minuten verliebt sich eine Familie in einen SALVA-Hund!.

Also wurde flugs der männliche Teil der Familie in das Projekt „Zweithund“ einbezogen. Nun gut, man könne ja ein gutes Werk tun und den Kleinen als Pflegestelle aufnehmen, bis er ein ordentliches Für-Immer-Zuhause finden würde.

Gesagt getan und los ging die Bewerbung. Die Vermittlerin allerdings war der Meinung, dass doch ein festes Zuhause für Duke besser sei. Familiäre Beratung Runde 2 und zugesagt!

Nun dauerte es noch eine Weile, bis alles organisiert war und am 26.Juni war es so weit; Duke kam in seine neue Familie.

Und hier ging die wundersame Wandlung weiter. Vom kleinen, hilflosen Hund, der in Spanien in einem Sack neben einer Mülltonne gefunden wurde, entwickelte er sich in Rekordzeit zum absoluten Liebling der gesamten Familie.

Duke ist ein Energiebündel, das liebend gerne über die Felder rennt, seine Umwelt mit zahlreichen, liebevoll ausgebuddelten und tiefen Löchern verschönert und in den Pausen futtert, was ihm vor die neugierige Nase kommt.

Da ist es kein großes Wunder, was wir in ihm gefunden haben: Labrador mit belgischem Schäferhund und Podenco Canario.

Wir sind mal wieder schwer begeistert und freuen uns unbändig für Duke und seine Familie und für uns, weil wir einfach einen tollen Job haben.

 

Euer ForGen-Team

 

ForGen ist erfolgreich durch die Akkreditierung!

Es ist vollbracht! Ende letzten Jahres hatten wir unseren großen Überwachungstermin bei der Deutschen Akkreditierungsstelle und haben nun endlich schon einmal unsere neue Urkunde für den Bereich der Abstammungen erhalten. „Freundlicherweise“ ist nun nämlich jeder Bereich getrennt und alles wird einzeln und vieles daher oft auch doppelt begutachtet. D.h., dass wir noch auf die Urkunde für die forensische Spurenanalyse warten.

Heute aber freuen wir uns darüber, dass wir unseren „Akkreditierungsstatus“ offiziell erneuern konnten und, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat. Dabei werden die Akkreditierungen immer umfangreicher und ohne unsere fleißigen und extrem belastbaren Qualitätsmanagementbeauftragten, wäre das Ganze nicht zu schaffen. Sie organisieren und verwalten unser QM-Handbuch (dreistellige Seitenzahl) und sind die Herrinnen über 22 Verfahrensanweisungen, 24 Standardarbeitsanweisungen, 76 Formblätter, die alle gelinkt und in aktuellen Versionen vorliegen müssen; dazu 8 daueraktive Listen (von Reagenzien über Dokumentenlenkung, Geräte, Audits, Lieferanten etc.) und unzählige Anlagen wie Gerätebücher, Gebrauchsanweisungen etc. Dann noch die Nachweise unserer Fort- und Weiterbildung und natürlich die Ausbildung. Nur ein geprüfter Fachabstammungsgutachter darf in Deutschland Abstammungsgutachten durchführen und daher müssen diverse Seminare zur Biostatistik besucht und eine Prüfung absolviert werden.

Zudem wird jede Kleinigkeit in einem akkreditieren Labor geregelt und so kann jederzeit zu jeder Probe festgestellt werden, wann sie einging, wer was mit ihr wann machte und natürlich, was das Ergebnis war. Für jede Untersuchung wird selbstverständlich ein Gutachten bzw. ein Befundbericht erstellt, dem all dies auch zu entnehmen sein muss.

Deshalb sind unsere Abstammungsgutachten auch weltweit und bei jedem Gericht anerkannt und kein Richter und keine Behörde würde auf die Idee kommen, zu hinterfragen, ob wir die richtige Person untersucht haben, ob wir überhaupt wissen, was wir da tun oder ob wir die richtigen Untersuchungen durchgeführt haben.

Auf jeden Fall haben wir geschwitzt und geackert vor, während und nach der Überprüfung, weil sich natürlich jedes Mal etwas ändert und man „nachlegen“ muss.

Aber es hat sich gelohnt, nun sind wir offiziell für gut befunden und haben bis zum nächsten Jahr Ruhe.

Euer zufriedenes ForGen-Team

Urkunde Akkreditierung 2020

 

Tierisch tolle Tierfreundschaft, Osteraktion 2021: ForGen hat entschieden!

Nein, das stimmt nicht ganz. Wir haben kapituliert! Wieder haben wir viele lustige, niedliche, herzerwärmende Fotos bekommen, weshalb wir eigentlich ganz simpel losen wollten. Dann aber stellte sich im Laufe der Tage heraus, dass manch ein Foto immer mal wieder erwähnt wurde.

Und daher haben wir uns dazu entschieden, die fünf am häufigsten erwähnten auszuwählen.

Wie immer haben wir auch Kinder gefragt (so ist das bei ForGen, der Nachwuchs muss nicht nur für genetische Untersuchungen herhalten…) und das führte u.a. dazu, dass das Foto mit „der Fellschlange“ unter den Top Five zu finden ist.

Zu mehr aber sahen wir uns nicht imstande und haben gelost!

Einen Glückwunsch also an die Gewinner!!! Meldet Euch bei uns und wählt Euren Preis aus: Eine Mischlingsanalyse bei uns für die eigenen Hunde oder als Gutschein zum Verschenken oder eine bunte Mischung Marzipan von Niederegger!

Und allen anderen danken wir ganz herzlich fürs Mitmachen und für das Teilen dieser lustigen und teils wunderschönen Fotos!

Euer dankbares und hochbegeistertes

ForGen-Team

ForGen bildet aus!

Und wieder haben wir eine neue Studentin bei uns im Labor:

Lea studiert forensische Biologie und wird bei uns ihre Bachelorarbeit durchführen. Dabei wird sie eine neue Methode zur DNA-Extraktion ausprobieren und wir hoffen, dass wir damit etwas finden, was die Nachweisgrenzen bei unseren Untersuchungen noch weiter nach unten bringt. Mittlerweile kann man ja  theoretisch aus einer einzelnen Zelle die DNA nachweisen und untersuchen, theoretisch…Allerdings gibt es oft genug Proben, die eben nicht bilderbuchmäßig frisch und sauber sind.  Deshalb wird Lea die neue Methode austesten und vergleicht sie mit unseren bestehenden Methoden. Dann wird an schwierigstem Material überprüft, ob es vielleicht bessere Ergebnisse gibt. Dabei nehmen wir uns auch immer mal wieder Altfälle vor, um zu gucken, ob wir nicht doch noch etwas mehr herauskitzeln können.

Zusätzlich muss Lea natürlich auch am ganz normalen Institutsalltag teilnehmen und überall helfen und mitmachen. Kaum eine Woche da hat sie schon ziemlich viel sehen können und enorm geholfen. Es geht doch nichts über motivierte Leute, die Spaß am Arbeiten und Lernen haben. Wir freuen uns über den frischen und hilfreichen Wind und sind schon sehr auf ihre Ergebnisse gespannt.

Euer ForGen-Team

ForGen und Lilly: Teenager bleibt Teenager, egal, ob auf zwei Beinen oder vier Pfoten

Heute stellen wir euch ein wahres Pubertier vor:  Lilly, gerade einmal neun Monate alt und der neue Familienzuwachs in der uns beauftragenden Familie.

Und immer, wenn mal als Elternteil eines Jugendlichen (Menschen!) mitten in der Pubertät darüber nachdenkt, ob man sich nicht vor 15 oder 16 Jahren doch lieber einen Hund hätte zulegen sollen, wird einem vor Augen geführt, dass die Bedeutung des Pubertiers offensichtlich sehr universell und Selbiges äußerst verbreitet ist.

Wir begrüßen also Lilly, die zuckersüße, charmebeladene, tief-braunäugige („Können diese Augen lügen?“) und absolut unschuldige SALVA-Mischlingshündin. Ein Engel auf vier flinken Pfoten….

Und dann ist da der Teenager:

Hey Lilly, Wirbelwind mit stark ausgeprägtem Dickkopf und vielen eigenen Ideen bzw. Vorstellungen. Lernen? Och nö, kein Bock. Da gibt es doch noch 728 andere Dinge, die man jetzt viel lieber und absolut notwendiger machen möchte/muss. Und zwar SOFORT.

Auf den  eigenen Namen hören? Wie war der noch gleich? Lilly? Ach ja, die. Ein andern Mal, geht gerade nicht, bin beschäftigt, akuter Fall von Unlust und hört ja sonst auch keiner drauf….

Spielen? Absolut, nun verstehen wir uns. Los geht’s. Hier zeigt Lilly absoluten Einsatz und benimmt sich recht wenig ladylike, aber das muss sie ja auch nicht. Spielen ist schließlich eine ernsthafte Sache und die macht man entweder mit 100 % Einsatz oder eben gar nicht.

Momentan ist auch die Leine recht praktisch, da man damit sein Frauchen doch wunderbar dahinbringen kann, wo es ganz besonders spannend riecht und man unbedingt weitere Untersuchungen anstellen muss. Fährten-verfolgen ist einfach klasse.

Tja, liebe Familie, ein osteuropäischer Schäferhund-Dobermann Mix ist halt nichts für Langweiler. Und sicherlich wird Lilly noch eine Schüppe auf ihre 50 cm und 22 kg drauflegen. Dabei aber – und da sind wir uns sicher – wird sie für viel Spaß, Freude und Unterhaltung sorgen. Und wer braucht es schon ruhig und langweilig, wenn man stattdessen seine Zeit mit diesem wunderhübschen und freundlichen Kraftbündel verbringen kann?

Alles Gute und mal wieder vielen Dank

Euer ForGen-Team

 

An nach e super Hond aus Lëtzebuerg

Heute lernen wir etwas über ein recht kleines Land in Europa: Luxemburg! Luxemburg hat

626000 Einwohner auf einer Fläche von gerade einmal 2586 km2. Damit zählt das Großherzogtum zu einem der am dichtesten besiedelten Regionen in Europa.

Viel auffälliger allerdings ist das Vorkommen besonderer Hunde. Vor kurzem erst stellten wir Euch den wunderhübschen, schneefressenden Asko vor und hier kommt dann das nächste Luxemburger Hunde-Highlight: ELBA!

Die hübsche Elba war schon sieben Jahre alt, als sie das Glück hatte als Tierheimhund adoptiert zu werden. Der männliche Part der „Adoptiveltern“ war zum Zeitpunkt nicht der allergrößte Hundefan und hatte (vorsichtig und höflich ausgedrückt) vor allen Hunden ordentlich Respekt, die nicht ins Handschuhfach eines normalen Autos bzw. in die Handtasche einer Paris Hilton gepasst hätten.

Ein Fall für Prinzessin-Charming und in kürzester Zeit, war auch der männliche Teil der Familie um den Finger gewickelt.  Ohne Elba geht nichts mehr. Sie ist einfach immer dabei; liebt Cabrio fahren, spuckt ohne eine Spur von Nervosität oder gar Angst vom Sessellift herunter und fliegt sogar im Helikopter mit, wie es sich für eine echte Jetset-Prinzessin gehört.

Klar, dass sie auch ihr vierbeiniges Umfeld fest im Griff hat. Überhaupt war in der Hundeumgebung recht schnell klar, wer die Chefin ist und das Sagen hat.

Gekonnt nutzt sie größeren Hundefreunde gerne auch als Ablenkungsmanöver ein, um vorbeieilenden Radfahrern oder Joggern ein wenig beim Tempo-machen zu helfen, wenn diese ihr zu langsam vorkommen. Nur wenn Sie ihre quietschenden Spielgeräte ausführt, darf der Hobbysportler auch einmal etwas langsamer an ihr vorbei; Hund möchte schließlich die geliebten Sachen nicht verlieren.

Mittlerweile hält sie ihre Familie seit 7 Jahren auf Trab und ist dabei fit wie eh und je und kein bisschen leiser, langweiliger oder uninteressanter. Aber das muss natürlich auch sein, weil sie Energie für den neuen zweibeinigen Rudelzuwachs benötigt, den sie sofort und ohne wenn und aber in IHR Rudel mit aufgenommen hat, nicht einmal die wenigen Haare und die fehlenden Schlappohren haben sie gestört. Aber so als Border Collie Mix mit Flat-Coated Retriever und einem Schuss Berger des Pyrenees (a poil long) muss man sich ja auch um seine Herde kümmern….

Elba wird sicherlich noch eine ganze Weile für ihre Familie da sein und Allen Freude bereiten und wir bedanken uns mal wieder für einen wunderschönen Auftrag, alles Gute, Nëmmen dat Bescht

 

Euer ForGen Team